19.08.13

Tochter der Schwäne - Julie Watson

Deidre, schon bei der Geburt mit dem Schicksal belegt, das Königreich des Königs Conor zu stürzen, wächst in der Abgeschiedenheit des Waldes, zusammen mit ihren Pfelgeeltern und der Druidin Levarcham, auf. Bei ihrer Geburt sprach man außerdem davon, dass sie zu einer unglaublichen Schönheit heranreifen sollte, weshalb Connor sie für sich haben will, und allen Untertanen verbietet, das Waldstück aufzusuchen, in dem sie lebt. Doch eines Tages geraten die Brüder Naisi, Arden und Ainnle dort hin. Fasziniert von den dreien, und die Chance witternd, dem alternden König zu entfliehen, schließt sich Deidre den Brüdern an und verliebt sich, wie soll es anders sein, in Naisi. Diese Schmach kann Conor nicht auf sich sitzen lassen. Eine erbitterte Jagd beginnt...
Dieser Roman basiert auf der alten irischen Sage von Deidre und Naisi, ist jedoch keine wortgetreue Nacherzählung. Am Anfang hatte ich wegen der altertümlichen Namen, die oft so ganz anders ausgesprochen, als geschrieben werden, Schwierigkeiten rein zu kommen. Zum Glück gibt es in der Einleitung eine Legende für Aussprache, Bedeutung und einen Überblick, welcher Charakter wohin gehört.
Mythisch, aufregend und emotionsgeladen erzählt die Autorin die Saga der jungen Deidre, die von den Druiden gelernt hat, ihre Seele fliegen zu lassen und Verbindungen einzugehen, die jenseits allem körperlichen sind.
Eine wundervolle Liebesgeschichte, die an manchen Stellen vor Erotik nur so knistert und an anderen wiederum so unter die Haut geht, dass man mitfühlt , mitleidet. Gerade das Ende ist so kraftvoll, dass man über die Längen, die das Buch hat, auch mal hinwegsehen kann.
Die Geschichte lebt von ihren Charakteren. Starke, mutige, bewundernswerte Krieger, eine geheimnisvolle, aber dennoch auch so präsente, andersartige, mutige Deidre, ein König, von Gier und Eifersucht zerissen...
Die Autorin nimmt einen mit in die Geheimnisse, die schottische und irischen Mythen umgeben. Man fühlt sich als eine der sidhè ( Feenvolk ) und manch einer wird die ein oder andere Träne vergießen...

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Nanni

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