[Jahr des Taschenbuchs 2016] März



Der März ist so schnell vorbei geflogen, dass ich fast vergessen hätte noch rechtzeitig meinen Taschenbuch Einkauf zu tätigen.

Wie schon in den vergangenen Jahren, habe ich auch in diesem am Indiebookday teilgenommen. Meine Bestellung habe ich in meinem (Lieblings-) Buchladen am Freiheitsplatz aufgegeben und schnell noch ein Taschenbuch mit in den Einkaufskorb bzw. das Päckchen rutschen lassen. Das TB ist zwar kein Indiebook, aber auch kein wirklich aktuelles Buch.



Meine Auswahl wurde diesmal von einem Buch beeinflusst, das ich im März mit großer Freude gelesen habe. „Als Hemingway mich liebte“ ist der Titel des Romans, der in fiktiven Handlungen vom Schriftsteller Ernest Hemingway und seinen Frauen erzählt. Während der 20erJahre, als er Zeit mit Gertrude Stein, F. Scott Fitzgerald und James Joyce in Paris verbringt, schreibt er Tagebücher, macht sich Notizen zu dem, was er dort erlebt. Erst viele Jahre später kramt er diese Aufzeichnungen wieder hervor und macht daraus „Paris ein Fest fürs Leben“ (Rezension Herzpotenzial).

Naomi Wood hat mit ihrem Roman „Als Hemingway mich liebte“ meine Neugierde an Hemingway geweckt. Wie schreibt er? Deckt sich seine Art zu schreiben mit dem Bild, das ich mir vom Autor gemacht habe? Wie hat er die 20er Jahre, die eine gewisse Faszination auf mich ausüben, erlebt?

Ich freue mich darauf diesen Autor, der auf mich den Eindruck macht eine interessante Persönlichkeit gewesen zu sein, kennenzulernen.

Habt ihr bereits eins seiner Bücher gelesen?

Oder mögt ihr keine Romane, die schon so viele Jahre auf dem Buckel haben?

[Hörbuch] Die kleine Hummel Bommel - Britta Sabbag & Maite Kelly (gesprochen von den Autorinnen)



Bommel, ist eine neugierige kleine Hummel. Sie fragt sich, warum sie nicht gut fliegen kann, obwohl sie doch Flügel hat. Ob diese wohl zu klein sind, um sie zu tragen? Vielleicht bedarf es aber auch einer anderen Fertigkeit sich in die Lüfte zu erheben. Mut ist gefragt.

In der zweiten Geschichte des Hörbuchs macht sich die kleine Hummel Bommel auf die Suche nach dem Glück. Gibt es einen bestimmten Ort, an dem sich das Glück aufhält? Sicher ist dieser weit entfernt. Bommel bricht auf eine Reise in die weite Welt auf. Ist das wirklich nötig, um das Glück zu finden?

„Die kleine Hummel Bommel“ ist eine Gemeinschaftsproduktion von Britta Sabbag und Maite Kelly (beim Buch ist noch Joelle Tourlonias als Illustratorin mit an Bord) und mit ganz viel Liebe entworfen worden. Dies spürt man an jedem einzelnen Satz, an der Ausarbeitung der niedlichen und sehr liebenswerten Figuren und der Herzlichkeit mit der die Geschichte umgesetzt wurde.

Gesprochen werden die Figuren von den Autorinnen selbst. Britta Sabbag übernimmt den Part der kleinen Hummel und Maite Kelly spricht die anderen Figuren. Ihr kommt sicher ihre Erfahrung als Schauspielerin und Sprecherin zu Gute, denn sie füllt die Insekten mit so viel Leben, dass ihre individuellen Charakterzüge mühelos hervorstechen. Damit erleichtern sie den kleinen Hörern der Geschichte zu folgen und sich problemlos die verschiedenen Figuren vorzustellen und zu unterscheiden.

Die beiden Geschichten, die auf dem Hörbuch vertont sind, erzählen von Mut, Freundschaft und Glück. Davon, dass es nicht schlimm ist, anders zu sein. Dass man stolz darauf sein kann und es als etwas besonderes empfinden sollte. Sie sind einfach zu verstehen, aber nicht banal und sehr unterhaltsam.

Ein besonders schönes Extra sind die beiden Lieder, die Sabbag und Kelly selbst geschrieben haben und die von Maite Kelly gesungen werden. Eine sanfte, aber fröhliche Melodie, sowie eingängige Texte stehen in Harmonie zu den beiden Geschichten. Ohrwurm garantiert.

Buchinfo:


Der Hörverlag (Januar 2016)
1 CD
34 Minuten
ab 4 Jahre
12,99 €
Gedruckte Vorlage: arsEdition

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Schweigen ist wie mitmachen!

Wenn ich mich dieser Zeit in der Welt umschaue, werde ich ganz traurig. Traurig darüber, wie viel Hass und Wut scheinbar über den klaren Menschenverstand herrschen.
Ich bekomme Angst, um mein Kind, meine Familie, all die Menschen, die nichts dafür können und einfach nur in Frieden ihr Leben leben möchten.

Am liebsten würde ich mich davon abschotten. Doch weg schauen geht nicht. Weg schauen ist wie mitmachen.

Schon ein einzelner kann einen Stein ins Rollen bringen.
Doch wie? Gewalt erzeugt Gegengewalt und in einer Machtposition, die Gesetze verändert, sind wir auch nicht.

Wir können es mit dem tun, was wir lieben. Mit unseren Büchern und mit Gesprächen.

(ganz abgesehen wisst ihr ja vermutlich schon, dass man bspw. Flüchtlingsfamilien mit Kleider- und Sachspenden unterstützen kann und tut dies ja bereits, oder??)

Hass wächst aus Dummheit. Es wäre maßlos übertrieben zu sagen, dass wir die Menschheit schlauer machen können, aber wir können ein bisschen dabei helfen sie verständiger zu machen.

Wir können unsere Kinder dazu erziehen weitsichtiger zu werden, unsere Nachbarn auffordern mehr Akzeptanz für andere Kulturen zu haben, die Geschichte unserer Großeltern – ebenfalls Opfer sinnloser Gewalt – weitertragen und wir können netter miteinander umgehen. 

Wir sind in der Pflicht vorzuleben was Toleranz bedeutet. 

Als Hemingway mich liebte - Naomi Wood



Bevor ich im Frühlingsprogramm des Verlags Hoffmann und Campe auf den Titel „Als Hemingway mich liebte“ aufmerksam wurde, war Ernest Hemingway kein Thema für mich. Ich weiß wohl, dass mein Großvater die Verfilmungen seiner Werke wie „Für wen die Stunde schlägt“ im Kino angeschaut und auch „Der alte Mann und das Meer“ gelesen hat, aber was interessieren mich alte Männer. Ein Gedanke, den ich wohl nicht zu Ende gedacht habe, denn wie sich nun herausstellt ist Hemingway eine sehr faszinierende Schriftsteller Persönlichkeit gewesen.

Naomi Wood widmet sich in ihrem Roman „Als Hemingway mich liebte“ den Frauen an seiner Seite. Zahlreich hat er sich verliebt, geheiratet – nur selten auch wieder entliebt, glaubt man der fiktiven Geschichte der jungen britischen Autorin. Sicher hat sie viel Sekundärliteratur gelesen, bevor sie ihren Roman geschrieben hat, denn er wirkt auf mich sehr gut recherchiert und wirklich glaubwürdig. Dennoch frage ich mich ständig wie es ihr gelingen konnte Hemingway so authentisch, so lebendig, so zum greifen nahe darzustellen. Offenbart er sich in seinen Büchern so sehr, dass es ein leichtes ist, ihn in eine Romanfigur zu stecken? Naomi Wood hat es nicht nur geschafft mich mit ihrem eigenen Roman zu begeistern, sondern auch meine Neugierde auf Hemingways Werke zu wecken.

'Das passt gut. Ich werde lieber von Spitzbuben gelesen, als von Kritikern.' “

„Als Hemingway mich liebte“ beginnt im Jahr 1926. Hemingway verbringt seinen Urlaub in Antibes. Gemeinsam mit Frau und Geliebter. Erstere stellt ihn vor die Entscheidung „sie oder ich“. Ein roter Faden, der sich durch Hemingways Leben bis hin zu Mary, Frau Nr. 4, zieht. Er ist von einer Ruhelosigkeit geprägt, die ihn von einer Liebe zur nächsten treibt. Immer wieder den Wunsch nach Veränderung, nach großen Gefühlen im Gepäck. Den Wunsch wieder intensiv fühlen zu können, denn er selbst rudert mehr und mehr ins Abseits seines eigenen Selbst, verliert sich in Wehmut, Lethargie und Depressionen. Ist seine eigene Biografie dafür verantwortlich? Seine Arbeit als Kriegsberichterstatter, wo er schreckliche Dinge durchlebt oder die Energie, die das Schreiben, die Kreativität manchmal einfordern?

Im Grunde ist Hemingway die Randfigur des Romans. Er und sein Verhalten leben mehr zwischen den Zeilen, als seine Ehefrauen es tun. Sie sind es, die im Mittelpunkt stehen. Frauen, die ihm den Rücken stärken, Frauen, die sein Blut zum Kochen bringen, Frauen, die sich sein Leben lang um ihn kümmern, auch dann noch, wenn er wie sie bereits neu verheiratet sind. Jede einzelne von ihnen von ausgesprochen interessantem Charakter. Sie kennenzulernen war mir eine große Freude. Gerne habe ich meine Lesezeit mit ihnen verbracht.

Was nun wiederum sie ängstigte: dieses Grauen, das in ihm lauerte, hart wie Quarz. Was ist es, was ihm so furchtbar zusetzt? […] Er fürchtet sich vor der brutalen Gewalt seiner Traurigkeit, aber das ist noch mehr, etwas was sie nicht benennen kann und er auch nicht.“

Am liebsten mochte ich Hadley. Dass sie seine erste Liebe war, hat ihr vielleicht eine Sonderstellung eingebracht. Klug, großmütig, herzlich, hat sie die Dramatik, die ihn begleitete, neutralisiert. Doch auch sie konnte den Schriftsteller, der ein bisschen mit dem Altern zu kämpfen hatte, der zur „verlorenen Generation“ gehörte, dessen Genie nahe am Wahnsinn lag, der zu viel trank und seine Frauen schlug, ihnen aber trotzdem Respekt entgegen brachte, ja auch sie konnte ihn nicht vor der Dunkelheit in seiner Seele bewahren.

Naomi Wood ist es gelungen die Atmosphäre einer Ära einzufangen. Gebannt verschlang ich Seite um Seite, fühlte mich in der Zeit versetzt, lebte, liebte und litt mit all den zahlreichen Hemingways und freue mich darauf schon bald Bekanntschaft mit Ernests eigener schriftstellerischer Leistung zu machen.

Buchinfo:


Hoffmannund Campe (März 2016)
368 Seiten
Gebunden mit Schutzumschlag
20,00 €
Übersetzung: Gerlinde Schermer-Rauwolf, Robert A. Weiß

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[Reiseproviant] 11|16

Lesereise:


Momentan lese ich so viel quer und gleichzeitig, dass ich schon fast den Überblick verliere. Ein dickes Buch, wenn ich Zeit habe, ein dünnes, mit Baby im Arm und wenn die Kleine nachts Hunger hat, kommt der Reader zum Einsatz. Nicht zu vergessen die zwei Hörbücher. Zum wieder einschlafen nutze ich Audible übers Handy, während Hausarbeit und Autofahrten Hörbücher im CD und MP3 Format.

Ich mag es einfach immer und überall Geschichten um mich herum zu haben.

Begonnen hat meine Woche mit „Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance“ / E. Laure. Rezi folgt. Vorab – nicht nur optisch ein ansehnliches Buch, auch der Inhalt kann sich zeigen.

Auf meinem Reader lese ich gerade „Flying Hearts“ / C. Balzer. Eine Liebesgeschichte, in der die beiden Protagonisten Peter Pan Fans (yeah!) sind. Bisher sehr amüsante Unterhaltung. Protagonist Alex ist so heiß sympathisch.

Seit Donnerstag ist wieder Leseparty Zeit. Aus diesem Anlass habe ich zu „Als Hemingway mich liebte“ von N. Wood gegriffen. Ein Roman, der in fiktiver Form, von Ernest Hemingway und seinen Frauen berichtet. Da ich neulich den sehr charmanten Woody Allen Film „Midnight in Paris“ gesehen habe, in dem Owen Wilson als Schriftsteller im Jahr 1920 landet und dort u.a. Pablo Picasso, Josephine Baker und Ernest Hemingway begegnet, passte dieses Buch sehr gut, denn es katapultierte mich augenblicklich zurück in diese Zeit und die damit einhergehende Atmosphäre, die ich so gern mag.

Ich habe richtig Lust bekommen einen Hemingway Roman zu lesen.
Habt ihr schon eins seiner Werke gelesen?
Interessieren euch Bücher über Schriftsteller oder andere berühmte Personen?
Lest ihr eher Biografien oder lieber fiktive Berichte?

Blogrundreise:


Lesemomente stellt die Liste der Nominierten des Deutschen Jugendliteraturpreis 2016 in den Sparten „Jugendbuch“ und „Preis der Jugendjury“ vor.

Ein Malbuch zu „Das Lied von Eis und Feuer“ ist käuflich zu erwerben. Armarium Nostrum hat ihrer Kreativität freien Lauf gelassen.

Herzpotenzial haben ebenfalls ihrem Fan Verhalten freien Lauf gelassen und ein Buch rezensiert, das Audrey Hepburns Sohn geschrieben hat und unter dem Namen „Zuhause bei Audrey“ Einblick ins Privatleben der Schauspielerin gewährt (inkl. Rezepte).

Lebensreise:


gemixt: den leckersten Smoothie ever!
Saft aus 4 Orangen
1 Birne
1 halbe Mango
1 Scheibe Ananas
1 handvoll Rucola
etwas Kokosmilch

gelesen: Muttis Stimme ist beruhigend (sogar, wenn sie schief singt)
Vorlesen super toll. (Text ist derzeit noch egal ;))

geordnet: den Kleiderschrank und gefreut, dass die Schwangerschaftspfunde schon so fleißig gepurzelt sind, dass ich wieder in Lieblingshosen rein passe.

Ich wünsche euch allen eine fantastische Woche.

Das Mädchen, das eine Wolke so groß wie den Eiffelturm verschluckte - Romain Puertolas



Glaubt ihr daran, dass Liebe Flügel verleiht? Dass ein Mensch sich einfach in die Lüfte erhebt, um den Menschen zu retten, der ein Teil des eigenen Herzens ist? Nicht? Dann habt ihr wohl noch nie von der fliegenden Frau gehört ...

Die kleine Zahera ist schwer krank. Eine Wolke in ihrer Lunge nimmt ihr die Luft zum atmen. Eine Wolke, wie die am Himmel. Aus Asche, entstanden bei einem Vulkanausbruch. Grund dafür, dass der Luftraum gesperrt ist. Providence, Zaheras Adoptivmutter, muss aber schnellst möglichst zu ihrem kleinen Mädchen. Es bleibt ihr wohl nichts anderes übrig, als selbst das Fliegen zu erlernen. Das ist zumindest die Geschichte, die Fluglotse Léo seinem Friseur erzählt, jenem Mann, der seinen Bruder bei einem Flugunglück verlor.

Providence würde alles auf sich nehmen, um Zahera zu retten. Sie ist willensstark und von gutem Herzen. Das imponiert ihren Mitmenschen und so ist es nicht verwunderlich, dass sie hier und dort Hilfe bekommt. Z.B. vom chinesischen Pirat oder tibetanischen Mönchen. Und irgendwie brauchen wir doch alle ein bisschen „Happy End“ in unserem Leben.

' […] Die Menschen, die sich durchs Leben kämpfen müssen, brauchen Geschichten, die gut ausgehen. Wir alle brauchen Hoffnung, wissen sie. […]' “

„Das Mädchen, das eine Wolke, so groß wie der Eiffelturm verschluckte“ ist eine Art modernes Märchen und auch irgendwie auch doch nicht. Die Grausamkeiten eines Märchens lässt Autor Romain Puertolas, der bereits mit seinem Debüt „Die unglaubliche Reise des Fakirs, der in einem Ikea-Schrank feststeckte“ Leser zum Lachen gebracht hat, außen vor. Die Realität ist grausam genug und lässt kleine Waisenmädchen an schweren Krankheiten leiden. Puertolas ist mehr dafür Hoffnung zu schüren und Mut zu machen.

Das ist ihm mit seinem etwas verrückten, sehr humorvollen und äußerst berührenden Roman über eine Liebe so groß und mächtig, dass sie alle Hindernisse überwindet und Brücken baut, wo der Strom nur allzu reißend und höllisch wirkt, auch wirklich gelungen. Mit einem Lächeln auf den Lippen und voller Herzenswärme, erzählt er von aufrichtigen Gefühlen und ganz viel Menschlichkeit. „Das Mädchen, das eine Wolke so groß wie der Eiffelturm verschluckte, ist ein ganz besonderer Roman, der viele, viele Leser verdient hat, denen er ganz gewiss ein Lächeln ins Herz zaubern wird.

Buchinfo:


Atlantik (Oktober 2015)
256 Seiten
Hardcover mit Schutzumschlag
20,00 €
Übersetzung: Maja Überle-Pfaff

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Drei mal wir - Lauren Barnett



„Drei mal wir“ ist die Geschichte von Eva und Jim, zwei Menschen, die sich zueinander hingezogen fühlen, ja sogar lieben. Autorin Laura Barnett wählt dafür eine ganz besondere Darstellungsform. Im Roman gibt es drei differente Versionen, in denen Jim und Eva sich immer wieder treffen, in verschiedener Form Gefühle füreinander entwickeln und auch getrennte Wege gehen.

Da es den Rahmen sprengt zu jeder einzelnen Version eine ausführliche Inhaltsangabe zu schreiben, spare ich mir das an dieser Stelle. Im groben habe ich ja gesagt worum es geht.Evas und Jims Geschichte beginnt 1958 und endet 2014. Mit Happy End oder ohne? Das müsst ihr selbst herausfinden.

Der Mann, den sie so leicht hätte verpassen können, wenn er vorbeigegangen wäre und nicht angehalten hätte. Er hätte ein ganzes Leben mit sich genommen. Ein Leben, das sie nie mit ihm geteilt hätte.“

Aufgrund des fröhlich floralen Covers, habe ich einen sehr leichten Roman erwartet, der ein bisschen in den beginnenden Frühling passt. Doch Barnett hat mich mit Zwischenmenschlichen Problemen und Gefühlen überrascht, die ein näheres Betrachten der Figuren, sowie deren Handlungen erforderte. Kein lockeres dahin lesen. Zum ersten Mal habe ich einen Roman gelesen, der in dieser Form gestaltet wurde. Ein interessantes Leseerlebnis, das volle Konzentration erforderte, damit die Inhalte der einzelnen Erzählstränge im Gedächtnis nicht durcheinander geraten.

Die einzelnen Geschichten verschwimmen zum Teil miteinander. Handlungen wiederholen sich. Barnett übernimmt manchmal sogar einzelne Sätze aus den einer Version mit in die andere. Ein Stilmittel, dass sie sicherlich einsetzt, um anzudeuten, dass das Schicksal eben manchmal verschiedene Wege für uns bereit hält. Und egal, welchen wir einschlagen, es gibt immer Etappen in unserem Leben, die wir so oder so erreichen. Mal auf dem direkten Weg, mal über einen Umweg. Um manches in unserem Leben kommen wir einfach nicht drumherum. Und sicher kennt jeder von uns dieses Gefühl, das uns dazu verleitet zu hinterfragen, ob das Schicksal diesen Weg nicht tatsächlich für uns vorbestimmt hat.

Buchinfo:


Kindler (März 2016)
496 Seiten
Hardcover mit Schutzumschlag
19,95 €
Übersetzung: Judith Schwaab

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Buchmesse adé, Leseparty olé



Noch einmal schlafen, dann ist es endlich soweit. Die Leipziger Buchmesse öffnet ihre Pforten.
Regale voller Bücher, Menschen, die sich über Bücher austauschen, Lesungen, Bloggertreffen, Neuerscheinungen, Autoren … alles was das Herz begehrt. Ein Traum für uns Bibliophile.
Ein Traum, den leider nicht alle träumen können. Nicht jeder Buchverrückte kann nach Leizig reisen und ist der Wunsch danach auch noch so groß.

Ich bin (leider) eine derjenigen, die nicht zur Leipziger Buchmesse fahren können. Leider in Klammern, denn der Grund, der mich davon abhält ist 60 cm groß, fast 5 kg schwer und ein Sonnenschein und der schönste Grund für eine Nicht-Teilnahme, den ich mir nur vorstellen kann.
Dennoch bin ich ein bisschen wehmütig, denn im vergangenen Jahr hatte ich mir so fest vorgenommen nach Leipzig zu fahren. Nun muss ich wohl wieder bis Oktober warten, um in Frankfurt die Buchmesse zu besuchen.

So ganz muss ich an diesem Wochenende nicht auf meine Büchersucht verzichten, denn die liebe Jess (Primeballerina's Books) und die liebe Petzi (Die Liebe zu den Büchern) veranstalten wieder ihre legendäre LESEPARTY!

4 Tage lang lesen, plaudern, Wortschätze und Bilder teilen. Via Blog, Twitter, Instagram, Facebook. Wo ihr wollt, wie es euch am besten passt.
#leseparty
Ich freue mich sehr darauf, denn die letzte Buchmesse Leseparty im Herbst, hat unheimlich viel Spaß gemacht.

Einen kleinen Vorrat an Büchern habe ich mir schon bereitgelegt, Süßigkeiten muss ich noch besorgen.



Diese Bücher möchte ich lesen (...falls ich mich nicht nur in den sozialen Netzwerken aufhalte, um mit den anderen zu plaudern):

„Als Hemingway mich liebte“ / N. Wood
"Letzte Nacht in Twisted River" / J. Irving
„Mein bester letzter Sommer“ / A. Freytag
„Drachenkaiser“ / M. Heitz
„Flying Hearts“ / C. Balzer
„Brooklyn“ / C. Toibin

(Wie viele Tage lesen wir …??)

Da ich im Moment zum Querlesen neige, benötige ich eine Auswahl aus verschiedenen Genres.

Wer von euch wird ebenfalls dabei sein?
Trefft ihr eine Vorauswahl aus eurem SuB oder lest ihr einfach drauflos wonach euch gerade der Sinn steht?

Wie mein Sommer in Flammen aufging - Jennifer Salvato Doktorski



Rosie ist ziemlich impulsiv. Das hat auch ihr Ex-Freund Joey zu spüren bekommen, als sein Mustang bei einem von Rosalitas Wutausbrüchen in Flammen aufging. Dumm nur, dass er darüber mächtig verärgert war, Rosies Versuche die Situation zu klären, als Stalking angesehen und deshalb eine einstweilige Verfügung gegen sie erlassen hat. Rosie ist jedoch längst noch nicht fertig mit ihm. Möchte ihm ihre Verzweiflung über sein fremd gehen erklären und ihm sagen, wie sehr sie ihn immer noch liebt.

Um nicht noch tiefer in den Schlamassel zu geraten, soll sie den Sommer möglichst weit weg verbringen. Dass Nachbarsjunge Matty, der wie ein Bruder für Rosie ist, zu einem Roadtrip aufbricht, kommt Rosies Eltern nur allzu gelegen. Statt die ersten Wochen mit jobben zu verbringen, wird sie von ihren Eltern dazu verdonnert Matty und seine nerdigen Kumpels Logan und Spencer zu begleiten.

Rosie ist eine tolle Protagonistin. Sie ist temperamentvoll, hat ein Händchen für Fettnäpfchen und jede Menge Ecken und Kanten. Sie kann sich schnell für etwas begeistern - Jungs! - und ziemlich stur sein. Eine gewisse Oberflächlichkeit gehört ebenfalls zu ihren Eigenschaften. Diese kann sie in Gegenwart von Matty und den beiden Brüdern nicht lange aufrecht halten, denn alle drei sind auf ihre Art sehr besonders und tiefsinniger, als sie auf den ersten Blick scheinen. Hinter ihren etwas gewöhnungsbedürftigen Interessen wie Wissenschaft, Star Trek und Country Musik, stecken richtige nette Kerle mit Charakter. Zum ersten Mal in ihrem Teenagerleben erfährt Rosie, dass es wichtiger ist hinter die Fassade zu blicken, als den schönen Schein zu wahren.

„Wie mein Sommer in Flammen aufging“ ist ein Jugendbuch nach meinem Geschmack. Sehr gerne habe ich mich gemeinsam mit Rosie und den Jungs auf den Roadtrip begeben und gemeinsam mit ihnen interessante Sehenswürdigkeiten besucht, spannende Erlebnisse durchlebt und sie dabei begleitet, wie sie alle ein kleines Stück mehr zu sich selbst gefunden haben.

Rosies Temperament sorgt während der Fahrt für Spannung und witzige Momente. Auch wenn man ihr immer wieder vorhält, dass sie sich an gewissen Punkten ein bisschen zügeln sollte, finde ich sie genau richtig, so wie sie ist. Für ihre weitere Zukunft wünsche ich ihr, dass sie all das erreicht, was sie sich in ihrem hübschen Dickschädel für die Folgezeit vorgenommen hat.

Wie ihr seht, habe ich die junge Protagonistin sehr ins Herz geschlossen und bin von der Autorin so gefangen genommen worden, dass ich das Gefühl hatte, selbst Teilnehmerin der Reise zu sein. Ein Leseerlebnis, das mir viel Vergnügen bereitet hat.

Buchinfo:


cbt (Februar 2016)
352 Seiten
Taschenbuch
9,99 €
Übersetzung: Anne Braun

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[Reiseproviant] 10|16


Lesereise:


In dieser Woche bin ich leider wenig zum Lesen gekommen. Das kleine Büchermädchen hat im Moment etwas mit Bauchweh zu kämpfen und – das kennen wir ja von uns selbst – Schmerzen werden halt nur in Mamas Nähe und mit Mamas Aufmerksamkeit besser. Außerdem schlafe ich momentan schon abends um 20 Uhr ein, obwohl die Kleine nachts wirklich gut schläft und nur einmal wach wird. Aber scheinbar macht mich Mutter sein einfach müde.

Im Rahmen einer Lovelybooks Leserunde habe ich letztes Wochenende „Drei mal wir“ begonnen. Einen Liebesroman in drei Episoden. Immer geht es um Eva und Jim, aber in jeder der drei Geschichten laufen ihre Begegnungen, Beziehungen etc. in anderer Form ab. Es ist ein Spiel mit der Frage „Was wäre wenn…?“. Im groben hat mir das Buch ganz gut gefallen. Es war etwas schwierig den Überblick zu behalten und die einzelnen Erzählstränge nicht zu vermischen, aber es war auch eine interessante Leseerfahrung.

Auf PiMis Bücher bin ich auf den Jugendroman „Wie mein Sommer in Flammen aufging“ aufmerksam geworden. Als Strafe dafür, dass sie das Auto ihres Ex angezündet hat, muss die temperamentvolle Rosalita ihre Sommerferien mit drei Nerds verbringen. Ein Roadtrip voller Witz, Charme und mit mehr Tiefgang, als ich vermutet hatte. Ich kann Miris Begeisterung teilen.

Gestern habe ich mit „Willkommen in Night Vale“ begonnen. Eins der Bücher aus dem Frühjahrsprogramm, auf das ich am meisten gespannt bin. Ich hatte im Vorfeld keine Ahnung, was mich erwartet und jetzt auch immer noch nicht so wirklich. Ich glaube, dass man diesen Roman entweder liebt oder hasst. Mit klassischer Fantasy hat er nichts zu tun und doch macht gerade das Element „Fantasie“ den Reiz am Buch aus. Bisher lese ich es ganz gern und bin mega gespannt, wie es noch weitergeht.

Aus oben genannten Gründen bin ich in der vergangenen Woche kaum dazu gekommen den Laptop anzuschalten. Ich hoffe, dass sich das in der kommenden Woche wieder ändert. Rezensionen schreibe ich in meinem Notizbuch vor, aber sie müssen eben auch abgetippt und veröffentlicht werden. Außerdem fällt es mir gerade echt richtig schwer meine Gedanken auszudrücken und zusammen zufassen. Während der Schwangerschaft habe ich mich ständig beschwert, dass ich Schwierigkeiten habe meine Gedanken beisammen zuhalten und zu ordnen. Das war jedoch kein Vergleich zur Hirntätigkeit während der Stillzeit. Ich kann manchmal keine ganzen Sätze sprechen, erzähltes ist sofort wieder vergessen und die einfachsten Worte entfallen mir. Klingt komisch, ist aber wirklich so (die Muttis unter euch wissen ja wovon ich rede). Das ist ziemlich nervig, aber auch nicht zu ändern. Es macht mir jedoch Hoffnung zu wissen, dass es wieder vorbei geht. Aber jetzt wisst ihr wenigstens warum ich manchmal so diffus schreibe oder verwirrt auf eure Kommentare antworte ;)

Blogrundreise:


Die liebe Jess hat auf ihrem Blog Primeballerina's Books den Jugendroman „Mein bester letzter Sommer“ rezensiert. Ein Buch, das schon auf meinem SuB liegt und dass ich dank der vielen positiven Stimmen noch dringlicher lesen möchte.

Kerstin hat sich auf ihrem Blog eingehend mit dem Deutschen Hörbuchpreis 2016 beschäftigt. Einige Blogger (darunter meine Wenigkeit) haben die Preisträger gehört und rezensiert.

Die liebe Laura (vor kurzem zu Gast auf meinem Blog) hat nun ein eigenes Blogprojekt. Auf Lütte Lotte lebt sie „ihre Leidenschaft für hochwertige Bilderbücher und anderen Kids-Content“ aus. Ein sehr schöner Blog, nicht nur für Muttis.

Lebensreise:


geliebt: Freunde? Freunde!



gestapelt: Lesestoff



gebacken: früh übt sich ...



Euch allen einen fantastilistischen Sonntag.

Durchs Feuer - Jenny Valentine



Iris Eltern sind getrennt. Sie lebt bei ihrer Mutter, einer egoistischen Frau, die es ihr Leben lang nicht geschafft hat eine Bindung zu ihrer Tochter aufzubauen oder diese auch nur annähernd zu verstehen. Sie hat es nicht einmal versucht, denn Hannah interessiert sich ausschließlich für Geld und sich selbst.

Zum Vater hat Iris keinen Kontakt. Möchte sie auch nicht, denn Ernest hat sie mit Hannah allein gelassen, als Iris noch ein Kind war. Doch dann kommt ein Anruf, der alles verändert. Ernest ist sterbenskrank, hat nur noch wenige Tage zu leben und äußert einen letzten Wunsch: Iris zu sehen und die verbleibende Zeit mit ihr zu verbringen.

Iris hat es wirklich nicht leicht. Sie hat immer so vor sich hin gelebt, die Launen ihrer Mutter ertragen müssen, hat als Mittel zum Zweck gedient, aber nie die Liebe und Zuneigung erfahren, die normalerweise zwischen Mutter und Kind besteht. Um die fehlende Herzlichkeit zu kmpensieren, flüchtet sich Iris ins Feuer. Wenn sie zündelt erfährt sie eine Art Genugtuung, fühlt sich wohl und geborgen. Es ist ihre Art mit Frust und Trauer umzugehen, gibt ihr Sicherheit. Eine Struktur, die ihr zu Klarheit verhilft und wie ein Schutzwall um sie herum wirkt. Hannah kann damit nicht umgehen. Sie kehrt die Tatsache der Zündelei lieber unter den Tisch, als sich damit auseinander zusetzen und bemerkt auch nicht, dass sie einer der Triggerpunkte für Iris' Spiel mit dem Feuer ist.

Jenny Valentine hat ein Herz für Außenseiter. Für Charaktere, die es nicht leicht haben, aber tief im Inneren über viel Kraft verfügen. Die trotz aller Widrigkeiten stark sind und den negativen Seiten ihres Lebens trotzen. So eine Protagonistin ist auch Iris. Schon lange hat sie ihre eigenen Strategien entwickelt. Und seit neustem hat sie Unterstützung von einem ihr bislang unbekannten Vater, der sie ernst nimmt und ihr Geheimnisse offenbart, die ihr Leben von Grund auf verändern.

„Durchs Feuer“ ist für Autorin Jenny Valentine ein sehr persönliches Buch, denn sie verarbeitet darin den eigenen Verlust des Vaters. Wie Feuer brennt sich die Geschichte von Protagonistin Iris unter die Haut. Verletzt, berührt und wärmt.

Buchinfo:


DTV (Februar 2016)
220 Seiten
Taschenbuch
ab 14 Jahren
14,95 €
Übersetzung: Klaus Fritz

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Eine Therapie für Aristoteles - Melanie Sumner



Aristoteles Thibodeau ist die 12-jährige Ich-Erzählerin des Romans „Eine Therapie für Aristoteles“. Eigentlich ist sie die Verfasserin des Buches, denn mit Hilfe des Ratgebers „Einen Roman schreiben in 30 Tagen“ wird sie zur Schriftstellerin werden, um die Familie zu ernähren, und was bietet sich als Themengrundlage besser an, als die eigene Geschichte?

In Aris Familie geht es ziemlich turbulent zu. Vater Joe ist vor 8 Jahren verstorben. Mutter Diane ist chaotisch, geht leicht in die Luft und immer kurz davor ihren Job zu verlieren. Der 8-jährige Max ist ein schwieriges Kind. Hochsensibel. Explosiv. Und Aris? Die sollte sich eigentlich um die Probleme kümmern, die ein Mädchen ihres Alters beschäftigen. In Wirklichkeit dreht sich ihr Leben aber täglich darum, die Familie zusammen- und auf Spur zu halten.

Jedes Familienmitglied hat das Gefühl, dass Joe, der Vater fehlt. Dass prinzipiell ein Vater fehlt und dass mit ihm alles einfacher, alles besser wäre. Die drei haben es wirklich nicht leicht. Sie müssen sich durchkämpfen und Überlebensstrategien entwickeln. Das gelingt ihnen nur mittelmäßig, doch in einem sind sie ganz gut: im Familie sein. Denn egal, was passiert, was wieder einmal schief geht – sie sind füreinander da.

„Eine Therapie für Aristoteles“ ist eins der Bücher, die während des gesamten Leseaktes unterschiedliche Gefühle und Meinungen hervorrufen. Wie kann es sein, dass eine 12-jährige so (alt-)klug ist und das Kommando im Familiensystem übernimmt? Dass sie in diesem Ton ihre eigene Geschichte erzählt und den Blickwinkel eines Erwachsenen einnimmt? Kann man dies als künstlerische Freiheit gelten lassen oder sorgt die Autorin damit für einen unrealistischen Kontext?

Es ist ein bisschen was von allem und das macht das Buch so besonders. Es polarisiert auf eine eigene, vielleicht etwas skurrile Art und Weise, es wirbelt seine Leser durcheinander und fügt sie wieder zusammen, es fordert sie auf mitzudenken und es berührt, denn keine 12-jährige sollte das Gefühl haben in die Rolle eines Erwachsenen schlüpfen zu müssen.

Buchinfo:

DuMont (Februar 2015)
352 Seiten
Hardcover mit Schutzumschlag
19,99 €
Originaltitel: How To Write A Novel
Übersetzung: Eva Kemper

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[Reiseproviant] #9|16


Lesereise:


Der März hat den Februar abgelöst und mit dem Monatswechsel wächst die Sehnsucht nach Frühling mehr und mehr. Wir wünschen uns Sonne und Farbe, doch der Winter, der sich zu Weihnachten, als wir ihn uns gewünscht haben, versteckte, zeigt sich nun in voller Pracht.
Immerhin ist das Schmuddelwetter ideal um in die Seiten zu steigen und der Realität zu entfliehen.
Ich bin in der vergangenen Woche in vier verschiedene Leben geflohen.

Zu Beginn der Woche war ich noch zu Gast bei Familie Hawthorne. Eine sehr sympathische, aber alles andere als perfekte Familie. Ihre Ecken und Kanten und versteckten Lügen, machen sie zu interessanten Gesprächspartnern („Eine fast perfekte Familie“ / M. Mitchell Moore).

Als ich am Dienstag die Reise nach Acadia antrat, machte ich mich darauf gefasst, gegen das Böse kämpfen zu müssen. Dass ich mich zunächst in einem Ferienlager wiederfand, in dem die Lieblingstochter eines Reverends versucht die Welt zu verändern und einen Satz von sich gibt, der sehr „Ich habe eine Melone getragen“ ähnelt, hat mich ganz schön verwirrt. Fast so viel wie der faszinierende und geheimnisvolle Protagonist mit der dunklen Aura. („AnimA: SchwarzeSeele, weißes Herz“ / K. Kestner)
Zu diesem Roman gibt es ein Gewinnspiel, an dem ihr noch bis kommenden Donnerstag, 10.03.2016, teilnehmen und tolle Goodies gewinnen könnt.



Mit dem Feuer zu spielen ist gefährlich. Manchmal jedoch weniger als all die Lügen und Betrügereien, die das Leben bereithält. Gemeinsam mit Iris, einem Feuerteufel, reiste ich zu ihrem Vater, der sich in ihrer Kindheit aus dem Staub machte und nun an einer tödlichen Krankheit leidet. Vorsichtig nähern sie sich an. Ihr neuer Roman „Durchs Feuer“ ist tiefsinnig und rührend, ganz wie man es von Jenny Valentine gewohnt ist.

Nach so viel Lügen, Betrügen und Gefahren, muss die Woche in Wohlfühlatmosphäre ausklingen. Deshalb griff ich zu „Dreimal wir“. Ein Liebesroman, der auf eher spezielle Art aufgebaut ist. Die Autorin schreibt drei verschiedene Versionen der Geschichte um Eva und Jim. Ich habe gerade etwas über 50 Seiten gelesen und finde diese Form des erzählens bisher spannend.

Blogrundreise:


Im Herbst habe ich den Roman „Traumschiff“ von A. Nikolai gelesen. Ich selbst hatte meine Probleme mit der Geschichte. Auf Buchlese könnt ihr eine tolle Rezi zum Roman lesen, die diesen sehr gut beschreibt.

Buzzaldrins Bücher hat John Irvings „Witwe für ein Jahr“ rezensiert. Mein Wunsch wieder mal einen Irving zu lesen wächst. Zum Glück habe ich mir erst kürzlich einen gekauft …

Literatwo hat „Bruder Wolf“ rezensiert. Ein illustrierter Roman für Jugendliche.

Frau Wolkenweiss hat zum dritten Mal ein Interview mit einem Verlagsmitarbeiter zum Thema „Zusammenarbeit zwischen Verlag und Blogger“ veröffentlicht. Ihr Interviewpartner ist diesmal Sebastian Rothfuss von der Verlagsgruppe Randomhouse.


Lebensreise:


gelaufen: endlich kann ich mich wieder bewegen ohne eine schwere Kugel vor mir her zu schieben. Der Kinderwagen rollt leicht und das Herz-Kreislauf-System kommt so langsam wieder ins Training.
Bei Sonnenschein natürlich doppelt schön.

geplant: Posts, Rezis, Aktionen - der März ist (fast) durchgeplant

gefreut: Frühlingsblumen

geliebt: Weil die Zeit viel zu schnell verstreicht und diese Momente so voller Glück stecken,
gönnen wir sie uns so oft wie möglich.



Ich wünsche euch einen entspannten Sonntagabend und eine megafabulöse neue Woche!

[Rezension + Verlosung] AnimA: schwarze Seele, weißes Herz - Kim Kestner



Jedes Jahr verbringt Abby mit ihren Eltern Ferien in Acadia, einem Nationalpark in Kanada. Ihr Vater arbeitet in dem dortigen Ferienpark als Reverend und nimmt seine Familie mit. Abby liebt die Ruhe und das familiäre Miteinander. Ihre ältere Schwester Virginia hingegen möchte ihre Freizeit lieber in Clubs und auf Partys, vor allem aber in Gesellschaft mit Jungs verbringen.

In Acadia geht jährlich alles seinen gewohnten Gang. In diesem Jahr gibt es jedoch eine ganz neue Attraktion. Juspinn, der junge Magier, der mit seinen Vorstellungen voller Illusionen und seinem unglaublich guten Aussehen für mächtig Wirbel sorgt. Selbst Abby kann sich seinem Charme nicht verwehren. Fühlt sich magisch von ihm angezogen. Bei genauerer Betrachtung stellt sie fest, dass irgendetwas mit ihm nicht stimmt. Eine dunkle Aura umgibt ihn. Hat er möglicherweise damit zu tun, dass im Camp plötzlich Streit und Missgunst ausbrechen?

Es fällt mir etwas schwer meine Meinung zu „AnimA“ auszudrücken, denn ich blicke sehr zwiegespalten auf den Roman zurück.

Zunächst hat mich das wirklich wunderschöne Cover des Romans angesprochen, das hervorragend zum Inhalt passt. Neugierig geworden habe ich mir Klappentext und die Leseprobe angeschaut. Der Gedanke an einen Roman, der sich mit dem Kampf zwischen Gut und Böse beschäftigt, hat mich sofort gereizt und die ersten Seiten lesen sich auch locker weg. Dann ist mir eine enge Verbindung zu einem Film, der ebenfalls in einem Feriencamp spielt und von einem Mädchen erzählt, das Daddys Liebling ist und die Welt zum Guten verändern möchte ins Auge gestochen und hdie Ähnlichkeiten haben mich irgendwie total gestört. Es ist jedoch nicht so schlimm, dass der Spaß am Buch verdorben ist und nach einiger Zeit entwickelt sich die Geschichte auch in eine ganz andere, völlig unerwartete Richtung.

Kim Kestner gelingt es Spannung aufzubauen. Immer wieder habe ich mich gefragt, worauf sie wohl hinaus möchte und war dann überrascht, welchen Verlauf die Geschichte nimmt. Leider ist der Spannungsbogen aber sehr unbeständig und die Handlungen oft sehr holprig. Immer dann, wenn ich gerade in Fahrt gekommen bin, kam wieder ein Stolperstein, entweder die Ereignisse betreffend oder auf der sprachlichen Ebene, denn auch die fühlt sich für mich eher durchwachsen an.

Pluspunkte bekommt die Autorin von mir auf jeden Fall für die Figur Juspinn. Er ist geheimnisvoll, undurchdringlich und sexy. Seine düstere Art übt auf mich eine ähnliche Anziehungskraft aus, wie auf die weiblichen Figuren des Romans.

Meine Lesezeit mit „AnimA“ war also geprägt von Aufs und Abs. Den vor Begeisterung sprühenden Rezensionen einiger anderer Leser kann ich mich leider nicht anschließen, kann ihre Freude am Buch zum Teil aber nachvollziehen. Ich mochte die Figuren der dunklen Seite sehr, der Gegenpol ist mir manchmal etwas zu übertrieben dargestellt.

Buchinfos:


Arena (Februar 2016)
480 Seiten
Hardcover mit Schutzumschlag
ab 14 Jahre
18,99 €

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Verlosung:


Wie gefällt euch das Cover?
Was erwartet ihr hinter dem dort abgebildeten Symbol?

Unter allen, die im Kommentarfeld eine Antwort zu diesen Fragen hinterlassen, verlose ich mit freundlicher Unterstützung des Arena Verlags folgendes „AnimA“ Fanpaket, bestehend aus einem "AnimA" - Notizbuch, Aufklebern und Lesezeichen und Ansteck Button.


Teilnahmebedingungen:

  • Das Gewinnspiel läuft bis zum 10.03.2016 um 23:59 Uhr.
  • Teilnehmen kann jeder aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die bereits die Volljährigkeit erreicht haben. Wer noch keine 18 Jahre alt ist, benötigt die Einverständnis der Eltern.
  • Um den Preis versenden zu können, wird die Adresse des Gewinners an den Arena Verlag weitergeleitet.


Viel Glück!

[Statistik] Lesefreude im Februar

Februar


Hätte ich nur vier Worte, um den Februar zu beschreiben, würde ich diese vier wählen: großartig, hinreißend, glückselig, bewegend!

Der Februar war für mich vor allem in privater Hinsicht ein beeindruckender Monat. Unsere kleine Tochter ist geboren. All das, was man uns vorher über das Glück ein Kind zu haben erzählt hat, wird nicht annähernd dem Gefühl gerecht Eltern zu sein. Natürlich ist unser Leben nun anders als vorher. Für uns ist es aber eine große Bereicherung und egal welche Worte ich nun wähle, sie können nicht die Gefühle ausdrücken, die ich empfinde, wenn ich mein kleines Mädchen anschaue.

Wer nun denkt, dass ich im Februar keine Zeit mehr gefunden habe um zu lesen, der kennt noch nicht mein Zeitmanagement und weiß nicht wie groß meine Leidenschaft und Liebe zum Buch tatsächlich ist. Mein Umgang mit meinen Büchern hat sich allerdings in den letzten Wochen verändert. 
Buchrücken werden gebrochen (nie ohne ein weinendes Auge), Seiten umgeknickt und hier und da auch mal eine Notiz ins Buch rein geschrieben. So ist das eben, wenn man einhändig oder mit Kind auf dem Arm / Brust / Bauch liest. Wir beide genießen die Momente der Zweisamkeit und Ruhe. Ist die Mutti entspannt ist auch das Kind glücklich.



15) "Die Fotografin" / W. Boyd (Rezi)
16) "Die Traumknüpfer" / C. Wahl (Rezi)
17) "Die rote Wand" / D. Pfeife
r
18) "Dante Walker. Seelensammler" / V. Scott (Rezi)
19) "Der Wörterschmuggler" / N. Grueso (Rezi)
20) "Frühstück mit Jane Austen" / M. Inusa (Rezi)
21) "Eine Therapie für Aristoteles" / M. Sumner
22) "Windfire" / L. Raven (Rezi)
23) "Baba Dunjas letzte Liebe" / A. Bronsky
24) "Das Mädchen, das eine Wolke so groß wie der Eiffelturm verschluckte" / R. Puertolas
25) "Mein Herz wird dich finden" / J. Kirby (Rezi)
26) "180° Meer" / S. Kuttner
(Rezi)
27) "Eine fast perfekte Familie" / M. Mitchell Moore
(Rezi)


[Hörbücher]
  • "Leberkäsjunkie" / R. Falk (Sprecher: C. Tramitz)
  • "Paris ist immer eine gute Idee" / N. Barreau (Sprecher: S. Groth) (Rezi)
  • "Der Planet Trillaphon im Verhältnis zur üblen Sache" / D. Foster Wallace (Sprecher: U. Blumenbach) (Rezi)
Was das rezensieren angeht bin ich derzeit etwas faul bzw. fehlt mir manchmal einfach die Lust den Laptop an zumachen. Daher gibt es leider noch einige ausstehende Rezis.

Der Februar hat mit zwei richtig guten Büchern begonnen, hat sich dann aber als ein Auf und Ab dargestellt. Ich muss gestehen, dass ich im Moment ein wenig Schwierigkeiten habe aufregende Bücher zu lesen. Selbst Romane, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts spielen und sich um den ersten oder zweiten Weltkrieg drehen – in letzter Zeit eine meiner bevorzugten Themen – fallen bei mir derzeit durch. Ich schiebe es mal auf die durch die Geburt durcheinander geratenen Hormone. Daher greife ich momentan lieber zu lockerer, unterhaltsamer Literatur. Mein Jugendbuch-SuB dankt es mir, denn den habe ich in letzter Zeit schon ein wenig vernachlässigt.

Wen wundert es da, dass mein Highlight des vergangenen Monats aus der Sparte Jugendbuch kommt? „Mein Herz wird dich finden“ ist zwar nicht gerade in die Rubrik leichte Unterhaltung einzuordnen, wurde von mir aber innerhalb kürzester Zeit verschlungen. Die Geschichte, die sich um die Thematik Tod und Organspende dreht, ist sehr berührend und ich habe manches Tränchen verdrückt. Sanft und zaghaft ist der Erzählton der Autorin und steht damit im Gegensatz zu meinem anderen Monatshighlight „Die Fotografin“. Autor William Boyd erzählt die fiktive Geschichte der Fotografin Amory Clay, die sich als Frau nach und nach in einer Männerdomäne behauptet und mal trotzig, selbstbewusst, mal von Zweifeln und den Tücken des Schicksals geplagt durchs Leben kämpft. Eine starker Roman, in dem zu keiner Zeit auffällt, dass der Erzähler dieser Frauengeschichte ein Mann ist und jedes Wort darin ausgedacht ist, weil es so real wirkt.
Im letzten Monatsrückblick habe ich geschrieben, dass ich nicht mehr so viele Worte an meine Leseliste verschwenden möchte, weil ihr ja auch die Rezensionen dazu lesen könnt. Da „Das Mädchen, das eine Wolke so groß wie der Eiffelturm“ noch nicht rezensiert ist, muss ich den Roman noch ganz kurz ansprechen. Es ist eins dieser besonderen Bücher, die mit viel Humor und Wärme und einer ergreifenden Geschichte, zu Herzen gehen. Ich kann euch dieses kleine Buch, das Mut und Freude macht, wirklich nur empfehlen.

Welches im Februar gelesene Buch konnte sich einen besonderen Platz in eurem Herzen oder Regal ergattert?
Konntet ihr den zusätzlichen Tag im Februar für Lesezeit nutzen?



Da ich im Moment so viel lese und Hörbücher höre, musste der [Nostalgie Mittwoch] im Februar (und vermutlich auch im März) eine kurze Auszeit nehmen und den Hörbuch Rezensionen Platz machen. Da ich auf jeden Fall meine Rubrik [Reiseproviant] beibehalten und mir den Freitag für besondere Beiträge freihalten möchte, sowie die anderen Tage für Rezensionen brauche, musste irgendwer den Kürzeren ziehen. Die Wahl ist auf den [Nostalgie Mittwoch] geworden. Er soll aber nicht ganz verschwinden. Ich muss mir mal überlegen, in welcher Form ich alles am besten unter einen Hut bringe, um dort auch wieder eine Regelmäßigkeit rein zubringen. Eine Ausgabe des [Nostalgie Mittwoch] hat es im Februar gegeben. Dort habe ich euch das Buch „Die Ameisenkolonie“ von Jenny Valentine empfohlen.

Der [Reiseproviant] geht immer sonntags online. Dort erfahrt ihr regelmäßig welche Bücher ich in der vergangen Woche gelesen habe, ich zeige euch Bilder aus meinem Leben und ich verlinke lesenswerte Beiträge anderer Blogger oder Artikel aus der Welt der Literatur. Letzten Sonntag musste er einmal ausfallen, weil ich doll Migräne hatte. Ansonsten sind im Februar aber #6|16, #7|16 und #8|16 online gegangen.

Im Februar habe ich vier neue Bücher für die Aktion [Das Jahr des Taschenbuchs] gekauft und eine Kolumne zum Thema SuB veröffentlicht.

Interviewpartnerin beim literarischen Interview [7 auf einen Streich] war Laura Sonnefeld, Assistentin von Karla Paul, Feel-Good-Managerin und Kommunikationsbeauftragte bei Edel eBooks und edel&electric.






Jugendbuch:


Silfur - Die Nacht der silbernen Augen Heute sind wir Freunde Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance

Silfur“ / N. Blazon / cbt
Heutesind wir Freunde“ / P. Spychalski / cbt
Gegendas Glück hat das Schicksal keine Chance“ / E. Laure / FISCHER KJB

Fantasy:


Buchdeckel „978-3-608-96137-9 Die Magie der Namen Feuerstimmen

Willkommenin Night Vale“ / J. Fink & J. Cranor / Hobbit Presse
DieMagie der Namen“ / N. Gozdek / PIPER
Feuerstimmen“ / C. Hardebusch / PIPER

Belletristik:


Als Hemingway mich liebte Die Frauen von La Principal September

AlsHemingway mich liebte“ / N. Wood / Hoffmann & Campe
DieFrauen von La Principal“ / L. Llach / Insel
September“ / J. Mattern / Berlin Verlag


Auf welche Neuerscheinungen freut ihr euch ganz besonders?
Welche Bücher eures SuBs möchtet ihr im März unbedingt lesen?


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