23.04.15

Riyria 01: Der Thron von Melengar - Michael J. Sullivan



Im letzten Jahr konnte ich mich kaum dazu aufraffen Bücher aus dem Fantasy Genre, das ich bisher immer so gerne mochte, zu lesen. Ich hatte ein bisschen das Gefühl, das die Geschichten gleich sind, das "Game of Thrones" der Maßstab der Dinge ist und dass ein frischer Wind fehlt. Eine Neuerscheinung aus dem Herbstprogramm des Klett Cotta Verlags, besser gesagt seines Fantasyzweigs Hobbit Presse, war es, die mich aus meiner Fantasylethargie herausholte und wieder dazu brachte mich dem Genre mit neuem Eifer zu widmen. Dabei ging mir eine Neueerscheinung des Verlags völlig an mir vorbei. "Riyria. Der Thron von Melengar" aus der Feder von Michael J. Sullivan stahl sich dann via eines Gewinnspiels in mein Bücherregal und nach dem meine beste (Blogger-)Freundin es mir nochmals empfahl, griff ich gestern endlich zu.

Und heute ist es auch schon beendet. Bedarf es noch Worte, wenn die Tatsache einen fast 400 Seiten starken Roman in weniger als 24 Stunden durchgelesen zu haben, im Raum steht? Da eine Rezension aber nun nicht nur aus belegbaren Fakten, sondern auch aus Worten besteht, schreibe ich noch einige, die meine Meinung zum Buch ausdrücken, für euch nieder. Hier die wichtigsten: SPANNEND! WITZIG! CHARMANT! FESSELND!

Ja, die beiden Diebe Royce und Hadrian, jeder auf seine eigene Weise eine gelungene Mischung aus Halunke und Ehrenmann, konnten mich voll und ganz für sich einnehmen. Ich bin von ihnen begeistert, wenn nicht sogar voll und ganz ihrem Charme und ihrer etwas eigenen Heldenhaftigkeit unterlegen. Ihre Art ist - obwohl es sich bei den Charakteren um Fiktion handelt - so "echt", so lebendig und ehrlich, dass ich mir trotz aller Gefahren wünschen würde, mit ihnen durchs Land zu ziehen und mich Gefahren gegenüber zu stellen.

Zur vollen Punktzahl reicht es dem ersten Band nicht, da der Autor hier und da seine Erzählung etwas flach abhandelt (was aber wirklich minimal ist) und ich mir schon gedacht habe, wer der oder die Mörderin des Königs ist, auch wenn Sullivan mich zwischenzeitlich mal kurz auf eine falsche Fährte locken wollte. Außerdem möchte ich mir etwas Spielraum nach oben lassen, denn GLÜCKLICHERWEISE !! ist "Riyria" als Serie angelegt. Das nächste Abenteuer "Der Turm von Avempartha" liegt schon auf dem Stapel der Bücher, die ich in den nächsten Tagen lesen möchte, bereit und Band 3 "Der Aufstieg Nyphrons" ist auch schon in deutschen Buchläden erschienen. Ein MUSS für alle Fantasyleser!!

Buchinfo:


381 Seiten
Broschiert
16,95 €
Originaltitel: Theft of Swords / The Crown Conspiracy
Übersetzung: Cornelia Holfelder-von der Tann

Kommentare:

  1. Schön, dass es dir genauso gut gefallen hat wie mir. :)
    Und Band 2 ist auch wieder richtig toll. Den hast du schon bereit liegen, oder?

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  2. Das hat zuerst so gut geklungen und dann - Diebe. Ich weiß einfach nicht, woran es liegt, aber mich nerven Diebe als Hauptfiguren in Fantasyromanen total. Deshalb liegt "The Lies of Locke Lamora" noch immer bei mir rum, das ich zu Weihnachten geschenkt bekommen habe und ich kann mich nicht zum Lesen aufraffen. *seufz*
    Aber ich glaube, ich setze den Roman mal auf meine vorläufige Wunschliste. Schließlich kann ich sonst auch nichts mit Assassinen anfangen und mochte dann Clarkes "The Assassin's Curse" sehr gern.

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    1. Und bei mir ist es genau andersherum :D Ich mag Geschichten mit Dieben und Antihelden total gerne.
      Locke Lamora liegt bei mir auch schon seit Jahren. Und obwohl ich mir ziemlich sicher bin, dass ich es gerne mag, lese ich es nicht ...

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    2. Antihelden - gern, Diebe - eher nicht. Wobei ich wirklich nicht begründen kann, weshalb das so ist.
      Es beruhigt mich ja, dass Locke Lamora nicht nur bei mir ungelesen herumliegt ...

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