10.10.17

Ein französischer Sommer - Jessica Brockmole




1911. Die junge Clare wird nach dem Tod ihres Vaters von Schottland nach Frankreich geschickt. Allein in der Fremde findet sie Trost bei Luc, dem Sohn ihrer Gastgeber. Gemeinsam erleben sie einen unvergesslichen Sommer – bis Clare erneut aus ihrer Welt gerissen wird. Jahre vergehen, bevor sie nach Frankreich zurückkehrt. Doch der Krieg hat Lucs Leben unwiderruflich verändert. Ist die Liebe jenes Sommers stark genug, um wieder zueinanderzufinden?
(Text & Cover: © Randomhouse; Foto: © N. Eppner)


Im Sommerurlaub im Jahr 2014 habe ich ein Buch gelesen, das mich zutiefst berührt hat. Eine Liebesgeschichte bewegend und rau wie das Meer, das dem Roman zum Titel verholfen hat. Die Rede ist von Jessica Brockmoles Debüt "Die Liebe über dem Meer", einem Briefroman über die hoffnungsvolle Liebe zweier Menschen während einer hoffnungslosen Zeit.

Dass Jessica Brockmole keine so intensive Geschichte nachlegen kann, habe ich eigentlich auch nicht erwartet und daher war ich kein bisschen enttäuscht, als mich Clares und Lucs Schicksale nicht so sehr berührten, wie damals der Roman über Elspeth und David. Trotzdem spreche ich "Ein französischer Sommer" eine Leseempfehlung aus.

Das ist dieses junge Mädchen - Clare -, von der Mutter verlassen, den Vater an den Tod verloren, findet sie Obhut bei Lucs Eltern. Einem Künstlerpaar. Freunde ihrer Mutter, die ebenfalls Künstlerin war. Auch Clare hat das Talent hinter die Fassade zu schauen, Dinge genau betrachten zu können, Botschaften hinter Kleinigkeiten zu erkennen. Eigentlich müsste sie eine ganz gute Menschenkenntnis haben, doch leider wird diese beeinträchtigt durch die Verluste, die sie in ihren jungen Jahren bereits erlebt hat.

Luc ist ein sympathischer junger Mann. Bodenständiger als seine Eltern, bietet er Clare eine stabile Basis, um eine Beziehung zu entwickeln. Diese beläuft sich zunächst freundschaftlicher Natur,aber nach einiger Zeit nähern die beiden sich immer mehr an. 

Es scheint, als könne Clare endlich Vertrauen fassen. Doch dann wird Clares Leben komplett durcheinander gewirbelt und Luc gerät in die Fänge des Krieges, der seine Seele mit harter Kralle zerkratzt. Luc ist nicht mehr der Mensch, der er einmal war. Gibt es trotzdem Hoffnung für ihn und Clare die Freundschaft oder gar die Liebe wieder aufleben zu lassen?

"Ein französischer Sommer" ist lange Zeit einfach nette, kurzweilige Unterhaltung, geht dann Phasenweise in die Tiefe, birgt aber keine großen Überraschungen. Kultur und Krieg werden hier gekonnt miteinander verknüpft und auf recht eingängige Art und Weise dargestellt. Die Autorin macht sich Gedanken über menschliches Handeln, über die Wege, die dort hinführen, über Verantwortung und Schicksalsschläge. "Ein französischer Sommer" ist mehr, als eine Liebesgeschichte, aber nicht tiefgründig genug, um als historischer Roman über den ersten Weltkrieg zu bestehen. Trotz allem ist es ein unterhaltsames Buch, das ich gern gelesen habe.


Buchinfo:

Diana (August 2016)
416 Seiten
Paperback, Klappenbroschur
14,99 €
Originaltitel: At the Edge of Summer
ÜBERSETZUNG: Susanne Goga-Klingenberg
hier kaufen

Weitere Rezensionen:


Soziale Netzwerke:

Herzenszeilen auf Facebook
Randomhouse auf Instagram
Herzenszeilen auf Twitter



Rezensionen: © 2017, Nanni Eppner

08.10.17

[Fantasy Neuerscheinungen 2017] Oktober - Dezember




Das letzte Quartal des Jahres ist angebrochen und ich frage mich - wo ist 2017 so schnell verschwunden?

Für alle Fans der phantastischen Literatur ist dieses Viertel ein krönender Abschluss, bevor 2018 mit neuen Titeln herein schneit.

Hohlbein, Peinkofer, Sanderson, Brett ... das nur ein paar der Namen, die euch heute begegnen. Fantasygrößen der deutschen und der internationalen Phantastik geben sich von Oktober bis Dezember die Klinke in die Hand. Hinzu kommen ein paar spannend klingende Debüts, neue Reihen und vielversprechende Einzelbände.

Zück Stift und Zettel! Es geht los!







"Armageddon" | Wolfgang Hohlbein | PIPER

Mit Hohlbein ist es ja so eine Sache - die einen lieben ihn, die anderen sind seiner überdrüssig. Ich bin irgendwo dazwischen. Manche seiner Romane sprechen mich gar nicht an, andere haben mich etwas gelangweilt, aber einige konnten mich auch ziemlich fesseln.

In seinem neusten Roman, Auftakt einer apokalyptischen Serie, geht es um Beka und Luke, die in Israel landen, das gerade eben erst zu großen Teilen von einer Atombombe vernichtet wurde. Beide geraten in einen unterirdischen Tempel mit mysteriösen Zeichen.

Alles deutet darauf hin, dass diese beiden Protagonisten nun gegen den Untergang der Menschheit ankämpfen müssen. Ich weiß noch nicht so genau, ob ich das Buch tatsächlich lesen werde. Es klingt interessant und ich glaube, Apokalypse ist etwas, das Hohlbein gut kann. Ob ich das allerdings in Serie brauche, weiß ich nicht so genau. Als Einzelband würde es definitiv auf meiner Leseliste landen. 

Was meinst du? Lohnt es sich eine Reihe mit einem apokalyptischen Setting zu beginnen?


"Krieger des Nordens 01: Blutsbande" | David Falk | PIPER

David Falks neue Saga im Bereich der High Fantasy klingt nach einem Buch, das in die Richtung historische Fantasy geht, wird von Piper aber auch als Buch mit phantastischen Wesen angepriesen.
Zwei Brüder, aus einem nordischen Volk stammend, werden bei einem Überfall entführt und wachsen im gegnerischen Volk der Thebaner auf. Der eine als Sklave, der andere auf dem Weg zum Offizier.

Eine Geschichte, die in mehrere Richtungen gehend spannend werden kann. Für welches Volk werden sich die Brüder letztendlich entscheiden? Bleiben sie dem Volk treu, in dem sie aufgewachsen sind oder schlagen ihre Wurzeln durch? Die Ausgangssituation ist für beide sehr verschieden und kann zudem zu Konflikten zwischen den beiden führen. 


Ich hoffe, dass mich mit "Blutsbande" ein so vielschichtiges und spannendes Buch erwartet, wie ich es mir erhoffe.


"Das Lied der Krähen" | Leigh Bardugo | Knaur Fantasy

Leigh Bardugo ist den Jugendfantasy LeserInnen keine Unbekannte. Ihre Grischa-Trilogie erfreut sich nicht nur in Deutschland großer Beliebtheit. 

Nun ist ihr neustes Buch "Das Lied der Krähen" (zur Veröffentlichung dieses Beitrags) bereits erschienen und dreht in den sozialen Netzwerken fleißig seine Runden. Die Stimmen dazu meist positiv. Von großer Spannung ist da die Rede. Wenn ich mir den Inhalt betrachte und mir Bardugos Schreibe in Erinnerung rufe, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass die Anpreisung einer fesselnden Geschichte erfüllt werden können.


Im Mittelpunkt des Romans steht Kaz, rechte Hand eines Kriminellen und bisher ziemlich skrupellos. Er bekommt ein Jobangebot, das er unmöglich abschlagen kann und das vermutlich ziemlich gefährlich ist, denn er holt sich fünf Gefährten dazu, die ihm beim Lösen seiner Aufgabe behilflich sein sollen. Sechs Krähen ...


Ich freue mich schon sehr, sehr, sehr auf dieses Buch.


"Die Chroniken von Amber 01: Die neun Prinzen von Amber" | Roger Zelazny | Klett Cotta Hobbit Presse

Prinz Corwin hat bei einem Autounfall sein Gedächtnis verloren und lebt nun auf der Erde. Als ein Anschlag auf ihn verübt wird, kehrt er zurück nach Amber. Dort sitzt sein Bruder auf dem Thron. Corwin will diesen stürzen...

Die Mitglieder des Königshauses können mit Hilfe von Spielkarten durch die Zeit reisen und die Realität manipulieren. 


Zeitreisen, magische Orte, Kampf um den Thron und ein verschwundener König. All diese Beschreibungen machen mich sehr neugierig auf diesen Roman, der als sehr Ideenreich und Farbenfroh beschrieben wird. Ich mag es sehr, wenn Autoren die Möglichkeiten der Phantastik voll ausschöpfen, mit der Realität spielen und ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Klingt so, als könnte Zelazny mit seiner Reihe, die (bisher?) 5 Bände umfasst, die im monatlichen Rhythmus bei Klett Cotta erscheinen, genau meinen Geschmack treffen.


"Am Fluss der Sterne" | Guy Gavriel Kay | Fischer Tor

"Am Fluss der Sterne" ist nicht direkt die Fortsetzung zu "Im Schatten des Himmels", spielt aber im gleichen Setting wie der im Oktober 2016 erschienene Roman. 

Schauplatz ist Kitai, ein Reich, das eine Fantasy Version Chinas während der Tang-Dynastie ist. Politische Ränke- und Machtspiele plus mystische Handlungen fügen sich perfekt in die Szenerie ein.


Guy Gavriel Kay konnte mich einmal mit seiner Sprache, seinen komplexen und klugen Gedankengänge, sowie dem spannenden Setting überzeugen, und wird es sicher wieder tun.


Fortsetzungen:


"Der Bruder des Wolfs" | Robin Hobb | Penhaligon












"Bigtime 02: Hot Mama" | Jennifer Estep | PIPER
"Frost wie Schatten" | Sara Raasch | cbt







"Die Blutkönigin" | Sarah Beth Durst | Penhaligon

Wie gefällt dir das Cover dieses Fantasyromans? Ich mag es gerne schlicht und finde die Farbwahl sehr gut. Sie verspricht mir etwas märchenhaftes, mystisches. Ob dem tatsächlich so ist?

Es kommen zumindest Elemantargeister vor. Wer diese kontrollieren kann, der darf Königin werden oder wird von den Elementargeistern umgebracht. Daleina ist eine der Anwärterinnen. Aber eben nur eine und nicht mal die mächtigste. Doch sie hat einen Mentor mit einer Vergangenheit, die ihr behilflich sein könnte. Einen Mann, der die Königin liebt und von ihr verraten wurde.


In der phantastischen Literatur gibt es ja leider immer noch zu wenige Frauen. Hier treten sie direkt mal im Doppelpack an. Dass Autorin Sarah Beth Durst gerne Wonder Woman geworden wäre spricht sowohl für sie, als für ihre Heldin Daleina.




"Die Dominium-Saga 01: Die Eiskriegerin" | Licia Troisi | Heyne

"Die Schattenkämpferin", "Die Drachenkämpferin", "Die Feuerkämpferin" etc. irgendeine Trilogie oder ein Buch von Licia Troisi, der jungen Schriftstellerin aus Italien, hast du doch sicher auch schon gelesen? Sie hat bereits zahlreiche erfolgreiche Bücher veröffentlicht.

Nun ist sie wieder da. Mit einer neuen Saga, die vom Verlag so eingekleidet wurde, dass sie gar nicht schlecht zu den anderen Büchern passt. Da hüpft das Büchernerdherzchen gleich ein kleines bisschen höher.


Zehn Jahre nach ihrer Flucht ist Waisenmädchen Myra eine gut ausgebildete Kriegerin. Doch dann holt sie die Vergangenheit ein. Alte Wunden werden aufgerissen, neue Fragen kommen auf. Wer Troisi kennt, der weiß, dass sie in der Lage ist eine starke Heldin zu kreieren und diese in ein spannendes Abenteuer zu schicken. Ich freue mich, dass Troisi und ihre mutigen Kämpferinnen zurück sind.




"Krieg der Drachen 01: Glühender Zorn" | F. I. Thomas | PIPER

Es wird blutig werden. Davon gehe ich zumindest aus, wenn Drachen, Novizen und Magier aufeinandertreffen und die ersten Seiten des Buches auf einem Schlachtfeld spielen.

F. I. Thomas, Pseudonym des norddeutschen Fantasyautors Thomas Finn, schreibt von der Machtgier der sechs Zauberer, die einst den Krieg gegen Drachen gewonnen und damit deren Schreckensherrschaft beendet haben.


Warum sie nun ihre Novizen töten wollen und was das mit Machtgewinn zu tun hat, wer wohl als Sieger aus dem Wettlauf hinaus gehen wird und ob man damit mehrere Bände füllen kann, das alles erfahren wir, wenn wir "Krieg der Drachen" lesen.





"Luna. Im Zeichen des Mondes" | Anne Buchberger | PIPER IVI

Ist dieses Cover nicht reizend? Märchenhaft schön. Märchenhaft wird es wohl auch im Inneren des Romans, in dem Prinzessin Analina Schülerin an der Akademie des Meeres werden soll. Es gilt das zu schützen, was sie in sich bewahrt - die Seele des Mondvogels.

Hier verspreche ich mir eine geheimnisvolle wie magische Geschichte, die sicher eher an etwas jüngere / jugendliche Leser gerichtet ist, aber deshalb nicht minder spannend und bezaubernd sein kann. 


Ich freue mich, dass eine so junge deutsche Autorin (geb. 1995) mit ihrem Debüt in einem so großen Verlag wie PIPER untergekommen ist und freue mich schon sehr Analina und ihre Geheimnisse kennenzulernen.





"Mythos Academy Colorado 01: Bitterfrost" | Jennifer Estep | PIPER IVI

"Mythos Academy" - gibt's doch schon. Ja richtig. Aber hier kommt nun die "Mythos Academy Colorado".

Weiter geht es im Kampf gegen Loki, der scheinbar noch nicht endgültig besiegt ist. Gleicher Gegener, anderes Team. Diesmal in der Hauptrolle: Protagonistin Rory, die sich bereits im Kampf gegen Loki bewährt hat, aber aufgrund ihrer Eltern, die Schnitter in Lokis Diensten waren, trotzdem nicht von ihren Mitschülern akzeptiert wird und erneut in den Kampf zieht.


Klingt nach aufgewärmter Geschichte. Ist es irgendwie auch. Aber warum soll Estep nicht noch einmal gegen Loki kämpfen, wo es uns allen doch schon einmal so viel Spaß gemacht hat? Und wenn es jemand hinkriegt dies spannend und unterhaltsam zu gestalten, dann ganz sicher Jennifer Estep.




"Stadt aus Wind und Knochen" | Fran Wilde | Knaur Fantasy 

"Stadt aus Wind und Knochen" ist das mit dem Stan Norton Award ausgezeichnete Debüt einer jungen Amerikanerin, das in den USA viele positive Stimmen erhalten hat.

Protagonistin Kirit ist eine magische Sängerin. Vor vielen Jahren haben die Sänger in Kirits Heimat Krieg und Chaos durch ihre Stimmen beendet. Kirit bekommt das Angebot mit ihnen zu reisen und nimmt es an, in dem Gedanken etwas Gutes zu tun. Doch dann wird ihre Weltbild bis aufs Mark erschüttert.


Vom Verlag wird die magische Kulisse des Romans besonders hervorgehoben. Ist sie nur annähernd so bezaubernd wie das Cover, wird dieses Buch sicher eine tolle Lesereise.




"Die Königschroniken 01: Ein Reif von Eisen" | Stephan M. Rother | Rowohlt

Autor Stephan M. Rother ist kein Unbekannter im deutschen Buchhandel. Mit seinen Thrillern hat er bereits viele Leser begeistert. Nun wandelt er auf den Pfaden der Phantastik und schlägt ganz nebenbei einen bekannten Weg ein. Als studierter Historiker nutzt er seine Kenntnisse und baut eine Welt, die im Genre historische Fantasy angesiedelt ist.

Durch verschiedene Figuren wird die Handlung komplex. Mehrere

Fäden müssen verknüpft werden, um zur Lösung zu kommen, was den Lesern spannende Lesestunden verspricht.

Im Mittelpunkt stehen die geheimnisvolle Sklavin Ildris, die ehrgeizige Leyken, die sich auf der Suche nach ihrer Schwester befindet und Sölva, uneheliche Tochter von Stammesfürst Morwa. Geballte Frauenpower.






Fortsetzungen:



  




"Die Chroniken von Amber 02: Die Gewehre von Avalon" | Roger Zelazny | Klett Cotta Hobbit Presse
"Splitterwelten 02: Nachtsturm" | Michael Peinkofer & Christoph Dittert | PIPER (leider in anderem Cover, dem auch Band 1 angeglichen wurde)









"Wintersong" | S. Jae-Jones | PIPER IVI

Wieder ein Buch aus der Kategorie "Cover, die mich anziehen". Passt es nicht wunderbar in die Weihnachtszeit? Und verspürst du nicht auch den Wunsch es in die Hand nehmen zu müssen? Mich würde es besonders freuen, wenn das Buch auch haptisch etwas zu bieten hat. Wenn bspw. die Beeren in einem anderen Material gestaltet wären oder sich vom Rest des Covers abheben würden. 

Bist du zufällig Buchhändler*In,hast es schon in Händen gehalten und kannst mir diese Frage beantworten?


Auch inhaltlich passt "Wintersong" in die Winterzeit. Es dreht sich um den Jahreswechsel, die längste Nacht, in der alte Geister vertrieben und neue Hoffnungen geschürt werden. In dieser Nacht wandelt der Erlkönig durch die Dörfer und sucht sich eine Braut. Als er Liesls Schwester mit in die Unterwelt zieht, macht sich Liesl auf den Weg sie zu retten und steigt ebenfalls hinab in die Unterwelt.


Einige deutsche Autorinnen konnten mich schon mit der Geschichte um den Erlkönig begeistern. Mal schauen, ob es auch der ehemaligen amerikanischen Lektorin gelungen ist, diese deutsche Sage in einen spannenden Roman zu verarbeiten.




"Das blutende Land" | Klaus N. Frick | Knaur Fantasy

"Düster, grimmig, actionreich", so der Slogan, mit dem Verlagsgruppe Droemer Knaur diesen Fantasy Roman anpreist. Mich haben sie damit auf jeden Fall dazu gebracht mir den Inhalt mal näher anzuschauen und auch der klingt sehr vielversprechend. 

Zwei verfeindete Völker und keine Aussicht auf einen Sieg, denn die Magie neigt sich dem Ende zu. Ein gewagtes Experiment soll dazu verhelfen, dem ganzen einen Schlussstrich unterzusetzen. Sardevs Geist wird mit dem eines Wolfes verbunden. Doch leider geht das Experiment schief und der Magier, der es durchgeführt hat, hat nicht so gute Absichten, wie angepriesen.


Ich mag Gestaltwandler und ich mag Wölfe. Ebenso Magie und Machtspiele. Besonders dann, wenn sie komplex gestaltet werden und mehr verbergen, als auf den ersten Blick ersichtlich. Ich hoffe, dass Klaus N. Frick all diese Erwartungen erfüllen und ein spannendes Leseerlebnis bieten wird.





Fortsetzungen:


  



"Das Erbe der Schatten" | Robin Hobb | Penhaligon
"Das Leuchten der Magie" | Peter V. Brett | Heyne
"Die Chroniken von Amber 03: Im Zeichen des Einhorns" | Roger Zelazny | Klett Cotta Hobbit Presse


Welches der vorgestellten Bücher spricht dich ganz besonders an?

Auf welche Fortsetzung freust du dich am meisten?

Hast du noch andere Fantasy Neuerscheinungstipps, die hier nicht gelistet sind?

02.10.17

[Blogtour] Das Haus der Granatäpfel - Lydia Conradi




Inhalt

Smyrna, 1912: Das Paradies – so nennen viele die Metropole am Ägäischen Meer, die inmitten von Krisen wirkt wie ein weltvergessenes Idyll. In die Stadt, in der Menschen aus aller Herren Länder seit jeher in Eintracht leben, kommt die Berlinerin Klara, um mit Peter, dem Sohn eines Kaufhausmagnaten, eine Zweckehe einzugehen. Doch er kann die lebenshungrige junge Frau nicht glücklich machen, und Klara verliert ihr Herz an den Arzt Sevan. Aber auch er ist gebunden, und als der Erste Weltkrieg ausbricht, beschließen beide, trotz ihrer Liebe füreinander ihre Partner nicht im Stich zu lassen. Für eine Weile erweist sich das Paradies wahrhaftig noch als Oase im Grauen, doch dann entbrennt ein schicksalhafter Kampf um die Stadt. Und plötzlich muss Klara eine Entscheidung fällen, die über Menschenkraft hinausgeht, um etwas von Smyrnas Geist und ihrer Liebe zu Sevan zu bewahren ...
(Text, Cover & Banner: © Piper)



"Das Haus der Granatäpfel" - das Buch


Setting

"Das Haus der Granatäpfel" ist eine Reise durch den Orient. Eintauchen, abschalten und den Duft der Granatapfelblüten riechen können - das waren meine Empfindungen, als ich zum ersten Mal nach Smyrna bzw. Uzunada reise. Smyrna ist der Hauptspielort der Handlung, die in den Jahren 1894 bis 1919 angesiedelt ist. Damals ist es eine bunte Stadt, eine Provinz, in der Muslime, Griechen, Levantiner, Juden und Armenier mehr oder weniger friedlich nebeneinander her leben. Jede Bevölkerungsgruppe hat eigene Viertel, aber man profitiert von den Fähigkeiten der jeweils anderen. Smyrna ist ein Königreich für den Handel. Vor allem Stoffe wie Seide werden von dort bis nach Europa exportiert. Anfang des 20. Jahrhunderts gibt es dort 35 Buchverlage (Quelle: Wikipedia). 



Historie


1909 entstehen Veränderungen in der Politik, die auch Smyrna betreffen. Jungtürken und das Komitee für Einheit und Fortschritt (diesem wirst du auch im Buch begegnen) gelangen an die Macht.
Am 15. Mai 1919 wird die Stadt Smyrna von griechischen Truppen besetzt. Über 1.000 Zivilisten werden getötet. Dieses Ereignis geht als eins (!) der Massaker von Smyrna in die Geschichte ein. 


Autorin

Hinter Autorin Lydia Conradi steckt die in Deutschland geborene, in England lebende Autorin Charlotte Lyne, deren Familie so farbenfroh ist wie das einstige Smyrna. Charlotte Lyne schreibt außerdem unter den Pseudonymen Carmen Lobato und Charlotte Roth. 

Ihre Romanen "Weil sie das Leben liebten", "Als der Himmel uns gehörte", "Als wir unsterblich waren" und "Bis wieder ein Tag erwacht" drehen sich um die Zeit des zweiten Weltkriegs. Wie in "Das Haus der Granatäpfel" auch, gelingt es ihr auf sehr eindringliche und bewegende Art und Weise persönliche Schicksale in den wirren des Kriegsgeschehens einzuweben und hervorzuheben.

Im persönlichen Gespräch erläutert sie, dass es ihr wichtig ist sich dem Faschismus zu stellen. Sie macht sich Gedanken darüber wie Faschismus entsteht und wie Menschen in dieses Netzwerk aus Wahn hineingelangen können. Sie wünscht sich, dass Fremdenhass abnimmt und sorgt mit ihren Büchern für Aufklärung. 

Dass Faschismus nicht nur im Zweiten Weltkrieg ein großes Thema war, sondern überall auf der Welt zu viel Platz einnimmt, verdeutlicht sie in "Das Haus der Granatäpfel", in dem sie durch die turbulente Familie Delacloche, in der verschiedene Nationen zusammenleben, eine private Atmosphäre zwischen Leser und Figuren schafft.

Dass Smyrna einst schillernd und durch seine Vielfalt an multikulturellem Miteinander eine prächtige Stadt war und zu Fall gebracht wurde, weil es Menschen gab, die wenig Akzeptanz und einen geringen Horizont haben, nicht damit zufrieden waren, verdeutlicht die Dramatik des Themas.

Auf ihren Kanälen in den Sozialen Netzwerken zeigt Charlotte Lyne, dass Faschismus kein Thema der Vergangenheit ist, sondern sehr brisant ist. Sie setzt sich auch dort für Aufklärung ein.






"Das Haus der Granatäpfel" - die Figuren


Klara Reinecke | glücksuchend

Klara ist die Tochter eines deutschen Kaufmanns, der vor allem berufliche Verbindungen nach Smyrna pflegt. Auf einem Silvesterball begegnet sie dem reichen Peter Delachloche, der ihr mit großer Begeisterung von Smyrna erzählt. Klara wittert ein Abenteuer und stimmt einer Verlobung zu, obwohl Peters Werbung zwar ernst, aber eigentlich sehr fad ist. In Smyrna geht Peter ihr schnell auf die Nerven. Er ist zu sanft, zu verständnisvoll, zu nett. Klara nimmt es selbst in die Hand ein Abenteuer zu erleben und stößt damit auf Unmut bei Peters Sippe, die so groß und einnehmend ist, dass Klara sich erdrückt fühlt.

Auf den ersten Blick scheint sie verwöhnt und undankbar, will immer mehr, als sie hat und scheint eine sehr oberflächliche Persönlichkeit zu sein. Dass sie verwundbar und gleichzeitig sehr stark sein kann, lässt sie erst in Zeiten der Not erkennen.
Klara ist eine intensive Figur, die den Leser durch alle Höhen und Tiefen der eigenen Gefühle gehen lässt. Von Unmut über Erstaunen bis hin zu Sympathie steckt alles drin. 


›› Sie waren moderne Frauen - was ihre Mütter erduldet hatten, hatte etwas von einem Mieder, das für die Töchter zu eng geworden war.‹‹ (S. 165)


Peter Delacloche | glücklich

Peter Delacloche ist ein guter Mensch. Er interessiert sich für viele verschiedene Bereiche, ist aufgeschlossen gegenüber Neuem, setzt sich für die Schwachen ein und behandelt seine Diener mit demselben Respekt, den er auch Mitgliedern seines Standes gegenüber bringt.

Von seiner Familie wird er geliebt, aber auch belächelt. Er wird als eher schwächlich angesehen, weil er so viel Mitgefühl und Verständnis hat und bekommt dies so häufig eingebleut, dass er es irgendwann selbst glaubt und als Charakterzug übernimmt.
Dass eine Frau wie Klara sich für ihn interessiert, schürt den Argwohn der Familie gegenüber der Deutschen. 

Peter ist ein liebenswerter Protagonist. Dennoch wird er den Lesern nicht so eindringlich im Gedächtnis bleiben, wie z.B. sein draufgängerischer Bruder Nimrod. Er ist das beste Beispiel dafür, dass es für diejenigen, die Toleranz und Hilfsbereitschaft zeigen, immer schwieriger ist den Panzer derjenigen zu durchdringen, die auf ihre Meinung bestehen, als dies den Lauten möglich ist, die mit Parolen und subtilen Vorstellungen von einer Verbesserung der Welt sprechen, ohne sich die Hände schmutzig zu machen und diese tatsächlich herbeiführen. 


Izmir


Nimrod Delacloche | Glücksritter

Stark, schön, mutig - der geborene Ritter. Ein Mann wie er muss in den Krieg ziehen, seine Heimat, seine Familie verteidigen. Jemand wie er hat einen dicken Panzer, der von nichts und niemandem zu durchdringen ist. Weder vom Feind, noch von wahrer Zuneigung.
Die Erstwirkung, die Nimrod Delachloche hat, ist vorbildlich für das Zeitalter der Geschichte, sowie seine Berufung als Soldat. Nach und nach fallen die Fassaden. Er ist nicht ritterlich, sondern eher oberflächlich. Nimmt sich keine Zeit für die individuelle Persönlichkeit seines Gegenübers, ist aber sehr auf seine Außenwirkung bedacht.

Durch seine Stellung als Soldat, ist er immer dann gefragt, wenn Unruhen entstehen. Da er auch nur ein Mensch ist, gehen die Kämpfe nicht spurlos an ihm vorbei. Ich habe das Gefühl, dass er irgendwann nicht mehr weiß für was und für wen er kämpft. Die Geister der Toten verfolgen ihn. Frieden findet er nicht bei seiner Verlobten Theri, sondern im Alkohol. Wo soll das hinführen?



Blick auf Izmir


Kyrene "Kiki" Delacloche | Glückskind

Kiki ist der Sonnenschein der Familie. Das Nesthäkchen, das mit Frohsinn und Ideen, für Stimmung sorgt und die Familie auf Trab hält. Nicht alles, was sie sich wünscht, ist auch umsetzbar. Sie versucht anderen ihre Ideen ins Ohr zu setzen und weiß, wie sie ihr Gegenüber um den Finger wickeln kann. Für sie macht es keinen Unterschied, ob ihr Gegenüber einer anderen Nation oder Gesellschaftsschicht angehört. Für sie zählt nur die Sympathie untereinander. 

Als jüngste des Delachloche Clans ist sie das Nesthäkchen der Familie und bleibt lange Zeit kindlicher, als ihre älteren Geschwister, die vielmehr mit den Widrigkeiten des Lebens konfrontiert werden, als Kiki.





Xenia Delacloche | glücklos

Xenia ist fortschrittlich in ihrem Denken die Rechte der Frauen betreffend. Mit Missmut betrachtet sie die Traditionen der Muslime, die sich so gar nicht mit ihren Wünschen und Vorstellungen des Alltags einer Frau decken. Sie ist unsterblich in den armenischen Arzt Sevan verliebt und erhofft sich von ihm, dessen Denken über Frauen und Medizin recht konform mit ihrem eigenen verläuft, Unterstützung.

Xenia ist gegen eine Vermischung der Nationen, sieht darin eher Nachteile und äußert ihre Meinung darüber sehr undamenhaft. 

Ihre Schwägerin Kiki ist ihr ein Dorn im Auge, da diese mit Peter einen Mann an ihrer Seite hat, der ihr alle Wünsche von den Augen abliest und sie dabei unterstützen würde ihre eigenen Ziele zu vertreten, dieses Privileg aber mit Füßen tritt.


›› "Vermischen, was nicht zusammengehört, schädigt Völker an der Wurzel." ‹‹ (S. 170)


Eleftheria "Theri" Kantakouzenos | überlebt ebenfalls

Theri ist die Besonnene. Der ruhende Pol der Familien Delacloche und Kantakouzenos.

Die Verlobung zwischen ihr und Nimrod ist seit Jahren eine Vereinbarung, an der es nichts zu rütteln gibt, auch wenn die Liebe der beiden eher einseitig ist. 

Theri versucht ihre Fühler in alle Richtungen auszustrecken, möchte es allen Recht machen, vermitteln und als Bindeglied zwischen unterschiedlichen Meinungen dienen. Die Unruhen zwischen den Völkern erschüttern sie sehr.





Sevan 

Durch eine glückliche Fügung des Schicksals wird aus einem nutzlosen Jungen ein angesehener Arzt. Sevan studiert Frauenheilkunde und arbeitet als Gynäkologe im Hospital, in das Xenia Delacloche eingeliefert wird, als man feststellt, dass ihre Gebärmutter so krank ist, dass sie daran sterben kann.

Sevan denkt fortschrittlich. Er möchte, dass Frauen nicht länger Gebärmaschinen sind und ihr Leben genauso viel wert ist, wie das der Männer. Er setzt sich für moderne Operationsmethoden ein und stößt damit religiöser wie traditioneller Denkweise vor den Kopf. Trotzdem ist er tolerant, möchte keinen Streit auslösen, sondern vielmehr aufklären und vermitteln. Seine Figur ist eine der großen Sympathieträger des Buchs. 

Die Autorin am Golf von Izmir


Tuncay

steht mit seiner Art der des Arztes gegenüber. Er ist Peters Leibdiener und zieht mit Nimrod in den Krieg. Auf der einen Seite möchte er die Werte und Traditionen seines Volkes bewahren, auf der anderen Seite möchte er aber auch, dass sich das Verhalten gegenüber seinen Landsleuten verändert, dass sie mit nicht länger anderen Völkergruppen unterstehen und aus ihrer Schublade der Diener und Zuspieler heraus kommen. Ein schwieriger Balanceakt.



Kriegerdenkmal von Gallipolli


"Das Haus der Granatäpfel" - Fazit:

Lydia Conradi ist es gelungen, das umzusetzen, was ihr im Sinn schwebt. Den Weg zum Faschismus aufs Papier zu bringen und dadurch die Sinne ihrer Leser zu schärfen. Eingebettet wird dieses ernste Thema in einen unterhaltsamen, spannenden, sowie bewegenden Roman, der manches Mal einen Klos im Hals verursacht. Über 600 Seiten prall gefüllt mit Denkanstößen, geschichtlichem Hintergrundwissen und persönlichen Schicksalsschlägen von Dramatik und Hoffnung.


Weitere Stationen der Blogtour:
3.10. Interview mit Lydia Conradi auf Buchstabenmagie


4.10. Das historische Smyrna und das heutige Izmir auf Buchsichten


5.10. Kulinarisches aus dem Buch auf Buchherz


6.10. Lesetagebuch auf The Bookmark


7.10. Rezension auf Die Rabenmutti

Text- und Bildrechte, wenn nicht anders angegeben: 2017, © C. Lynne, © Piper, © N. Eppner

15.09.17

#JdKöKi - Abstimmung des Oktober Titels




Nun ist es wieder soweit,
es ist Königskinderzeit.
Fesche Titel, schicke Bücher,
zückt die Stifte, Taschentücher,
klickt den Link und wählt,
das Königskind, das für euch am meisten zählt.

Nicht schön, aber mir war gerade danach und ich hoffe, es erzielt den gewünschten Erfolg. Einfach auf diesen Link klicken und für deinen Favoriten abstimmen. Ganz Kostenfrei und ohne Anmeldung. Einfach aus Liebe zu besonderen Büchern.








"Wörter auf Papier" | Vince Vawter | Nanni von Fantasie und Träumerei


***Meine Seele stottert nicht***
Victor ist der beste Werfer von ganz Memphis. Nicht nur beim Baseball. Jede Zeitung, die er austrägt, landet perfekt auf der Veranda. Doch wenn Victor an Freitag denkt, wird ihm mulmig zu Mute. Dann muss er das Geld bei den Abonnenten einsammeln. Und das, wo er so sehr stottert, dass er kaum zwei Wörter hintereinander herausbringt.
Der heiße Sommer 1959 bringt die seltsamsten Begegnungen mit sich. Da ist Mrs Worthington, die Kummer hat; der Fernsehjunge, der nie rauszugehen scheint; und der weise Mr Spiro, der Victor einen stotternden Dichter nennt. (Quelle: Carlsen)

"Wörter auf Papier" ist eins meiner Lieblingskönigskinder. Vince Vawter hat seine eigene Biografie, die sicher von vielen Ängsten und Hürden geprägt ist, zu einem Roman über Mut und Toleranz verarbeitet. Sein Protagonist stellt sich den eigenen Ängsten und zeigt, wie dumm es ist, Menschen auf oberflächliche Merkmale zu reduzieren. Ein toller Kerl, der mir sehr ans Herz gewachsen ist.



"Mein Name ist nicht Freitag" | Jon Walter | Dani von Brösels Bücherregal

Samuel ist bei Gott. Seltsam nur, dass es im Himmel stockdunkel ist, die Vögel trotzdem singen und dass er gefesselt ist. Als er vor Gottes Angesicht tritt, sieht der eher aus wie Der Teufel. Und Der Teufel nennt ihn Freitag und verkauft ihn als Sklaven an einen weißen Jungen, der gerade mal so alt ist wie Samuel. Für 600 Dollar. Er kommt auf eine Plantage in Mississippi, wo es keinen interessiert, wer er ist, dass er lesen kann, dass er zu seinem kleinen Bruder muss. Aber der Bürgerkrieg rückt immer näher – und damit auch die Hoffnung auf Freiheit.(Quelle: Carlsen)

Was bekam ich Gänsehaut, als ich den Klappentext dieses Titels gelesen habe. Die Stichworte Teufel, Gott, Sklavenhandel, Bürgerkrieg und Hoffnung sind mal wieder ein klassisches Beispiel für ein zu Herzen gehendes Buch aus dem Königskinder Verlag, dass garantiert wieder grandios erzählt wird. Es ist bestimmt dramatisch, bedrückend und gleichzeitig so schonungslos wie hoffnungsvoll erzählt, dass es schlichtweg wert ist, auch die dunklen Seiten des Buches auszuhalten.



"Marcus" | Simone Lia | Ina von Ina's little Bakery

*** Eine philosophische Betrachtung über die Freundschaft; ein Geschenkbuch für Erwachsene, zweifarbig illustriert ***
Marcus ist ein Wurm. Laurence ist ein Flamingo. Allerdings ein Flamingo, der einem Huhn verblüffend ähnlich sieht. Als Marcus aus Versehen in Laurence' Frühstück landet, ist das nicht sein Ende. Sondern der Anfang einer wunderbaren Freundschaft, die sie über Paris bis nach Afrika führt. Nichts auf dieser Reise entspricht ihren Erwartungen: weder die unzähligen Eiffeltürme in Paris noch die Koalabären in Kenia. Aber am Ende gibt es Kartoffelbrei und die Erkenntnis: Egal ob in Afrika oder doch nur vor der Haustür - es lebe die Freundschaft! (Quelle: Carlsen)

Die Wahl ist mir dieses Mal echt sehr schwer gefallen, aber letzten Endes auf MARCUS von Simone Lia gefallen, denn ich vermute hinter dem Titel und der Beschreibung ein unterhaltsames Werk, das das Gemüt beim Lesen sicherlich ein wenig erhellen dürfte. Sowas brauche ich gerade, wo es doch jetzt in die trübe Jahreszeit ( auch wenns meine Liebste ist ) geht.



"Café Morelli" | G. R. Gemin | Sandy von Nightingale's Blog

Als der vierzehnjährige Joe erfährt, dass das Café seines geliebten nonnogeschlossen werden soll, ist er entsetzt! Und schwört sich, alles zu tun, damit das nicht passiert. Doch das ist leichter gesagt als getan, denn die glorreichen Zeiten des "Morelli" scheinen vorüber. Zum Glück aber hat Joe nicht nur den italienischen Dickkopf seines Großvaters geerbt, sondern in seiner Cousine Mimi auch eine raffinierte Köchin, die mit ihren großartigen Gerichten die gesamte Straße in Verzückung versetzt. So weht durch das kleine walisische Viertel bald schon ein Hauch Dolce Vita. Und Joe muss feststellen: Familie, Freunde und die beste Pasta der Welt – manchmal braucht es einfach nur die richtigen Zutaten. (Quelle: Carlsen)

Meine Wahl fällt auf "Café Morelli" von G.R. Gemins. Bereits mit seinem Debüt zauberte mir der Autor ein entrücktes Lächeln ins Gesicht. Daher kann ich es kaum erwarten auf Joe zu treffen, der nicht nur das geliebte Café seines Großvaters retten will, sondern selbst die Liebe zu italienischem Essen und seine Wurzeln [neu] entdeckt. Damit sendet der Autor für mich eine tolle Message. Und so eine gute Portion Dolce Vita kann doch jeder von uns vertragen!



"Das Fieber" | Makiia Lucier | Nils von Bunteschwarzweisswelt

***historisch und doch hochaktuell***Herbst 1918 : Die Spanische Grippe hat die Welt bereits im Griff. Aber für Cleo ist sie weit weg, sie ist mit sich selbst und ihrer Zukunft beschäftigt: Heiraten, Bohemien werden oder an die Universität? Doch die Gegenwart holt Cleo bald brutal ein. Die Seuche erreicht ihre Heimatstadt: Schulen, Geschäfte, Theater schließen - das öffentliche Leben kommt zum Stillstand. Und die Zahl der Opfer wächst: Nicht Kleinkinder und Alte, sondern vor allem Menschen in der Blüte ihres Lebens sterben. Als das Rote Kreuz freiwillige Helfer sucht, beschließt Cleo, nicht mehr untätig zu sein. Selbst wenn es den Tod bedeuten könnte. (Quelle: Carlsen)

Ich finde, dass sich das Buch super spannend und gut anhört. Vor allem, weil es ein Thema behandelt, über welches ich noch nie zuvor in einem Buch gelesen habe- Seuche. Ich bin super gespannt, was die Protagonistin erlebt und wie sich das Leben durch die Seuche verändert.




"Lieber Daddy-Long-Legs" | Jean Webster | Anja von Der Bücherblog

Fast 18 Jahre hat Judy Abbott im Waisenhaus gelebt. Wegen ihrer literarischen Begabung wird sie nun von einem geheimnisvollen Wohltäter aufs College geschickt. Der Mann möchte namenlos bleiben, Judy soll ihm aber jeden Monat einen Brief über ihre Fortschritte schreiben. Voller Begeisterung stürzt sich Judy in dieses unbekannte Leben. Mehr als einmal im Monat schreibt sie „Mr Smith“, denn sie hat ja sonst niemanden auf der Welt, mit dem sie ihre Erlebnisse teilen kann. Briefe voller Witz, über Hüte und Literatur, über neue Freundschaften und immer öfter auch über den sympathischen Jervis Pendleton. (Quelle: Carlsen)

Für den Oktober möchte ich gerne "Lieber Daddy-Long-Legs" nominieren. Der Briefroman von Jean Webster hat bereits mehr als 100 Jahre auf dem Buckel, scheint aber trotzdem noch nicht verstaubt zu sein, warum sonst sollte der Königskinder Verlag das Buch in sein Programm aufnehmen? Ich hoffe, genauso positiv von dem Buch überrascht zu werden wie schon bei „Das Schloss in den Wolken“, dessen Autorin trotz der Entstehungszeit sehr fortschrittliche und feministische Ansichten hatte.



"Die Anatomie der Nacht" | Jenn Bennett | Anni von Bücherstapel

**San Francisco bei Tag und bei Nacht***
Vielleicht lernt man solche Jungen ja nur zu später Stunde kennen. Im Nachtbus, wenn man die letzte Bahn verpasst hat und nur hoffen kann, dass Mom auch noch nicht zu Hause ist. Wenn ganz andere Leute unterwegs sind als sonst. Zum Beispiel dieser Typ mit den schwarzen Klamotten, der aussieht, als wolle er den nächsten Schnapsladen ausrauben. Doch Bex stellt fest: Jack ist kein Kioskräuber. Er ist der Graffitikünstler, der seit Wochen San Franciscos Bauwerke mit riesigen goldenen Buchstaben verziert. Aber das hält nicht jeder für Kunst; genauso wie nicht jeder Bex‘ anatomische Studien schön findet.
Bei Tag und bei Nacht, auf den Dächern der Stadt und in den Tunneln der U-Bahn wächst ihr Vertrauen zueinander. Und zwischen ihnen erblüht die Liebe. (Quelle: Carlsen)

Ich wünsche mir für den nächsten Monat Die Anatomie der Nacht von Jenn Bennett. Das Buch zieht schon seit Januar immer wieder meine Aufmerksamkeit auf sich und deshalb möchte ich es diesmal (endlich) ins Rennen schicken. Ich finde Titel und Cover toll und mag natürlich auch den Inhalt! Ich erhoffe mir eine schöne, tiefreichende Liebesgeschichte im (für mich bisher leider unbekannten) San Francisco. Ich freue mich auf die künstlerisch veranlagten Protagonisten und auf die Stadt, die hoffentlich auch eine Rolle spielt.




And the Winner is:







"Die Anatomie der Nacht" / Jenn Bennett

Wer hat es schon gelesen? Wer wird mit uns gemeinsam lesen?
(Nutz gerne den #JdKöKi, damit wir uns deinen Beitrag anschauen können. Wir sind gespannt auf deine Meinung.)






Bisher gelesene Bücher:


JANUAR | "Salz für die See" von R. Sepetys


Ich habe viele Tränen geweint. Tränen der Trauer, der Wut und Tränen der Hoffnung in Hoffnungslosen Situationen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich jemals ein Buch gelesen habe, das mich so bewegt hat.

"Salz für die See" ist ein außergewöhnliches Buch. Nicht in seiner Thematik, aber in seiner Umsetzung. Gefühlt geht jedes einzelne Wort tief unter die Haut. Brennt in den Kopf was einmal war und nie mehr so sein soll. Es ist ein Buch, das absolut jeder lesen sollte.

FEBRUAR | "Alles, was ich sehe" von M.L. Curtis


"Alles, was ich sehe" lebt von seinen Protagonisten. Ob Maggie mit all ihrer Wut und Verzweiflung, der stille Mason oder die extrem optimistische Clarissa - sie alle tragen dazu bei, dass dieser Roman eine wundervolle Erzählung wird.

Ein ganz besonderer Protagonist ist Ben. Er ist Autorin Marci Lyn Curtis wirklich gut gelungen. Ein Mensch, den ich gerne einmal treffen würde.


MÄRZ | "Das Schloss in den Wolken" von L. M. Montgomery

"Das Schloss in den Wolken" ist ein zeitloser Roman über Träume und den Mut diese in die Tat umzusetzen. Ich selbst trage die Verantwortung für mein Glück. Protagonistin Valancy geht mit gutem Beispiel voran und zeigt mir, dass nichts unmöglich ist, scheint es auch noch so schwierig.




APRIL | "Der Koffer" von R. Roe


Bevor ich mit "Der Koffer" begonnen habe, wusste ich, dass eine sehr bewegende und bedrückende
Geschichte auf mich zukommt. Dass der Roman solche Ausmaße annimmt, dass es diesen Verlauf gibt, der weit ab von dem ist, was man einen normalen Umgang mit Kindern und Jugendlichen nennt, damit habe ich nicht gerechnet. Robin Roe hat mich zutiefst erschüttert. Es macht mich traurig daran erinnert zu werden, dass es Menschen gibt, die so mit anderen umgeht. Und trotzdem gibt es ganz viele Momente, die mir ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Einfach, weil es nicht nur böse Menschen gibt, sondern auch ganz nette, die Anteil nehmen am Schicksal ihrer Mitmenschen, die sich interessieren und ihr Herz für Andere öffnen, egal welcher Herkunft, Hautfarbe oder sozialer Schicht sie entstammen.

MAI | "Der Geruch von Häusern anderer Leute" von B.-S. Hitchcock


„Der Geruch von Häusern anderer Leute“ hat sehr viel in mir ausgelöst. Die Schicksale der Jugendlichen sind keine leichte Kost und nur schwer verdaulich. Immer dann, wenn ich am wenigsten damit gerechnet habe, haben sie wieder unter der vollen Härte des Lebens leiden müssen. Das hat mich emotional ziemlich aufgewühlt und immer wieder das Buch aus der Hand legen lassen, obwohl die darin konzipierte Spannung nach weiterlesen verlangte.




JUNI | "Zwillingssterne" von C. Moracho


Im Großen und Ganzen hat mir der Roman ganz gut gefallen. Die Grundidee ist gut und die Schreibe
holt mich dort ab, wo ich es nicht vermutet hatte. Eine kleine Kritik habe ich aber doch. Ab und an habe ich das Gefühl, dass sich die Autorin verzettelt. Weniger ist mehr. Hier und dort ein paar Szenen eingespart und die eigentliche Situation, die Schwierigkeiten, die Althea und Oliver belasten, ihr Leben zu einem Vulkan kurz vor dem Ausbruch werden lassen, mehr auf den Punkt gebracht. Das hätte ich mir gewünscht.


JULI | "Jane & Miss Tennyson" von E. Mills


„Jane & Miss Tennyson“ ist das mehr als gelungene Debüt der Vloggerin Emma Mills. Zwischen
Devons romantischen Wünschen nach der großen Liebe, offenbart sich ein Roman mit viel Tiefgang. Ein Roman, der zeigt wie wichtig es ist eine eigene Meinung zu bilden und nicht hinter Oberflächlichkeiten herzurennen. Geschrieben von einer Autorin, die offensichtlich weiß wie wichtig wahre Freundschaft ist und was sie bedeutet.




AUGUST | "Winger" von Andrew Smith 


"Winger" hat mich echt umgehauen. Hier und da gab es zwar einige
Längen und vielleicht wurde auch etwas oft, das Wort "pervers" genannt, ohne dass mir die Wichtigkeit der häufigen Nennung klar war, aber letztendlich ist es eine Geschichte, die mich beeindruckt und für ordentlich Gänsehaut gesorgt hat. Die ausgewogene Mischung aus Drama und Humor, sowie der extrem starke Protagonist Ryan Dean, der aufzeigt wie unterschiedlich Selbstbild und Außenwahrnehmung sein können und wie wichtig Freundschaft ist, hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen.













LinkWithin

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...