04.05.17

Der schwarze Thron: Die Schwestern - Kendare Blake



Sie sind Schwestern. Sie sind Drillinge, die Töchter der Königin. Jede von ihnen hat das Recht auf den Thron des Inselreichs Fennbirn, aber nur eine wird ihn besteigen können. Mirabella, Katharine und Arsinoe wurden mit verschiedenen magischen Talenten geboren — doch nur, wer diese auch beherrscht, kann die anderen Schwestern besiegen und die Herrschaft antreten. Vorher aber müssen sie ein grausames Ritual bestehen. Es ist ein Kampf um Leben und Tod — er beginnt in der Nacht ihres sechzehnten Geburtstages …
(Text & Cover: Penhaligon, Foto: N. Eppner)
Drei Schwestern, die in ein und demselben Adelsgeschlecht entstammen, geboren von einer mächtigen Königin, die über die magische Gabe verfügt keinen Schaden zu nehmen, wenn sie Gift zu sich nimmt. Aufgewachsen bei Pflegeeltern, die jeweils dem Clan der Naturbegabten, Giftmischer oder Elementwandler angehören, denn jede der Schwestern verfügt über eins der jeweiligen Talente.

Sollte sie zumindest, denn nur die Stärkste von ihnen schafft es auf den Thron und hat die Verpflichtung die anderen beiden Schwestern zu töten. Es kann nur eine Königin geben. Prinzessinnen sind unerwünscht. Doch außer Mirabella zeigt keine der Mädchen ein außergewöhnlich starkes Talent. Ganz im Gegenteil. Die Clans tricksen was das Zeug hält, um am Ende ihre Prinzessin auf den Thron heben zu können.

Die Schwestern sind nicht nur von Gönnern umgeben. Macht ruft Neider auf den Plan und diejenigen, die sich die Position der Prinzessinnen bzw. der künftigen Königin zu Nutze machen wollen. Wer ist Freund? Wer ist Feind? Intrigen, Machtspiele und drei Mädchen, die ihr Leben nicht kampflos aufgeben - all das ist "Der schwarze Thron".

Prinzipiell klingt die Idee der sympathischen, in Südkorea geborenen Kendare Blake, ja erstmal ziemlich spannend. Die Umsetzung hat mich dann leider nicht so vom Hocker hauen können, wie ich es mir gewünscht habe. Blake hat ihr Potenzial, das definitiv zu erkennen ist, nicht so ausgeschöpft, wie es möglich gewesen wäre und so bewegt sich der Spannungsbogen auf und ab.

Immer dann, wenn ich etwas wirklich fesselndes erwartete, ließ die Spannung wieder nach. Vielversprechende Handlungsstränge wurden meist durch belanglose, zum Teil banale Dialoge fortgeführt. Zwei der drei Schwestern sind interessante Charaktere, eine von ihnen ist mir zu fad und farblos. Dass Blake in der Lage ist, Figuren vielschichtig zu konzipieren, zeigt sie vor allem bei den Nebenfiguren.

Das Ende versöhnt mich wieder mit diesem ersten Band einer Dilogie, von der ich mir so viel versprochen hatte. Ein übler Cliffhanger, den ich so auf gar keinen Fall erwartet habe, macht mich neugierig auf Teil zwei "Die Königin" (ET: 25.09.2017). Wie wird Blake das Problem 3:1 wohl lösen? Und wie wird sie das einbinden, was wir am Ende vom ersten Teil erfahren? Fragen, mit denen Blake uns lockt und zeigt, dass sie Spannungsaufbau eben doch drauf hat.

BIBLIO:

Penhaligon (9. Mai 2017)
Paperback, Klappenbroschur
448 Seiten
14,99 €
Originaltitel: Three Dark Crowns (Book 1)
ÜBERSETZUNG: Charlotte Lungstrass-Kapfer

REIHENINFO:

1. Der schwarze Thron: die Schwestern
2. Der schwarze Thron: die Königin

WEITERE REZENSIONEN:


EXTRAS:

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Nanni

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