23.12.12

Der Wind der Erinnerung - Kimberly Wilkins


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Als Emma das Haus ihrer verstorbenen Großmutter Beattie erbt, hat sie wenig Lust, sich mit Kisten voller Erinnerungsstücke herumzuschlagen. Doch ein mysteriöses Foto lässt sie nicht mehr los. Es zeigt Beattie als junge Frau neben einem Mann, der besitzergreifend die Arme um sie legt. Zwischen den beiden: ein kleines rothaariges Mädchen. Nur, der Mann ist nicht Emmas Großvater – und wer ist das Kind? Schon bald vermag sich Emma den Geheimnissen von Beatties Vergangenheit nicht mehr zu entziehen …
AUTORIN:
(Quelle: Droemer Knaur)
Kimberley Wilkins hat erfolgreich sowohl Kinder- und Jugendbücher als auch Romane für Erwachsene publiziert. Ihre Werke wurden unter anderem mit dem Romantic Book of the Year Award, dem Aurealis Award und dem Lynne Wilding Award ausgezeichnet sowie für zahlreiche andere Preise nominiert. Kimberley Wilkins lebt mit ihrer Familie in Brisbane, sie ist Dozentin an der Universität von Queensland.
EIGENE MEINUNG:
Ein bitteres Geheimnis und Charaktere, die dem Leser ans Herz wachsen, das ist Kimberly Wilkins Roman "Der Wind der Erinnerung", der mich so packen konnte, dass die knapp 500 Seiten (leider) wie im Flug vergingen.
Beattie ist gerade einmal 17 Jahre alt, als sie erfährt, dass sie von ihrem Liebhaber, dem verheirateten Henry McConall schwanger ist. Aus Angst vor dem Gerede der Nachbarn wird sie von den Eltern verstoßen. Doch Henry, der ganz vernarrt in sie ist, nimmt sich ihrer an und flieht mit ihr ins ferne Australien. Dort angekommen holt der Ernst des Alltags sie jedoch sehr schnell ein. Henry spielt, trinkt und schnell häufen sich Schulden an, denen sie nicht mehr gewachsen sind. Beattie hat kaum genug Geld um Nahrungsmittel für sich und ihre kleine Tochter Lucy zu kaufen. Kurzerhand schnappt sie sich das Kind und flieht mit ihr. Sie versucht bei einer Näherin unterzukommen, um dort Geld zu verdienen, landet jedoch auf einer Schaffarm. Dort schlägt das Schicksal unerwartet zu ...
Emma hat sich ihren Traum eine berühmte Ballerina zu werden, erfüllt. Sie ist wohlhabend, hat einen tollen Freund und lebt für ihren Beruf. Doch dann wendet sich das Blatt: Josh trennt sich von ihr und sie erleidet einen Unfall, der sie die Karriere kostet. Sie wird nie wieder so tanzen können, wie sie es einmal getan hat. Um aus diesem Schockzustand heraus zu kommen, reist sie nach Australien zu ihrer Familie. Dort erwartet sie ein unverhofftes Erbe ihrer gliebten Großmutter. Sie lernt nicht nur einiges über ihre Vergangenheit, sondern lernt den Menschen kennen, der tief in ihr verborgen liegt ...
Kimberly Wilkins hat einen Roman geschrieben, der sich nicht nur dank ihrer bildlichen Schreibe schön und schnell lesen lässt. Es gelingt ihr unheimlich gut den Spannungsbogen immer wieder hoch zu ziehen, so dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Nicht selten dachte ich: "Ach eben mal schnell noch 20-30 Seiten lesen" und hörte eigentlich immer erst dann wieder auf, wenn die Zeit es tatsächlich nicht mehr zu ließ auch nur eine weitere Seite zu verschlingen.
Grund dafür sind die starken und eigensinnigen Protagonistinnen, die, sicherlich dadurch bedingt wie sie aufgewachsen sind, unterschiedlich sind, sich im Herzen jedoch sehr ähneln. Vor allem von Beatties Geschichte, die nicht nur  positiv verläuft und sehr authentisch die Stimmung im Tasmanien Anfang des 20. Jahrhunderts beschreibt.
FAZIT:
"Der Wind der Erinnerung" weht durch diesen Roman, der beim Lesen nicht nur Freude bereitet, sondern auch mit der authentischen Geschichte einer starken Frau, die sich gegen Konventionen und Vorurteile behaupten muss, die Herzen der Leser rührt.
BEWERTUNG:
Kuh 45
BUCHINFO:
Knaur HC (August 2012)
496 Seiten
19,99 €
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