05.08.14

Steelheart / Brandon Sanderson

Brandon  Sanderson - Steelheart
 
"Man weiß nie, was man kann, wenn man es nicht versucht."

David ist acht Jahre alt, als er mit ansehen muss, wie ein Epic seinen Vater tötet. Epics sind die Menschen, die durch eine große Explosion auf der Erde zu Superkräften gelangt sind. Sie sind jedoch keine Superhelden im klassischen Sinne, denn anstatt zu helfen, unterdrücken sie die Menschen, nutzen ihre Kräfte willkürlich zu ihrem eigenen Vorteil und spielen mit ihrer Macht wie ein Marionettenspieler.

Seit dem Tod seines Vaters hasst David die Epics. Der Gedanke, gegen sie ankämpfen zu können lässt ihn nicht mehr los und so versucht er sich einer Rebellenorganistaion anzuschließen. Denn er weiss etwas, was viele nicht wissen. Er hat etwas gesehen, was kaum einer glauben kann: Steelheart, der mächtigste aller Epics, derjenige, der für all die Unterdrückung und Morde verantwortlich ist und die Stadt Newcago in seinen Händen hält, ist verwundbar. Davids Vater ist es gelungen ihn mit einer Pistolenkugel zu verletzen. Und David ist der einzige überlebende Zeuge.

Als ich mitbekommen habe, dass Brandon Sanderson wieder einen Roman im Jugendfantasybereich veröffentlicht, war ich total begeistert und gespannt. Ich mag seine Fantasyromane, detailreiche Werke, in denen er fantastische Welten kreiert, die er bis in jede Einzelheit beschreibt. Ebenso die Handlungen der Figuren. Sandersons Fantasyromane sind grandios, aber erzählerisch eben auch von epischer Breite. Umso mehr überraschte er mich mit "Steelheart", das dem Inhalt entsprechend, actionreich und rasant erzählt wird, in dem Handlungen so schnell aufeinanderfolgen, als sei Sanderson ein Epic, der über besondere Schreibkunst verfügt.

Es ist faszinierend und beeindruckend, dass ein Autor so wandlungsfähig ist und sich so sehr in sein Werk hineinversetzen kann, dass sich Schreibe und Erzählton dem Inhalt anpassen. Dadurch bekommt der Roman eine ganz eigene Dynamik, die mir sehr gut gefallen hat. Mit "Steelheart" hat Sanderson einen grandiosen Trilogieauftakt verfasst, der den Leser fesselt und so mitreisst, dass dieser das Gefühl bekommt, mitten in Newcago zu leben. Ich kann mir gut vorstellen diesen Roman, der eigentlich für ein jugendlcihes Publikum geschrieben worden ist, aber mindestens genau so eine irre einschlagende Wirkung auf erwachsene Leser hat, auch als Kinofilm anzuschauen. ich hoffe sehr, dass Sanderson schnell am zweiten und dritten Teil schreibt, dabei aber nicht seine anderen Reihen aus den Augen verliert und mir weiterhin so viel Lesevergnügen beschert, wie er es bisher getan hat.

Buchinfo:

 
Heyne fliegt (Juni 2014)
448 Seiten
14,99 €
Originaltitel: Steelheart
Übersetzer: Jürgen Langowski
 

 

Brandon Sanderson auf Fantasie und Träumerei:

 
 

1 Kommentar:

  1. Ja, ich finde auch, dass das unbedingt verfilmt werden sollte, hatte auch die ganze Zeit Bilder vor Augen.

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