02.02.13

Die geheime Sprache der Liebe - Ellen Block



KLAPPENTEXT:
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Manche Wunden kann man nicht in Worte fassen. Doch das Leben kann sie heilen …
Nach einem Schicksalsschlag reist Abigail Harker auf eine einsam gelegene Insel, um dort einen alten Leuchtturm zu hüten. Sie will mit ihrer Trauer allein sein – aber ihr neues Heim entpuppt sich als renovierungsbedürftig und fordert ihren tatkräftigen Einsatz. Die schrulligen Inselbewohner sind dabei zunächst keine Hilfe. Doch ausgerechnet dank ihnen fasst Abigail langsam neuen Lebensmut – und lernt, dass auch die tiefsten Wunden heilen. Selbst wenn es keine Worte gibt, um sie zu beschreiben …

AUTORIN: 
(Quelle: blanvalet)
Ellen Block studierte Kunstwissenschaft und kreatives Schreiben. Bisher hat sie eine Kurzgeschichtensammlung und vier Romane veröffentlicht. Die geheime Sprache der Liebe ist ihr erster Roman, der in deutscher Sprache erscheint. Ellen Block lebt in Los Angeles.

EIGENE MEINUNG:
"Niemals war ein Wort, aus dem sie sich nichts machte. Nicht wegen der Unendlichkeit, die es beinhaltete, oder weil es so verbissen nachtragend klang, sondern weil es per Definition, unwahrscheinlich war. Unwahrscheinlichkeit irritierte sie."
Lexikografin Abigail flieht. Sie flieht aus ihrem Zuhause, das es nicht mehr gibt. Das abgebrannt ist, vom Feuer verschlungen und mit ihm ihr geliebter Mann und der kleine Sohn. Zwischen Schutt und Asche ist nichts mehr übrig geblieben, außer den Erinnerungen in Abbys Kopf und tiefen, schmerzhaften Wunden. Sie läuft weg, vor den schrecklichen Gedanken, die immer wieder ihren Kopf beherrschen, und landet auf der kleinen Insel Chaple Isle, dort wo ihr Mann als Kind oft Urlaub gemacht und so wundervolle Erinnerungen mit verbunden hat. Ein Ort, den sie immer mal gemeinsam besuchen wollten und der nun mit all seiner Anonymität so gut zu Abbys Einsamkeit passt.
Dachte Abigail Harker zumindest, doch da hat sie ihre Rechnung ohne die Bewohner von Chaple Isle gemacht. Schrullig, teils verschroben und neugierig, stellt man dort die Uhren einfach so wie man sie gerade braucht. Nichts für die ruhige Abby, die sich zwischen Gewohnheiten und Regelmäßigkeiten sicher fühlt, die bei Aufregung lateinische Verben dekliniert, um wieder zur Ruhe zu finden. Als neue Leuchtturmwärterin von Chaple Isle, wohnhaft im Cottage des Leuchtturms, besser auch als Bruchbude bekannt, steht sie im Fokus der Bewohner. Doch schnell schließt sie die ein oder andere, wenn auch etwas außergewöhnliche Freundschaft. Und sogar ihr hauseigener Geist scheint sie so langsam zu mögen …
"Die geheime Sprache der Liebe" ist ein sehr schönes Büchlein, das mir sehr viel Freude bereitet hat und mich immer wieder überraschen konnte. Etwas irreführend finde ich den Namen des Romans, der gemeinsam mit dem romantisch angehauchten Cover, eine Liebesgeschichte verspricht und mir schon etwas Angst gemacht hat, ich könnte auf allzu viel schnulziges treffen. Dies ist jedoch so ganz und gar nicht der Fall. Die Liebe, die im Buch eine Rolle spielt ist die der Bewohner zu ihrer kleinen Insel, die einfach etwas besonderes ist.
Und wie es sich für so einen abgeschiedenen Ort gehört gibt es dort die seltsamsten, aber liebenswerte Menschen. Ich weiß gar nicht, wen der Bewohner ich am liebsten mag. Ob es der humorvolle Merle Braithwaite ist, der für mich immer wie ein alter Seebär klingt, der Kindskopf Denny oder Bert, der einstmals bei der NASA gearbeitet hat und nun für Ruhe und Ordnung im Waschsalon aka mit Waschmaschinen und Trocknern voll gestellte Garage, für Ordnung sorgt. Jeder der Inselbewohner hat so sein kleines Geheimnis, doch das bewahrt man gern, denn auf Chaple Isle gilt, eine Gefälligkeit gegen Gefälligkeit zu tauschen.
Die Schreibe von Ellen Block liest sich wunderschön, ist dem Flair der Insel angepasst und mit der Liebe zum geschriebenen Wort mit viel Wärme ausgestattet. Ich hoffe, dass noch weitere Bücher der Autorin ins Deutsche übersetzt werden.

FAZIT:

"Die geheime Sprache der Liebe" oder besser gesagt "The language of sand" ist eine liebenswerte Geschichte über eine kleine Insel und seine etwas anderen Bewohner. Es ist ein Roman über Geheimnisse, das Leben, Familie und Verletzungen, die tiefe Wunden schlagen und Narben hinterlassen. Ein überraschendes, sehr charmantes Ende rundet den Roman mit dem tollen Inselflair zu einer wärmenden Geschichte voller Überraschungen und Spannung, für sehr nette Lesestunden, ab.
BEWERTUNG:
Kuh 45
BUCHINFO:
blanvalet (Juni 2012)
384 Seiten
8,99 €
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Nanni

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