20.08.13

Das Haus zur besonderen Verwendung - John Boyne

KLAPPENTEXT:
Russland 1915: In einem kleinen Dorf verhindert der sechzehnjährige Bauernsohn Georgi mit Glück und Geistesgegenwart ein Attentat auf ein Mitglied der Zarenfamilie. Zar Nikolaus II. ruft Georgi daraufhin nach Sankt Petersburg, wo er ihn zum Leibwächter seines einzigen Sohnes ernennt, der nicht nur als Thronfolger in ständiger Lebensgefahr schwebt. Georgi weicht dem kleinen Zaren fortan nicht mehr von der Seite – und findet in ihm einen Freund. In den prunkvollen Sälen des Winterpalais begegnet er auch der Zarentochter Anastasia. Sie verlieben sich, wohl wissend, dass diese Liebe nicht sein darf. Doch Georgi ist entschlossen, für Anastasia bis zum Äußersten zu gehen. Aber dann erhebt sich das Volk gegen den Zaren; das ganze Land taumelt dem Abgrund der Revolution entgegen. Anastasia und ihre Familie werden an einen geheimen Ort verschleppt – ins »Haus zur besonderen Verwendung«. 
Mit diesem außergewöhnlichen Roman hat John Boyne den Menschen, die eine der dramatischsten Epochen Russlands erlebt und erlitten haben, ein Denkmal gesetzt. Die Geschichte vom tapferen Georgi, seinem kleinen Schützling und seiner großen Liebe ist eine Geschichte, die man nie mehr vergisst.
ZUM AUTOR:
John Boyne gelang der internationale Durchbruch mit seinem Roman "Der Junge im gestreiften Pyjama", der in vielen Ländern auf der Bestsellerliste stand und fürs Kino verfilmt wurde.
EIGENE MEINUNG:
Es gibt Bücher, die sieht man und ist sofort von ihnen fasziniert. Dann beginnt man zu lesen und liebt dieses Buch, weil es etwas Besonderes ist und einem immer im Herz und Gedächtnis bleiben wird.
Genau so ging es mir mit dem "Haus zur besonderen Verwendung". Begeistert von dem wunderschönen Schutzumschlag, las ich den Klappentext und war neugierig darauf, mal etwas über die russische Zarenfamilie zu lesen. Auch wenn es teilweise fiktiv war, hat es mein Interesse geweckt, so dass ich mich auch im Internet über die Romanows informierte.
Aus der Ich-Perspektive erzählt Boyne die Geschichte des jungen Bauernsohn Georgi so einfühlsam, mitreißend und lebendig, dass ich nie einen Gedanken daran verschwendet habe, es könne sich nicht um eine wahre Erzählung handeln.
Berührend, ohne jeden Kitsch und Schnörkel erzählt er die Geschichte um Georgi und seine große Liebe, wobei er auf unterschiedlichen Ebenen vorgeht. Er erzählt sowohl von Georgis Jugendzeit an, als auch von ihm im Greisenalter rückwärts, so dass sich die Geschichte am entscheidensten Punkt in Georgis Leben trifft.
Dabei geht es nicht nur um politische und geschichtliche Details, sondern vor allem auch um die innige Beziehung, die er zu seiner Liebsten hat, die Höhen und Tiefen, die sie in ihrem Leben durchgemacht haben, so dass Soja das Leben zwar nicht satt hat, aber auch nicht bös drum ist, wenn endlich alles vorbei ist.
Boyne schafft es, den Leser tief im Herzen zu treffen mit all dem, was die Protagonisten während zwei Kriegen durchmachen müssen, vor allem auch mit der Art und Weise, wie die beiden damit umgehen, wie sie alles gemeinsam meistern, wie Georgi an seiner Liebe zu seiner einzig wahren Liebe festhält, selbst in Momenten größter Sorge, Trauer und Niederlagen.
Ein Buch, das mich von der ersten Seite an berührt hat, bei dem ich die letzten 100 Seiten gerade zu verschlungen habe, das mich zu Tränen gerührt hat,das ich nur ungern aus der Hand lege, weil ich wirklich traurig bin, dass es zu Ende ist und das noch lange in meinem Kopf und Herz sein muss. Ein Buch, das man lieben muss.
John Boyne ist damit etwas Großartiges gelungen und ich hoffe sehr, dass er sich mit seinem nächsten Roman nicht allzu lange Zeit lässt.
9783716026427
Ich bedanke mich recht herzlich beim Arche Verlag für die Bereitstellung dieses wunderbaren Rezensionsexemplars.
www.arche-verlag.de

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