07.04.13

Herzblut - V. Klüpfl / M. Kobr


KLAPPENTEXT:
978-3-426-19937-4_jpg_30201641Kluftinger ist sich sicher: Bei einem anonymen Handyanruf, der ihn ausgerechnet während einer der gefürchteten Pressekonferenzen seines Chefs erreicht, wird er Zeuge eines Mordes. „Alpträume von zu viel Schweinsbraten“, tun seine Kollegen diesen Verdacht ab. Kluftinger ermittelt auf eigene Faust und findet am vermeintlichen Tatort jede Menge Blut, aber keine Leiche. Da überschlagen sich die Ereignisse: Mehrere brutale Mordfälle, anscheinend ohne Zusammenhang, erschüttern das Allgäu. Als dann doch noch der Großteil des abgängigen Toten auftaucht und Kluftinger endlich herausfindet, was all die Verbrechen verbindet, ist es fast schon zu spät ...
Dabei steht er auch privat unter Druck: Seit Tagen leidet er unter heftigem Herzstechen und befürchtet sofort das Schlimmste. Eine demütigende Untersuchung bei Erzfeind Doktor Langhammer scheint das zu bestätigen. Doch der Kommissar ist entschlossen, das Ruder noch einmal herumzureißen. Aber ob fleisch- und kässpatzenarme Ernährung und ein Yogakurs da die richtigen Mittel sind?
AUTOREN:
(Quelle: Droemer Knaur)

Volker Klüpfel teilt mit Kluftinger den Heimatort Altusried. Doch den ehemaligen Journalisten hat es beruflich nach Augsburg verschlagen. Dort lebt er nach wie vor mit seiner Familie, auch wenn ihn sein Beruf nun nicht mehr in die Kulturredaktion der Augsburger Allgemeinen, sondern an seinen Autoren-Schreibtisch führt. Studiert hat Klüpfel, Jahrgang 1971, Politik und Geschichte in Bamberg, arbeitete dann bei einer Zeitung in den USA und vertreibt sich seine Zeit mit Sport und Theater – entweder als Zuschauer oder als Mitspieler bei den Freilichtspielen in Altusried. Wie Kommissar Kluftinger.
Michael Kobr, geboren 1973 in Kempten im Allgäu, studierte Germanistik und Romanistik in Erlangen. Er arbeitete nach dem Staatsexamen an verschiedenen Realschulen in Bayern, momentan aber ist er beurlaubt – um sich dem Schreiben der Romane, den Shows und der Familie widmen zu können. Kobr wohnt mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern im Allgäu.
EIGENE MEINUNG:
Ich bin begeistert!! Die Herren Klüpfl und Kobr scheinen sich von Fall zu Fall zu steigern, weswegen ich ein bisschen traurig bin, dass das Buch nun schon durchgelesen ist. Aber die Kriminalität schläft ja bekanntlich nicht und so hoffe ich doch sehr, dass der nächste Fall des kauzigen Kommissars nicht allzu lange auf sich warten lässt.
Zwei Tote kurz aufeinander, ob es sich dabei wohl um eine Mordserie handelt? Doch bislang sind keinerlei Gemeinsamkeiten zwischen den Opfern zu erkennen. Kommissar Kluftingers lang erprobte Spürnase und sein Gefühl für das Unentdeckte, geben jedoch keine Ruhe...
Für mich ist das schönste an den Krimis des Autorenduos Klüpfl und Kobr nicht der Krimi selbst, sondern seine Protagonisten. Kluftinger und seine familiären Probleme, sein Erzfeind Dr. Langhammer, Ernährungsschwierigkeiten …  All das ist einfach so köstlich und herzlich beschrieben, dass es mir immer wieder schwer fällt den Kommissar wieder verlassen zu müssen.
Nicht nur die Mordserie macht Klufti sehr zu schaffen, sondern seit neustem auch seine Gesundheit. Klar, er hat bisher nicht nur förderliches für die Gesundheit getan. Ganz im Gegenteil: fette Kässpatzen (sein Leibgericht, wenn`s denn dann von der Erika gekocht wurde) , Wurschtsalat und das Feierabendbier sind nicht gerade das, was den Cholesterinspiegel senkt und das Herz belebt. Und eben dieses scheint ihm nun Schwierigkeiten zu bereiten. Stechen und Beklemmungen machen ihm arg Sorgen. Sein Besuch bei Dr. Langhammer, der scheinbar vor ihm verheimlichen möchte, dass die Pumpe nicht mehr ganz in Ordnung ist, sorgt nicht gerade dafür, dass er sich besser fühlt. Er ergreift die Innitiative und kümmert sich selbst um sein Wohlergehen. Mit Gemüse, Wasser und Yoga …
Auch sein Privatleben hält einige Hindernisse für ihn bereit, doch was wäre Klufti, wenn er nicht auch diese meistern würde. Und so hat er seit neustem ein Skype Konto, einen Ratgeber über die japanische Kultur und ein Gespräch mit dem zukünftigen Schwiegervater seines Sohnes, Doktor Sudoku – pardon – Sazuka, ist für ihn ein Klacks. Dass seiner Familie manchmal nichts anderes übrig bleibt als die Hände überm Kopf zusammen zu schlagen übersieht er geflissentlich.
FAZIT:
Wer beim Anblick einer Leiche genau so Magenprobleme bekommt wie unser lieber Kommissar Kluftinger, der ist bei den Krimis des Autorenduos Klüpfl und Kobr genau richtig. Sarkastische ...äh ich meine scharfsinnige Polizeiarbeit und das Leben des Protagonisten stehen hier im Vordergrund und bewegen mich immer wieder dazu laut aufzulachen und meiner Familie immer und immer wieder Textstellen aus dem Buch vorzulesen. Für mich ist „Herzblut“ bisher der beste und lustigste Krimi dieser Reihe und ganz nebenbei hatte ich auch erst im letzten Drittel des Buches überhaupt eine Ahnung wer der Täter sein könnte. Eine absolute Leseempfehlung nicht nur für „Herzblut“, sondern für alle Krimis rund um den kauzigen Kommissar und sein facettenreiches Ermittlerteam.
BUCHINFO:
Droemer Knaur (Februar 2013)
400 Seiten
19,99 €
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REIHENINFO:
Milchgeld
Erntedank
Seegrund
Laienspiel
Rauhnacht
Schutzpatron
Herzblut
Klufti interaktiv: klick >hier<

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