19.08.13

Lamento: Im Bann der Feenkönigin - Maggie Stiefvater

Deirdre ist eine eher schüchterne "Musikstreberin", die außer ihrem besten Freund James, kaum Kontakte zu anderen Jugendlichen ihres Alters hat. Da taucht bei einer wichtigen Musikveranstaltung plötzlich Luke Dillon auf, von dem sie in der vorherigen Nacht geträumt hat. Verzaubert von seinem Charme, nimmt sie sich seine Worte zu Herzen, dass man, wenn man etwas wirklich will, alles schaffen kann und gewinnt den Musikwettbewerb. Das zu "alles können" allerdings auch telepathische Fähigkeiten und Feen-sehen gehört, ahnt Deirdre nicht im geringsten. Und plötzlich befindet sie sich im Wettstreit um eine Königskrone, für ein Volk, dass sie vorher nur aus Märchen kannte.
Lamento ist das Debüt der sympathischen 26-jährigen Amerikanerin, die von sich selbst sagt, dass sie an einem "Peter-Pan-Komplex" leidet. Schon auf dem College begann sie mit diesem Roman, dessen zweiter Teil "Ballade:Tanz der Feen" vor kurzem auf deutsch erschienen und im PAN-Verlag erhältlich ist. Wer sich selbst von der Sympathie der jungen Schriftstellerin überzeugen möchte, sollte unbedingt dieses interessante Interview mit ihr lesen: http://www.pan-verlag.de/interview/Maggie+Stiefvater
In der ersten Hälfte der Geschichte dieses Jugendfantasyromans wird relativ lang um Lukes Geheimnis herumgeredet. Das soll sicherlich als Stilmittel dienen, um einen möglichst großen Spannungsbogen aufzubauen. Dies gelingt allerdings nur anfangs, danach wird es leider etwas nervig, man möchte endlich mal zum Punkt kommen.
Maggie Stiefvater schreibt sehr bildhaft, beschreibt wunderbar, - ich konnte den Duft der Kräuter förmlich riechen-,und kreirt Charaktere, die man mögen bzw. hassen muss. Leider gelingt es ihr nicht immer alle Fäden zu verknüpfen, so dass ich oft das Gefühl hatte, mit einem Gedankengang der Autorin im Nichts zu landen bzw. dass Teile der Geschichte nicht so richtig durchdacht waren.Z.B. dass Deirdres Arbeitskollegin einen Feen Mann gesehen hat, der sich in ein Kaninchen verwandelt, sich zwar ein bischen wundert, es aber dann ganz schnell akzeptiert. Das fand ich ein bischen irritierend. Ich hätte mich auch ein bischen besser in der Geschichte niederlassen können, wenn ich gewusst hätte, wo die Geschichte spielt.
Nett fand ich, dass Deirdre ihren Namen von der irischen Sagengestalt Deirdre bekommen hat (http://de.wikipedia.org/wiki/Deirdre), da ich erst vor kurzem das Buch "Tochter der Schwäne" gelesen habe, in dem diese Sage verwoben wurde. Die Geschichte um Deirdre und Luke ist genau so dramatisch und herzzereissend, wie die der echten Deirdre, und wird den vielen Jugendlichen Lesern sicher sehr gut gefallen.
Ich werde auf jeden Fall auch "Ballade" lesen, da ich die Protagonisten Deirdre und James sehr mochte und gerne lesen möchte, wie es ihnen an der Musikakademie ergeht. Ich möchte der Autorin auch gern eine zweite Chance geben, mich noch mehr zu überzeugen, da ich denke, das ihre IDeen und Gedankengänge im zweiten Buch bereist besser und klarer ausgereift sind.
Außerdem umgibt ihre Geschichten der Zauber der Feen und wer hat sich nicht schon einmal gewünscht im Morgentau eins dieser Wesen tanzen oder singen zu sehen....

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Nanni

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