14.11.13

Nachts sind alle Schafe schwarz - Heike Abidi

Klappentext:

Für die Erfüllung des ganz großen Lebenstraums fehlt Becky, Caro und Greta das nötige Kleingeld. Aus einer Sektlaune heraus entwickeln die drei ein pseudoesoterisches Geschäftsmodell: animalisti­sche Balance! Daran, dass ihr Konzept der unausgeglichenen Seelentiere wirklich seine Anhänger finden könnte, glauben sie zuerst selbst nicht. Doch über Nacht boomt das Geschäft um scheues Reh und falsche Schlange.

Autorin:
(Quelle: Droemer Knaur)

Heike Abidi, Jahrgang 1965, studierte Sprachwissenschaften und arbeitet heute als freiberufliche Werbetexterin und Autorin. Sie schreibt erfolgreich Jugendbüchern und Romane für Erwachsene aus verschiedenen Genres. Sie lebt mit Mann, Sohn und Hund in der Nähe von Kaiserslautern.


Eigene Meinung:

Welche Seelentiere schlummern in dir? Bist du eher Schaf und Löwe? Oder eher Adler und Maus? Und was tust du, wenn eins der Tiere überwiegt und somit deine "animalistische Balance" aus dem Gleichgewicht geraten ist? Du denkst das ist Schwachsinn? Mag sein, aber die Freundinnen Greta, Becky und Caro haben genau damit eine bombastische Geschäftsidee entwickelt ...

Aus einer Sektlaune heraus, mit viel Unernstigkeit und Gekicher, entwickeln Greta, Becky und Caro die Idee der "animalistischen Balance". Es ist der Versuch mit einer verrückten Idee den Lebenstraum zu verwirklichen. Greta, Künstlerin, die sich derzeit damit über Wasser hält verstorbene Pudel für ältere Damen zu zeichnen, möchte gerne eine eigene Kunstaustellung. Becky, alleinerziehende Werbegrafikerin mit dem übellaunigsten und unkreativsten Chef der Welt, würde gerne aus der verräucherten Kneipe in ihrem Haus ein Café machen und Caro träumt vom Liebesurlaub mit ihrem Mann, dem spiesigen und Karrieregeilen Arzt Frank, um sich endlich ihren Kinderwunsch zu erfüllen. Doch wie das häufig so ist muss erst so manches Hinderniss überwunden werden, um das Ziel zu erreichen.

Mich beim Lesen zum Lachen zu bringen ist nicht immer ganz einfach. Zuletzt schaffte dies Kerstin Giers Müttermafia, die ähnlich verrückt ist wie die drei Mädels aus "Nachts sind alle Schafe schwarz". Heike Abidi ist dies ebenfalls gelungen, denn ihre Witze sind clever und charmant und auch der Fettnäpfchenmarathon, den die Protagonistinnen bestreiten ist für sie zwar häufig sehr peinlich, für mich jedoch ziemlich lustig.
Die Charaktere des Buches sind nichts besonders Neues und so oder so ähnlich häufig in Frauenromanen anzutreffen und auch ihre Probleme sind mir in ähnlicher Art schon mehrmals begegnet. Aber sie sind aus dem Leben gegriffen und damit sehr authentisch. Das trägt dazu bei, dass man sich als Leser in einem Roman wohl fühlen kann. Wenn man dann noch so sympathische Begleiterinnen wie Becky, Caro und Greta zur Seite gestellt bekommt, kann eigentlich nichts mehr schief gehen.

Besonders gern mochte ich die Freundschaft der Drei und nach und nach habe ich mich sehr dazugehörig gefühlt. Ohne zu viel verraten zu wollen: am Ende hatte ich ein bisschen Gänsehaut aufgrund dessen wie das Leben den dreien dann doch noch Glück beschert ...

Fazit:

"Nachts sind alle Schafe schwarz" ist ein sehr unterhaltsamer Roman, der mich zum Lachen und mitfühlen gebracht hat. Sympathische Protagonisten, eine bekloppte Geschäftsidee und eine etwas schrullige Mutter, die sich mit ihren eigenen Interpretationen von Sprichwörtern in die Herzen der Leser plappert, runden den Roman zu einem kurzweiligen Lesespaß ab.

Buchinfo:

Droemer Knaur (Oktober 2013)
336 Seiten
8,99 €
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