02.06.15

[Statistik] Goodbye May, hello June

Ihr Lieben,


mein Lesemonat war okay, was die Menge der Bücher angeht, und herausragend deren Inhalt betreffend. Bis auf ein Sach- und ein Hörbuch, konnte keins der gelesenen Bücher mit weniger als 8 von 10 Sternen bewertet werden. Ganze vier mal habe ich 9 Sterne vergeben und die Entscheidung, welches Buch mein Buch des Monats wird, ist wirklich nicht leicht.

MAI:

50) Manchmal rot - E. Baronsky 8 / 10 (Rezi)
51) Das Ende von Eddy - E. Louis 9 / 10 (Rezi)
52) Wir sehen uns dort oben - P. Lemaitre 9 / 10 (Rezi)
53) Das Gegenteil von Einsamkeit - M. Keegan 9 / 10 (Rezi)
54) Dunkeljäger - A. Pehov 8 / 10 (Rezi)
55) Der letzte Engel 02: Der Ruf aus dem Eis - Z. Drvenkar 8 / 10
56) Was bleibt, wenn ich verschwunden bin - L. Lindner 8 / 10 (Rezi)
57) Der leuchtend blaue Faden - A. Tyler 8 / 10
58) Bridgets und Joans Tagebuch: Verrückt nach dem Toyboy - B. Golightly & J. Hardcastle 8 / 10           (Rezi)
59) Riyria 02: Der Turm von Avempartha - M.J. Sullivan 9 / 10

[Hörbücher]

  • Der letzte Engel - Z. Drvenkar (Sprecher: M. Ballscheit) 9 / 10
  • Sieben beste Tage - T. Boltz (Sprecher: I. Naujoks 7 / 10)
[Sachbücher]
  • Pink Elephant Cooking - H. Donaldson & M. Riedel 7 / 10
In "Manchmal Rot" hat Eva Baronsky den interessanten Gedankengang verfolgt, nach einem Gedächtnisverlust in ein neues Leben zu schlüpfen und Ziele zu erreichen, von denen man vorher nur geträumt hat. Édouard Louis hat mich die Leiden seiner Kindheit miterleben lassen. Leiden, die mich unheimlich schockiert und berührt haben. Leiden, die er ertragen musste, nur weil er sich anders verhalten hat, weil er anders ist, als die Menschen seines engstirnigen Dorfes. "Wir sehen uns dort oben" spielt im dunklen Zeitalter des ersten Weltkriegs. Seine Protagonisten, die Opfer von Machtspielen geworden sind, entwickeln ihre eigenen Überlegensstrategien und eine Freundschaft entwachsen aus Not und Schuld. Mein Herzensbuch des Monats, da die Schreibe Lemaitres toll ist und das Buch sehr tief unter meine Haut gegriffen hat (einmal dachte ich sogar, ich müsse brechen ...!). Ganz gegensätzlich war der Roman, den ich danach gelesen habe. "Das Gegenteil von Einsamkeit" versprüht gerade zu den Willen nach Leben, die Neugier darauf, welchen Weg wir als Erwachsener oder Erwachsenwerdender einschlagen werden. Umso trauriger, dass die Autorin, die wirklich viel Talent besessen hat, schon mit Anfang 20 stirbt. Ein Buch voller Kurzgeschichten, die ich ganz bestimmt mal wieder lesen werde. In "Dunkeljäger" habe ich einen neuen Fantasyliebling gefunden: Dreipfot. Ein plüschiges, Schuhe fressendes Tierchen mit eigensinnigem Charakter. Aber auch Dreipfots Besitzer, den Helden der Geschichte, Lass der Elf, mochte ich gerne und Pehov konnte mich wie gewohnt mit einer spannenden Geschichte überzeugen. "Der letzte Engel" habe ich mir zur Auffrischung als Hörbuch angehört und mochte es noch mehr, als vor drei Jahren, als ich es selbst gelesen habe, denn Sprecher Martin Ballscheit hat die Charaktere noch mal besser dargestellt, als ich es mir damals in meinem Kopf vorgestellt habe, und hat ihre Charakterzüge noch feiner herausgearbeitet. Auch die Fortsetzung war sehr spannend und ich habe sie sehr konzentriert verfolgt. Das muss man auch, denn die Gedankengänge Drvenkars setzen sich aus den verschiedensten Winkeln zusammen und ich muss gestehen, dass ich ihm nicht immer folgen konnte. "Was bleibt, wenn ich verschwunden bin" dreht sich um zwei Schwestern, die einander Briefe schreiben. April, die Ältere ist Magersüchtig und zu Therapiezwecken in einer Klinik untergebracht. Ein bewegendes Thema, das mich jedoch nicht so sehr berührt hat, wie manch andere Leser des Buches. Dennoch eine lesenswerte Geschichte. "Der leuchtend blaue Faden" war mein erster Roman der Amerikanerin Anne Tyler, deren Romane meine Mutter schon seit einigen Jahren mit Vergnügen liest. Jetzt bin auch ich infiziert, denn dieser Familienroman, der von den Geheimnissen mehrerer Genrationen erzählt, ist spannend, eingängig und interessant geschrieben. Ich lese ja lieber berührende Romane als witzige, aber beim durchschmökern der Tagebücher der beiden über 80-jährigen Damen aus dem Altersheim musste ich wirklich oft lachen. Bridget hat so eine verschobene Wahrnehmung ihrer eigenen Welt, in der sie sich sehr wohl fühlt, trotz der Streiche, die Joan ihr häufig spielt, dass der Besuch im Seniorenheim ein echtes Vergnügen war. Zuletzt habe ich ein weiteres Highlight verschlungen. den zweiten Band der "Riyria"- Reihe, deren dritter Band zum Glück schon in meinem Regal steht. Die beiden Diebe Royce und Hadrian haben es mir echt angetan.

Welcher Roman war euer Highlight im Mai? Habt ihr auch so viele gute Bücher gelesen oder seit ihr von euren Mai Lektüren eher enttäuscht?

Mal schauen, was der Juni so für uns bereit hält. Ich freue mich schon auf diese Bücher:

FANTASY:

    Brandon  Sanderson - Der Rithmatist

Wild Cards 02: Der Sieg der Verlierer / Hrsg. G.R.R. Martin (Penhaligon)
Die Königin der Schatten / E. Johnson (Heyne)
Der Rithmatist / B. Sanderson (Heyne fliegt)

JUGENDBÜCHER:

   Schizo – Trau niemandem. Vor allem nicht dir selbst.

Mein Leben für deins / A. Kizer (cbt)
Schizo / N. Sheff (Fischer)

ZEITGENÖSSISCHE LITERATUR:

Der Klang der Trommel  Herrlichkeit  Jonathan  Lee - Wer ist Mr Satoshi?

Der Klang der Trommel / L. Erdrich (Aufbau)
Herrlichkeit / M. Mazzantini (DuMont)
Wer ist Mr Satoshi / J. Lee (btb)

Auf welche Neuerscheinungen im Monat Juni freut ihr euch? Habt ihr Tipps für mich? Welches Buch sollte im Juni unbedingt mit auf meinen Lesestapel?


1 Kommentar:

  1. Da hattest du ja wirklich Glück mit den Büchern im Mai. Bei mir war es leider ein wenig durchwachsener - von wahrem Flop bis hin zu einem tollen Sachbuch war alles dabei.

    Neuerscheinungen verfolge ich ja meist gar nicht so sehr mit, da es die meist in der Bücherei eh noch nicht gleich gibt und ich ohnehin auch gern ältere Bücher lese. "Die Schatten von London" steht aber schon auf meiner Liste, wobei ich erst mal den 1. Band lesen muss.

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