04.06.13

An einem Tag im Winter - Judith Lennox


KLAPPENTEXT:
61b563e7ddIm Cambridgeshire der frühen 1950er-Jahre tritt die junge Chemikerin Ellen Kingsley ihre erste Stelle an. Nach dem dubiosen Tod eines Kollegen fällt ihr Verdacht auf ihren ebenso charismatischen wie undurchsichtigen Vorgesetzten Marcus Pharoah. Ellen wird prompt entlassen, der junge Detective John Riley in seinen Ermittlungen gestoppt. Ellen geht nach London und trifft ihre flatterhafte Schulkameradin India wieder. Beide Frauen suchen nach ihrem Platz im Leben – India verbringt Jahre in Neuengland, Ellen beginnt an der Uni Karriere zu machen. Doch es dauert, bis sie sich ihre Gefühle für John eingestehen kann. Und als ihre Freundin India ausgerechnet dem Werben Marcus Pharoahs nachgibt, werden endlich auch die Schatten gelüftet, die viel zu lange schon auf ihm und seiner Familie lasten.

AUTORIN:
(Quelle: Piper)

Judith Lennox, geboren 1953 in Salisbury, wuchs in Hampshire auf. Mit ihrem Roman »Das Winterhaus« gelang ihr ein großer Erfolg, an den sie unter anderem mit »Zeit der Freundschaft«, »Das Erbe des Vaters«, »Alle meine Schwestern«, und »Der einzige Brief« anknüpfte. Zuletzt erschienen die Bestseller »Das Haus in den Wolken« und »Das Herz der Nacht«. Judith Lennox liebt Gärtnern, ausgedehnte Wanderungen, alte Häuser und historische Stätten. Sie lebt mit ihrem Mann in Cambridge. Die beiden sind Eltern dreier erwachsener Söhne.

EIGENE MEINUNG:
„An einem Tag im Winter“ ist bereits mein dritter Roman der Autorin Judith Lennox und konnte mich leider nicht so sehr begeistern wie seine Vorgänger. Dennoch hat auch diese Geschichte mal wieder gezeigt, dass die Autorin ihr Handwerk versteht, Schicksal und Leben so zu einem Gefüge zu verbinden, dass ein leichter, unterhaltsamer Roman daraus entsteht, der für jeden verständlich ist und somit eine recht breite Masse der Unterhaltungsliteratur anspricht.

Ellen hat gerade ihr Studium als Chemikerin abgeschlossen, als es ihr auch schon gelingt eine Stelle zu bekommen. Zum ersten Mal begegnet sie dem Leben ganz alleine, ohne den sicheren Schoß der Eltern. Und bekommt es auch prompt mit voller Breitseite zu spüren, denn sie entdeckt die Leiche eines Kollegen, der sie zuvor in ein Geheimnis eingeweiht hat. Während sie bemüht ist den Fall gemeinsam mit dem jungen Detective Riley aufzuklären, versucht ihr Vorgesetzter ihr den Hof zu machen. Sie fällt auf seine Tändeleien nicht herein und wird kurzerhand entlassen. Auf der Suche nach sich selbst zieht es sie nach London, wo sie nicht nur ihre alte Schulkameradin India wieder trifft …

Ellen ist leider eine Protagonistin, zu der ich nicht gerade schnell Zugang gefunden habe. Sie wirkt sehr jung und naiv und übersieht viele Dinge ihrer Mitmenschen bzw. deren Handeln, die man als Leser sofort erkennt. Das ist von der Autorin bestimmt beabsichtigt, ging mir aber anfangs ein bisschen auf die Nerven. Ellen findet jedoch im Verlauf der Geschichte zunehmends zu sich selbst und damit auch zu mehr Sicherheit und Selbstbewusstsein, so dass sich ihre Ausstrahlung auch noch verändert. Dennoch ist es schwierig mit einer Protagonistin, zu der man nicht direkt eine Beziehung aufbauen kann.

Ein weiterer Kritikpunkt ist für mich die Atmosphäre. Genau diese Fähigkeit eine spannende und dichte Atmosphäre aufzubauen, habe ich an der Autorin sehr geschätzt. In „An einem Tag im Winter“ gelingt ihr dies meiner Meinung nicht so sehr gut.

FAZIT:
„An einem Tag im Winter“ ist fü mich nicht der beste Roman der Erfolgsautorin Judith Lennox. Dennoch habe ich die Geschichte recht schnell gelesen und mich davon unterhalten lassen. Ich werde ihr auch weiterhin treu bleiben und freue mich schon jetzt auf neue Bücher der Engländerin.

BUCHINFO:
Piper (November 2012)
560 Seiten
19,99 €
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Nanni

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