Cavaliersreise - Mackenzie Lee



Gab es je ein abschreckenderes Beispiel für junge Bildungsreisende als Sir Henry Montague? Nach Montys Cavaliersreise wird der englische Adel seine Sprösslinge bestimmt nie wieder auf den Kontinent schicken! Irgendwie ist Monty immer in eine Tändelei verwickelt oder betrunken oder zur falschen Zeit am falschen Ort nackt (in Versailles! Am Hof des Königs!). Zwischen Paris und Marseille verlieren Monty, Percy und Felicity auch noch ihren Hofmeister, kämpfen gegen Wegelagerer und Piraten, gegeneinander (Monty und Felicity) oder gegen ihre Gefühle füreinander (Monty und Percy). Aber am Ende dieser abenteuerlichen Reise finden sie alle drei nicht nur zueinander, sondern auch zu sich selbst.(Text & Cover: (c) Carlsen, Foto: N. Eppner)

"Cavaliersreise" ist eins der Bücher, nach denen wir alle uns sehnen. Die Geschichte um Monty, Percy und Felicity ist so individuell und farbenprächtig, wie wir es nur selten erleben. Abgerundet wird der Roman, der uns Lesern - egal ob Jugendlich oder jenseits der Zielgruppe - so viel zu bieten hat, durch eine starke Schreibe, die gleichermaßen mit Ernst und Humor glänzt und sich sprachlich harmonisch ins Setting einer längst vergangenen Zeit einfügt. 

Henry Montague (genannt Monty) ist ein spitzbübischer junger Mann, der seine Grübchen geschickt einzusetzen vermag. Eine Figur, die mich sofort mitgerissen hat. Ich konnte seinem Charme ebenso wenig widerstehen, wie all die Frauen und Männer, die er bereits verführt hat. Verführung ist eins seiner Hobbys, viel mehr kann er nicht - so der Glaube seines Vaters, der sich nach all den Jahren auch in Montys Geist eingebrannt hat. Dabei lenkt er sich mit all seinen Eroberungen nur ab, denn eigentlich gilt seine Liebe dem jungen Percy, der seit je her sein bester Freund ist.

Homosexualität im 18. Jahrhundert. Kein leichtes Schicksal für Monty, denn Toleranz ist in diesem Zeitalter keine besonders erstrebenswerte Tugend. Um seine "Krankheit" loszuwerden und endlich einzusehen, dass es an der Zeit ist Verantwortung zu übernehmen, schickt der Vater ihn auf Cavaliersreise. Sozusagen das Auslandsjahr des 18. Jahrhunderts. Diese verläuft nicht so, wie Monty es sich gewünscht hätte und sowieso ganz anders, als alle es erwartet haben. Ich sage nur: Alchemie, verruchte Frauenzimmer, Piraten, geheimnisvolles Kästchen.

Klingt nach Abenteuer? Genau das ist es auch. Ein Abenteuerroman feinster Güte. Mit allem, was so eine Geschichte an Spannung, Handlungen und Figuren benötigt. Aber "Cavaliersreise" ist noch so viel mehr. Es ist ein Roman über Freundschaft, über Mut, über Toleranz. Es steckt ein bisschen Krimi drin und ganz viel Coming-of-Age. Und all das im 18. Jahrhundert, in der eine Truppe aus einem homosexuellen Adelssöhnchen, einem freien Farbigen und einer Frau, die Medizin studieren möchte, einen Skandal ungeahnten Ausmaßes auslösen kann. Nur deshalb, weil sie so sind, wie sie sind. Was wir heute als selbstverständlich ansehen, könnte Monty, Percy und Felicicty in den Kerker bringen, wo Todesstrafe eine mögliche Sanktion wäre.

"Cavaliersreise" ist eins dieser perfekten Bücher, eins der Sorte, die man gerne empfiehlt und verschenkt. Die Schreibe der Autorin ist großartig. Sie hat mich so oft zum Schmunzeln gebracht und trotzdem waren die Schwierigkeiten, die Monty, Percy und Felicity alleine durch ihr Handeln, ihre Wünsche und ihre Hautfarbe hatten, mehr als präsent. "Cavaliersreise" hat mich unfassbar gut unterhalten und ich wünsche diesem Buch ganz, ganz viele Leser.

BUCHINFO:

Königskinder (März 2017)
496 Seiten
Hardcover mit Schutzumschlag
ab 16 Jahren
19,99 €
Übersetzung: GESINE SCHRÖDER

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[Kurz gesagt] "3000 Arten ich liebe dich zu sagen" / Marie-Aude Murail



Chloé ist die zurückhaltende Tochter aus gutem Hause, Bastien ist witzig und unbeschwert, und Neville wirkt düster und unnahbar. Verschiedener könnten sie kaum sein. Und doch wird aus ihnen ein unzertrennliches Trio. Denn eine Leidenschaft vereint sie: die Schauspielerei.
Und während sie von ihrem charismatischen Lehrer lernen, wie viele Arten es gibt, »Ich liebe dich« zu sagen, werden sie sich ihrer eigenen Gefühle füreinander bewusst. Sie spielen ihre Rollen – und finden dabei heraus, wer sie im echten Leben sein möchten.

Eine wunderbare Geschichte über den Ernst und die Leichtigkeit des Lebens – und über die Liebe. Von der Autorin von ›Simpel‹.
(Text & Cover: S. Fischer Verlage, Foto: N. Eppner)

3 gute Gründe warum es sich lohnt "3000 Arten ich liebe dich zu sagen" zu lesen:


  1. Die Protagonisten der Geschichte heben sich von der breiten Masse ab, kämpfen aber zeitgleich mit Problemen, die du und ich auch kennen. Es ist die Suche nach dem "Wer bin ich?" und dem "Wo will ich hin?", die Chloé, Neville und Bastien beschäftigt. Der Wunsch endlich auf eigenen Füßen zu stehen, sich von dem Leben der Eltern zu differenzieren, diese aber nicht enttäuschen zu wollen.

  2. Die Schreibe der Autorin ist von typisch französischem Flair. Eine Mischung aus Leichtigkeit, dem Wunsch das Leben fließen zu lassen, und einer gewissen Melancholie. Unverdrossen, fast naiv durch die Welt zu gehen, gepaart mit der Schwere des Fehlens eines Leitfadens, eines Geländers, an dem man sich entlang hangeln, notfalls auch mal stützen kann, führt zu einer Atmosphäre, in der ich mich als Leser wohlgefühlt habe, die mich aber auch immer wieder zum Nachdenken gebracht hat und meine Emotionen auf verschiedene Arten geweckt hat.

  3. Die Entwicklung der Coming-of-Age Geschichte ist sehr gut gelungen. Während des kompletten Verlaufs werden einige Dinge nur angedeutet, die sich hier und da noch auflösen, zum Teil aber auch ungewiss bleiben, so dass sich jede(r) LeserIn ein eigenes Bild verschaffen kann. Erst ganz zum Ende löst sich die Frage wer denn nun eigentlich wen auf welche Art liebt.


BUCHINFO:

304 Seiten
Hardcover
12,99 €
ab 14 Jahren
Übersetzung: TOBIAS SCHEFFEL
Hier Versandkostenfrei bestellen

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[Jahr der Königskinder] #JdKöKi - Abstimmung für den April - Titel



Der März ist schon wieder zur Hälfte vorüber und die Wahl des #JdKöKi April-Titel steht an. Ich bin sehr froh, dass ihr uns die Entscheidung abnehmt, denn die Auswahl ist wieder einmal ganz große Klasse.

Das neue Programm steht vor der Tür und der Königskinderverlag konnte dafür einige wundervolle Titel gewinnen, von denen es drei Bücher auf die Liste der Nominierten geschafft haben. Dennoch behalten wir auch die älteren Titel sehr gerne im Blick.

Das sind die Nominierten:


"Eine Geschichte der Zitrone" | Jo Cotterill | nominiert von Dani von Brösels Bücherregal

Inhalt: „Ein Hymne auf das Lesen und die Freundschaft! Wie gern hätte Calypso eine richtige Freundin! Vielleicht wird es ja Mae, die Neue in der Klasse? Die ist genauso ein Bücherwurm wie sie. Auch wenn für Mae ein Buch nur gut ist, wenn sie am Ende richtig heulen muss. Aber Calypsos Dad findet, man soll sich nicht auf andere einlassen. Er hat ohnehin keine Zeit für so was – er schreibt sein Meisterwerk über die Geschichte der Zitrone. Und scheint darüber oft zu vergessen, dass er eine Tochter hat. Je mehr Zeit Calypso bei Mae und ihrer herzlichen Familie verbringt, desto klarer wird ihr, wie seltsam, staubig und leer ihr eigenes Zuhause ist. Damit sich das endlich ändert, müssen alle zusammenhelfen.“ (Quelle: carlsen.de)

Mit "Eine Hymne auf das Lesen und die Freundschaft" hat dieses Buch quasi schon meine doppelte Aufmerksamkeit geweckt. Ich liebe Bücher über Freundschaften und zum Thema Lesen brauche ich wohl kaum noch irgendwas sagen. Außerdem versprüht es mit seinem frischen Cover Frühlings- und Sommerflair, was nach einer frostigen Zeit genau das Richtige ist.

"Der Himmel über Appleton House" | S.E. Durrant | nominiert von Nanni von Fantasie und Träumerei


Inhalt: "Ira und Zac müssen schon wieder umziehen – diesmal von einer Pflegefamilie ins Kinderheim. Es wird der erste Ort, an dem sie glücklich sind. Trotzdem: Ira sehnt sich nach dem Unmöglichen, nach einer richtigen Familie. Mit Mutter und Vater und einer eigenen Haustür. Aber die Geschwister sind nicht mehr klein und sie wollen zusammenbleiben. Keine guten Voraussetzungen. Am Ende finden sie dennoch ein Zuhause: in Martha, in Appleton House und in ihrem Garten. Und wenn der Abschied vom Kinderheim, von den Menschen dort, auch schwerfällt: Sie haben endlich ihr kleines Stück von Himmel gefunden. Für immer." (Quelle: carlsen.de)

Da ich vor meiner Elternzeit in der stationären Jugendhilfe gearbeitet habe, bin ich sehr gespannt wie das Thema Kinderheim bzw. Pflegefamilie umgesetzt wird. Ich denke, dass uns Leser hier eine sehr tiefgründige und bewegende Geschichte erwartet, die aber zudem von Hoffnung erzählt. Eine Kombination, die ich sehr mag.

"Löffelglück" | Tracy Holczer | nominiert von Sandy von Nightingale's Blog


Inhalt: "Wer tausend Kraniche aus Papier faltet, bekommt einen Wunsch erfüllt. Seit Grace zu ihrer Großmutter in die kleine Stadt Auburn Valley gezogen ist, findet sie immer wieder Papier-Kraniche. Schickt ihre Mutter ihr Zeichen aus dem Himmel? Schließlich hat sie früher immer Kraniche aus (geklauten) Löffeln gemacht. Und Grace braucht ein Zeichen, genauso wie sie endlich ein Zuhause braucht. Eine kleine Mumie mit Brille, das Suppenrestaurant Löffel und nicht zuletzt die kleine kalifornische Stadt selbst zeigen ihr den Weg.Eine Geschichte über die heilende Kraft von Sarkophagen, Gemeinschaft und einer Schüssel guter Suppe." (Quelle: carlsen.de)

"Löffelglück" von Tracy Holczer müssen wir lesen, weil mir schon beim Lesen des Klappentextes warm ums Herz wurde. Ein Buch über die Sehnsucht nach Geborgenheit und einem Zuhause. Da wird mir ganz blümerantig!

"Barney Kettles bewegte Bilder" | Kate deGoldi | nominiert von Nils von Bunteschwarzweißwelt


Inhalt: "Der unnachahmliche Barney Kettle, Filmemacher, großer Bruder, Teilzeit-Diktator, wird ganz sicher eines Tages ein weltberühmter Regisseur. Bisher ist sein Werk ist nur seinen Freunden und den Bewohnern der Straße bekannt, doch der Weltruhm ist nicht mehr fern. Gerade hat er noch das Krippenspiel (mit Maria und Joseph auf einem Tandem) abgedreht – und dann das: Barney hat eine Schaffenskrise! Nicht einmal seine Schwester Ren, überaus klug und eine zwanghafte Listen-Macherin, kann ihm helfen. Bis den beiden klar wird, dass der neue Film genau vor ihrer Nase passiert. Dass ihre Straße die Geschichte ist." (Quelle: carlsen.de)

Ich finde, der Inhalt hört sich einfach nur wunderschön und außergewöhnlich an! Den Aspekt des Filme- machens habe ich zuvor nirgends gelesen, was ich schade finde, da ich die Thematik wirklich toll finde!


"Milchmädchen" | G.R. Gemin | nominiert von Anja von Der Bücherblog


Inhalt: "Zwölf Kühe mitten in einem schäbigen walisischen Wohngebiet verstecken? Das bleibt doch niemals unbemerkt! Aber Gemmas Leben ist sowieso total durcheinander – ihr Vater ist im Knast, die Mutter abgekämpft und der kleine Bruder nervt einfach nur. Und wie sie sich mit der komischen, starken Außenseiterin Kate angefreundet hat, weiß sie eigentlich selbst nicht. Aber Kate braucht Gemmas Hilfe, damit ihre Kühe nicht verkauft werden müssen.
Gemmas Nachbarn kümmern sich normalerweise nicht so um andere Leute – geschweige denn um Tiere. Doch nun stehen dicke, muhende, Gras fressende Kühe in ihren Gärten. Und setzen einiges in Bewegung!
***Ein charmantes walisisches Sozialmärchen à la Kick it like Beckham***" (Quelle: carlsen.de)

Das Cover strahlt unbändige Lebensfreude aus und dass sich die Handlung um zwölf Kühe dreht, klingt so verrückt und lustig, dass ich unbedingt wissen möchte, wie sich diese Geschichte entwickelt!

"Kleiner Wahn" | Dianne Touchell | nominiert von Ina von Ina's little Bakery


Inhalt: "Rose liebt Michael. Und Michael liebt Rose. Sie haben zum ersten Mal Sex. Schüchtern und liebevoll. Dass sie keine Kondom benutzen, ist nicht so schlimm. Schließlich ist es für beide das erste Mal, da kann ja nicht viel passieren. Zwei Monate später zählt Rose die Tage: 61 seit ihrer letzten Periode und der Schwangerschaftstest ist eindeutig positiv. Was werden ihre Eltern, was werden die Leute sagen? Das kann nicht sein und das darf nicht sein.
Rose verdrängt, dass sie schwanger ist. Und Michael verdrängt, dass Rose schwanger ist. Und das Unheil nimmt seinen Lauf …" (Quelle: carlsen.de)

Aus der blauen Serie habe ich bisher noch kein Buch gelesen, obwohl ich sie fast komplett im Regal stehen habe. Der Klappentext verspricht eine sehr bewegende Geschichte die sicher unter die Haut geht. Darauf hab ich gerade echt Lust.

"Der Koffer“ | Robin Roe | nominiert von Anni von Bücherstapel


Inhalt: »Wie viele Sterne?«, hat Julians Vater immer gefragt, wenn er ihn abends ins Bett brachte. Zehntausend-Sterne-Tage waren die besten überhaupt. Doch Julians Eltern sind tot. Seit er bei seinem Onkel wohnt, ist ihm ist nichts geblieben als Geheimnisse und ein Koffer voller Erinnerungen. Als Julian seinem Pflegebruder Adam wiederbegegnet, ist er zunächst voller Glück. Adam, der so nett ist und so tollpatschig und trotzdem zu den Coolen gehört. Doch es ist schwierig Vertrauen zu fassen. Und je mehr Vertrauen Julian fasst, desto mehr kommt Adam hinter seine Geheimnisse. Das bringt sie beide in große Gefahr." (Quelle: carlsen.de)

 Ich finde den Inhalt total ansprechend! Zahntausend-Sterne-Tage und ein Koffer voller Erinnerungen? Und welche Geheimnisse hat Julian? Und warum bringen diese Julian und Adam in Gefahr? Fragen, die ich für mich im April gerne klären würde, denn ich hab echt so richtig Lust auf das Buch!

So, nun seid ihr an der Reihe.
Welcher Titel ist euer Favorit?


And the Winner is:



"Der Koffer" / Robin Roe



Nach wie vor dürft ihr #JdKöKi unter all eure Tweets, Posts und Bilder setzen. Wir freuen uns, wenn wir dadurch auf eure Beiträge aufmerksam werden und mit euch ins Gespräch kommen.

Bisher gelesene Bücher:


JANUAR | "Salz für die See" von R. Sepetys


Ich habe viele Tränen geweint. Tränen der Trauer, der Wut und Tränen der Hoffnung in Hoffnungslosen Situationen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich jemals ein Buch gelesen habe, das mich so bewegt hat.

"Salz für die See" ist ein außergewöhnliches Buch. Nicht in seiner Thematik, aber in seiner Umsetzung. Gefühlt geht jedes einzelne Wort tief unter die Haut. Brennt in den Kopf was einmal war und nie mehr so sein soll. Es ist ein Buch, das absolut jeder lesen sollte.

FEBRUAR | "Alles, was ich sehe" von M.L. Curtis


"Alles, was ich sehe" lebt von seinen Protagonisten. Ob Maggie mit all ihrer Wut und Verzweiflung, der stille Mason oder die extrem optimistische Clarissa - sie alle tragen dazu bei, dass dieser Roman eine wundervolle Erzählung wird.

Ein ganz besonderer Protagonist ist Ben. Er ist Autorin Marci Lyn Curtis wirklich gut gelungen. Ein Mensch, den ich gerne einmal treffen würde.


Im Schatten des Himmels - Guy Gavriel Kay



»250 sardianische Pferde, Geschöpfe von unvergleichlicher Schönheit und Seltenheit!« Als der Kriegermönch und Gelehrte Shen Tai für seine Heldentaten von der Jadeprinzessin des Nachbarreiches belohnt wird, macht ihn das überaus großzügige und gefährliche Geschenk auf einen Schlag zu einem der mächtigsten Männer im Reich der Mitte.

Die Herrschenden von Kitai – eine Fantasy-Version des Chinas der Tang-Dynastie – wollen jedoch keinen neuen Konkurrenten neben sich dulden und senden Mörder aus, um Shen Tai aus dem Weg zu räumen. Nach einem ersten Attentatsversuch beschließt Shen Tai, in die Hauptstadt zu reisen, um die Pferde dem Kaiser zum Geschenk zu machen. Begleitet wird er von der jungen Kriegerin Wen Song, die geschworen hat, ihn mit ihrem Leben zu beschützen, und dem berühmten Dichter und Trunkenbold Sima Zian, der seinem jungen Freund mit Rat und Tat zur Seite steht. Die Gefährten erwartet eine abenteuerliche und gefährliche Reise, auf der sich das Schicksal des Reiches entscheiden wird. (Text & Cover: S. Fischer Verlage, Foto: N. Eppner)

Schon vor langer Zeit hat mir eine liebe Bloggerkollegin nahe gelegt, ein Buch des erfolgreichen kanadischen Autors Guy Gavriel Kay zu lesen. Bis zum Erscheinen von "Im Schatten des Himmels" habe ich diese Empfehlung immer wieder zur Seite geschoben. Nun frage ich mich wie ich so lange auf Fantasy von dieser Qualität verzichten konnte.

"Im Schatten des Himmels" reiht sich mühelos in meine persönliche Liste der besten Fantasyromane ein. Und das, obwohl der Einstieg wirklich mühselig war. Ganze 200 Seiten hat es gedauert, bis ich so richtig drin war und trotzdem war ich von Anfang an begeistert von Kays Schreibe und seiner Art seine Geschichte zu konzipieren. Würde ich noch einmal von vorn beginnen, würde ich mir Zettel und Stift in die Hand nehmen und mir alle Namen notieren, denn die klingen für mein westliches Ohr alle sehr ähnlich und haben immer wieder zu Verwirrung gesorgt.

Die ersten rund 200 Seiten nutzt der Autor tatsächlich als Einführung. In das Leben von Protagonist Shen Tai und die politischen Machtverhältnisse von Kitai, das wie bereits in der Inhaltsbeschreibung erwähnt, eine Version Chinas während der Tang-Dynastie ist. Kitais Herrscher ist ein Kaiser, doch die wahren Drahtzieher der Macht sind diejenigen, die hinter ihm sitzen. Raue, selbstgefällige Männer, die den Hals nicht voll genug kriegen können und sich durch Shen Tais neu gewonnene Macht, die er durch den Besitz der sardianischen Pferde, Himmelsgleichen Geschöpfen, erlangt, bedroht fühlen oder einfach Neid verspüren.

Nach dem bereits erwähnten ersten Teil, der mit großer Sorgfalt zu lesen ist, um einen Überblick über Situation und Strukturen zu bekommen, überrascht Kay mit einer sehr unerwarteten Handlung, die etwas mehr Geschwindigkeit in die Geschichte bringt. So ändert sich auch der zuvor bedächtige Erzählton zu der Schreibe, die man von einem Roman wie diesem erwartet. Passend zu Mythen, Legenden und Aberglauben wird diese von einem leicht poetischen Unterton begleitet.

Neben dem faszinierenden Setting, besticht Kay mit der Ausarbeitung seiner Protagonisten. Shen Tai, der jahrelang in der Gegenwart von Geistern verbracht hat und daher unsicher ist im Umgang mit Menschen, aber über ein sehr sensibles Gespür dafür verfügt, was zwischen Worten, zwischen dem Wind und der Atmosphäre geflüstert wird, ist eine Romanfigur, die ich sehr gerne begleitet habe. Mit Widerwillen musste ich mit ansehen, wie er zwischen die Fronten der Politik geriet, ohne ihn warnen oder unterstützen zu können, was ich gefühlt gekonnt hätte, da ich so drin war in seiner Geschichte. Eine meiner Lieblingsfiguren ist eine Kanlin. Eine Kriegerin aus einem Tempel, zu deren Rolle im Roman ich nicht mehr verraten möchte.

"Im Schatten des Himmels" ist ein bildgewaltiger, starker Fantasyepos, der mich trotz anfänglicher Orientierungsschwierigkeiten mit einer spannenden und fein durchdachten, in komplexen Erzählsträngen verfassten, mysthisch atmosphärischen Geschichte sehr beeindrucken konnte. Guy Gavriel Kay steht für mich nun auf der Liste der Fantasyautoren, deren Bücher man unbedingt lesen sollte.

BUCHINFO:

Fischer TOR (2016)
720 Seiten
Paperback
16,99 €
Übersetzung: Birgit Maria Pfaffinger / Ulrike Brauns
hier Versandkostenfrei bestellen

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#bloggerliebe - weil bloggen mein Leben bereichert



#bloggerliebe ist eine Blogparade, die von Stefanie Leo ins Leben gerufen wurde und für mehr Akzeptanz unter Bloggern steht. Hierbei geht es darum das Bloggen und natürlich die dahinter stehenden Blogs zu würdigen und ihnen die Wertschätzung entgegen zu bringen, die sie verdienen.
Mehr dazu erfährst du hier.

Was ist dieses Bloggerdings überhaupt? 


Da ich hoffe, dass auch viele Menschen meinen Blog lesen, die nicht bloggen, hier eine kleine Einführung in das, was ich hier mache.

Mein Blog Fantasie und Träumerei ist mein persönliches Bücherzimmer. Es ist der Raum, in dem ich mich wohlfühle, in dem ich ungeniert über Bücher plaudern kann und alle Themen, die damit zu tun haben. Wie z.B. die Buchmesse oder Verlagsvorschauen. Sehr gerne führe ich Interviews mit Autoren, denn die Menschen hinter geliebten Geschichten kennenzulernen, finde ich unglaublich spannend.

Mein Blog dient mir als Tagebuch, aber auch als Kommunikationsinstrument, um mit ebenso Bekloppten Gleichgesinnten in Kontakt zu treten.

Schon als Kind habe ich es geliebt mich mit Freundinnen über Gelesenes auszutauschen. Im Erwachsenenalter nahmen die Freundschaften zu bibliophilen Menschen ab bzw. haben die Menschen in meinem Umfeld andere Interessen, als Bücher. Nun kann ich so oft ich möchte über Bücher reden und bekomme ein Feedback zu meiner Meinung. Von Verlagen, von Autoren und von euch, meinen Bloglesern. Darüber freue ich mich besonders, denn es macht Freude die Kommentarfuntkion zu nutzen, um mit euch zu plaudern und zu diskutieren. Andere Blickwinkel zu erfahren und Buchtipps zu bekommen.

Warum Bücher?


Wie meine Leidenschaft zum Lesen begonnen hat, könnt ihr hier nachlesen. Warum ich sie fortführe, will ich euch jetzt erklären.

Lesen ist kein Hobby wie ein anderes. Es ist nichts, was man für eine Stunde täglich ausführt und dann ist es wieder vergessen. Klar, beim Sport erzielt man im Idealfall auch positive Effekte, aber beim Lesen ist es noch etwas anderes. Intensiver.

Lesen bildet. Lesen bereichert. Nicht nur mich, sondern auch meine Familie. Seit meine Tochter drei Monate alt ist, lese ich ihr vor. Das stärkt unsere Bindung und ihr Verständnis von Wörtern ist jetzt, mit etwas mehr als einem Jahr, schon recht hoch. Bisher interessiert sie sich noch fast ausschließlich für die bunten Bilder, das Seitenrascheln und findet es lustig, wenn Mama plötzlich mit verstellter Stimme spricht. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass sie schon bald der Faszination von Geschichten erliegen wird, die uns hinaustragen können in das Reich unserer Fantasie und uns mit Freude, Schmerz oder einem Lächeln im Gesicht zurücklassen.

Nicht jedes Buch bleibt uns nachhaltig im Gedächtnis, aber im Idealfall regt es uns zum Nachdenken an. Setzt etwas in uns in Bewegung. Manchmal kann uns ein Buch helfen eine Lösung für eine schwierige Situation zu finden oder unsere Perspektive auf ein Problem verändern, so dass wir aus einer lang anhaltenden Starre herausfinden können.

Und wenn mich ein Buch einfach nur ein paar gemütliche Stunden verschafft, ganz ohne dabei das Gehirn zu optimieren, dann ist das auch ganz wundervoll, denn dadurch fühle ich mich gut. Erholt und ausgeruht und habe Kraft mich den Dingen des Alltags zu widmen, die mir Energie rauben.

Welche Bogs lese ich?


Ich habe hin- und her überlegt, welche Blogs ich hier nennen möchte, aber es gibt so viele Blogger und Bloggerinnen, die täglich viel Leidenschaft in ihre Blogs investieren und mir so ermöglichen mein Bücherregal und meinen Blick auf Bücher und den Literaturbetrieb zu erweitern.

Die Initiatorin der Aktion #bloggerliebe, Stefanie Leo, möchte, dass wir uns in unseren Beiträgen auf drei Blogs beschränken (mehr lesenswerte Blogs findet ihr in der Sidebar), daher nenne ich nun die drei Blogs, auf denen ich am häufigste Bücher finde, die auf meiner Wunschliste landen: Herzpotenzial, The Read Pack und Bücherkaffe.

Egal ob Blogger oder nicht - wie haben (Bücher-) Blogs euer Leben bereichert?

Wohlfühlküche mit heimischen Superfoods - Stefanie Hiekmann



Es müssen nicht immer Chiasamen und Gojibeeren sein. Die Exoten liegen zwar im Trend und sind aus den Schüsseln rund um die Welt nicht mehr wegzudenken. Doch es gibt auch einige verkannte Superfoods, die regional erhältlich sind und sich zum Kochen eignen. Mit ihnen tut man sich und dem ökologischen Fußabdruck etwas Gutes. Stefanie Hiekmann hat die hiesigen Kraftpakete unter die Lupe genommen und in 60 Rezepten auf spannende Weise neu kombiniert. Herausgekommen sind bunte, aromatische Gerichte, die gesund sind und der Seele guttun. Bei rotem Kürbiscurry, Couscous-Salat, Fenchelgemüse und anderem saisonalen Essen kommt Wohlfühlstimmung auf. Hintergrundinformationen zu den verwendeten Gemüsesorten zeigen, was in ihnen steckt.
(Cover & Text: EMF, Foto: N. Eppner)

Wenn mich jemand nach dem Kochbuch fragt, das ich bisher am meisten verschenkt habe, dann antworte ich:"Wohlfühküche mit heimischen Superfoods". Warum? Die Rezepte darin sind regional, saisonal, leicht nachzukochen und einfach unglaublich lecker.

Das rote Herbst-Curry oder das grüne Winter-Curry ist längst fester Bestandteil der heimischen Küche und wird so oft wie möglich gekocht. Ich könnte mich reinsetzen so lecker sind diese Gerichte, die ganz fix zubereitet sind. Und das aus Zutaten, die es in jedem Supermarkt zu kaufen gibt und die außerdem über jede Menge positiver Eigenschaften verfügen. 


Wer nicht weiß wann Fenchel Saison hat oder wann man am besten rote Beete kaufen kann, der bekommt von Autorin und Bloggerin Stefanie Hiekmann zunächst eine kleine Einführung mit Wissenswertem aus dem heimischen Garten (auch für diejenigen geeignet, die ihr Gemüse aus dem Supermarkt beziehen und nicht im eigenen Garten ernten). 

Drei-Sterne-Koch Thomas Bündner gibt Kochtipps und erklärt, wie man Gemüse am besten verarbeitet. Er plaudert aus dem Nähkästchen und gibt hilfreiche Tipps für Anfänger und Fortgeschrittene. Um die Gerichte aus der Wohlfühlküche nachzukochen muss man übrigens kein erfahrener Koch sein.

Die Rezepte, die wunderschön bebildert sind, wurden von Stefanie Hiekmann in Jahreszeiten gegliedert, so dass man fix ein passendes Rezept findet. Da ich eine Ökokiste vom Bauernhof beziehe, in der saisonales Obst und Gemüse geliefert wird, passt die Aufteilung für mich genau. Alle, die ihr Gemüse bisher nach Lust und Laune gekauft haben, können dadurch einen schnellen Überblick bekommen, auf welche Sorten sie vermehrt zurückgreifen können. Saisonal essen ist nicht nur gesünder, weil die Produkte dann keine Nährstoffe durch lange Lagerzeiten verlieren, sondern schont auch den Geldbeutel, denn Saisonware ist in der Regel billiger und häufig sogar im Angebot.


Durch die Kombination aus "Wohlfühlküche mit heimischen Superfoods" und meiner Ökokiste, habe ich für mich neue Gemüsesorten entdeckt, die es schon sehr lange gibt, die aber durch andere, neuere, zum größten Teil nicht regionale Gemüsesorten ersetzt wurden und eigentlich viel gesünder sind, weil sie noch ihre Ursprungsform haben und nicht genetisch verändert wurden. 

Altbekannte Rezepte wurden aufgepeppt bzw. bekommen durch andere Zubereitung einen ganz neuen Geschmack. So gibt es bei uns nun nicht mehr den klassischen Rotkohl, der mehrere Stunden mit Apfel (zer-)kocht wird, sondern geschmorten Rotkohl aus dem Ofen oder statt Gulasch nur mit Fleisch, Wintergulasch aus Fleisch und Knollengemüse

Da ich das Buch im Herbst bekommen habe, habe ich mich bisher tatsächlich nur durch Herbst und Winter gekocht. Allerdings habe ich die Rezepte von Frühjahr und Sommer schon mehrfach durchgeblättert. Ich kann es kaum erwarten auch diese nachzukochen.

BUCHINFO:

EMF (2016)
176 Seiten
Hardcover
19,99 €

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WEITERE REZENSIONEN:

Mein Zauber-Badebuch: Blubb, blubb! - Sandra Grimm & Hartmut Bieber




Mit tollem Überraschungseffekt auf jeder Seite: Sobald das Badebuch ins Wasser getaucht wird, färben sich die fröhlichen Motive kunterbunt. So macht Baden richtig Spaß! Getestet und freigegeben nach den höchsten Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen.
(Foto & Text: Coppenrath)

Die kleinen Mäuse in der Badewanne zu beschäftigen ist nicht immer so leicht. Schnell finden sie irgendwas, das sie anfassen möchten und versuchen aufzustehen. Badetiere und Eimerchen sind eine Möglichkeit, aber danach steht dann auch meist das Badezimmer unter Wasser.

Im Coppenrath Verlag ist ein Badebuch erschienen, dass großen Badespaß ab einem Alter von 9 Monaten verspricht.

"Mein Zauber-Badebuch: Blubb, blubb!" besteht aus 8 Seiten mit ansprechenden, kinderfreundlichen Zeichnungen und kurzen Sprüchen mit einfachen Wörtern, die Kinder auch schon mit geringem Wortschatz nachsprechen können.


Die Bilder sind zunächst farblos und bekommen dann im Wasser Farbe. Das funktioniert Problemlos, doch dann ist die Farbe da und man muss die Seiten abtrocknen und dann noch ein Weilchen warten bis sie wieder weiß sind, so dass der Aha!-Effekt nur von kurzer Dauer ist.

Das Buch ist laut Angaben des Verlags nach höchsten Qulitäts- und Sicherheitsanforderungen getestet. Ein leichter Gummiartiger Geruch bleibt dennoch nicht aus.

Die Seiten sind dick und stabil und auch nach einiger Lesezeit in der Badewanne (getestet durch ein nicht ganz zimperliches Kind) funktioniert noch alles bestens.

"Mein Zauber-Badebuch: Blubb, blubb!" ist bei uns ein liebgewonnener Badebegleiter. Auch wenn der Zaubereffekt nicht lange anhält, macht es meiner Tochter, die sehr gerne Bücher anschaut, Freude ihre Badezeit in Begleitung des bunten Badewannenbuches zu verbringen.


BUCHINFO:

Coppenrath (2016)
8 Seiten
ab 9 Monate
13 x 13 cm
Badebuch

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Das dunkle Herz des Waldes - Naomi Novik


Agnieszka liebt das Tal, in dem sie lebt: das beschauliche Dorf und den silbern glänzenden Fluss. Doch jenseits des Flusses liegt der Dunkle Wald, ein Hort böser Macht, der seine Schatten auf das Dorf wirft. Einzig der »Drache«, ein Zauberer, kann diese Macht unter Kontrolle halten. Allerdings fordert er einen hohen Preis für seine Hilfe: Alle zehn Jahre wird ein junges Mädchen ausgewählt, das ihm bis zur nächsten Wahl dienen muss – ein Schicksal, das beinahe so schrecklich scheint wie dem bösen Wald zum Opfer zu fallen. Der Zeitpunkt der Wahl naht und alle wissen, wen der Drache aussuchen wird: Agnieszkas beste Freundin Kasia, die schön ist, anmutig, tapfer – alles, was Agnieszka nicht ist. Niemand kann ihre Freundin retten. Doch die Angst um Kasia ist unbegründet. Denn als der Drache kommt, wählt er nicht Kasia, sondern Agnieszka.
(Text & Cover: cbj, Foto: N. Eppner)

Naomi Novik ist keine Unbekannte im Fantasy Genre. In ihrem neusten Roman hat sie sich einem eher jugendlichen Publikum zugewandt und dennoch weiß die Geschichte von Agnieszka und dem Drachen auch nicht mehr jugendliche Leser zu begeistern.

Schon lange steht Novik auf meiner To-Read-Liste. Ihre erfolgreiche Reihe "Die Feuerreiter seiner Majestät" umfasst mittlerweile aber so viele Bände, dass ich schon eine Weile hin und her überlege, ob ich überhaupt so tief in eine neue Welt einsteigen möchte. Daher kam mir "Das dunkle Herz des Waldes" gelegen, um mit der von Starregisseur Peter Jackson hochgelobten amerikanischen Autorin Bekanntschaft zu schließen. 

Der Einstieg in den Roman fällt leicht. Noviks Schreibe ist locker und lässt sich flüssig lesen. Schon die ersten Seiten versprechen Spannung. Protagonistin Agnieszka wird unerwartet in den Dienst des Drachens, einem Magier des Königs, gerufen. Was dieser mit ihr machen wird, ist ihr völlig schleierhaft. Angst macht sich in ihre breit, springt auch auf mich als Leser über. Doch schon schnell merke ich, dass Agnieszka keins von den Mädchen ist, die sich unterkriegen lassen, sondern selbstbewusst und mutig für ihre Wünsche einsteht. 

Trotzdem fühlt sie sich zunächst schrecklich, weil sie die Anforderungen des Drachens nicht erfüllen kann. Im Gegensatz zu ihrer Freundin Kasia, ist sie null vorbereitet auf das, was sie beim Drachen tun muss. Doch dann weckt er die Magie in ihr. Zunächst schleppend und schmerzhaft, bekommt sie mehr und mehr ein Händchen für ihre Fähigkeiten. Doch leider hat Magie immer zwei Seiten. Eine Gute und eine Böse.

Neben der Handlung der Geschichte, die bis auf eine kurze Länge in der Mitte, sehr spannend ist und mit allerlei Überraschungen für einen starken Sog sorgt, gefällt mir besonders das Flair des Romans, das an alte Märchen erinnert. Solche, vor denen man als Kind Angst hatte, weil eben auch böse Figuren darin vorkommen und die düster und bedrückend wirken. Dies hält die Autorin zwar nicht über den ganzen Roman, aber so, dass dieses Gefühl vorrangig wird.

Außerdem gefällt mir, dass es keine kitschige Liebesgeschichte ist und Agnieszka, wie bereits erwähnt, keins der Duckmäuschen ist, die sich vor Angst in die Hose macht oder dem Drachen an den Hals wirft. Mit "Das dunkle Herz des Waldes" hat Naomi Novik einen erfrischenden und sehr spannenden Jugendfantsyroman geschrieben, den ich sehr gerne gelesen habe.


BUCHINFO:

cbj (November 2016)
576 Seiten
Hardcover mit Schutzumschlag
17,99 €
Originaltitel: Uprooted
Übersetzung: Marianne Schmidt


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WEITERE REZENSIONEN:




[Kinder Traumstube] Kinderbuchlieblinge

Im Kinderbuchgenre gibt es viele kleine und große Helden, die meine Tochter und ich längst in unser Herz geschlossen haben. Deshalb stellen wir euch heute vier unserer Lieblinge vor, die in Bänden und Reihen oder voneinander unabhängigen lesbaren Abenteuern erhältlich sind.



Die Haferhorde 07: Huf über Kopf - Suza Kolb / Sprecher: Bürger Lars Dietrich

Vom ersten Teil der Haferhorde an, bin ich großer Fan der lustigen Ponyband. Ja, ich weiß, ich habe die Altersklasse längst überschritten, aber was soll ich machen? Wenn die putzigen Ponys Blödsinn machen oder sich Hals über Kopf ins Fettnäpfchen stürzen, dann kann ich einfach nicht widerstehen.
Das neuste Abenteuer ist zwar auch wieder gespickt von witzigen Szenen, die groß und klein zum Lachen bringen, aber der Hintergrund ist ein ernstes Thema, denn Toni, das österreichische Bergpony (von Bürger Lars Dietrich wunder mit Dialekt eingesprochen), hat Heimweh. Und eines morgens ist er tatsächlich verschwunden. Auch wenn die Ponys manchmal genervt von ihm sind, fühlen sie sich ohne den gemütlichen Haflinger nicht komplett. Gemeinsam mit Bruno, dem wachsamen Hofhund, machen sie sich auf den Weg, um Toni zu suchen.

Neben dem sehr charmanten Humor und den Frotzeleien zwischen den Bewohnern des Blümchenhofs, mag ich an der "Haferhorde" besonders, dass Autorin Suza Kolb Themen aus dem Alltag aufgreift. Dadurch gelingt es den kleinen Lesern und Hörern, sich mit Protagonistin Lotte und ihren Freunden zu identifizieren und diese Themen möglicherweise auch mit Erwachsenen zu besprechen. Egal ob es um die Trennung der Eltern geht, um Freundschaften oder Heimweh, all dies ist in den "Die Haferhorde"- Geschichten schon zur Sprache gekommen. Und ganz nebenbei lernen wir auch noch einiges über Pferde. Somit ist "Die Haferhorde" für mich ein perfektes Gesamtpaket.

Der Audio Verlag | 2 CDs | 2 Std 15 Min. | ab 8 Jahren | 12,99 €


"Hör mal! Die lieben Sieben machen Musik" - Illustration: Kerstin Völker

Aus der Reihe "Die lieben Sieben", in der nicht nur Bücher, sondern auch viele tolle Non-Book Artikel wie z.B. Musikinstrumente erschienen sind, ist dieses tolle Buch, das auf Knopfdruck Musik ertönen lässt.

Inhaltlich dreht sich natürlich alles um Musik. Die beliebte Truppe, bestehend aus Emma, Lotte, Ida, Bruno, Henri, Bella und Ole, findet sich zum musizieren zusammen, denn jeder einzelne spielt ein Instrument. Jeder Abschnitt der Geschichte wird von dem darin vorkommenden Musikinstrument begleitet, das durch einen gut erkennbaren Button dargestellt und an den Rändern der sehr roobusten Buchseiten angebracht ist. Zum guten Schluss finden alle Instrumente zu einem kleinen Song zusammen, der durch ein kleines Extra besticht, das die Kinder selbst heraushören dürfen.

Meine Tochter (13 Monate) freut sich sehr über die musikalische Untermalung des Buches, das ab einem Alter von 18 Monaten empfohlen wird. Ich denke, dass die Kleinen auch erst dann wirklich die Unterschiede der Musikinstrumente heraushören. Das Buch ist sehr gut dafür geeignet, um Kinder an Musik heranzuführen, ihnen die Unterschiede der einzelnen Instrumente zu erklären und ihr Gehör zu schulen. All dies geschieht sehr spielerisch und unterhaltsam und macht große Freude.

Coppenrath | Hardcover | ab 18 Monaten | 14,95 €

"Der Esel Pferdinand 01: Pferd sein will gelernt sein" - Suza Kolb / Illustration: Carola Sieverding

Nach "Die Haferhorde" hat Suza Kolb nun eine weitere Tierbuchreihe veröffentlicht. Diesmal spielen keine Pferde die Hauptrolle, sondern ein kleiner Esel, der aber gerne ein Pferd wäre. Zumindest möchte er gerne die Aufgaben übernehmen, die Pferde haben und seine Zeit mit Kindern verbringen. Denn das macht viel Spaß und ist eine schöne Aufgabe. Doch ziemlich schnell macht er die Erfahrung, dass es gar nicht so einfach ist, jemand zu sein, der man nicht ist, und dass er selbst gut ist, so wie er ist.

Eine schöne Message, die der erste Band der Pferdinand Reihe an seine Leser heranträgt. Die Umsetzung ist liebevoll und gut verständlich.

Während Pferdinand eher besonnen und ruhig, aber zielstrebig ist, sorgt sein bester Freund Paule, ein kleiner Ziegenbock, immer wieder für Turbulenzen. Gemeinsam sorgen die beiden Vierbeiner für humorvolle Unterhaltung.

Die Illustrationen im Buch sind nah an der Realität angelehnt, und doch sehr kindgerecht. Mit viel Liebe gestaltet und geschrieben, ist "Der Esel Pferdinand" eine schöne Reihe für alle kleinen Tierfreunde.

Magellan | Hardcover | ab 7 Jahren | 12,95 €

"Die kleine Hummel Bommel feiert Weihnachten" - Maite Kelly / Britta Sabbag / Illustration: Joelle Tourlonias

Es ist März, alle warten auf den Frühling und ich stelle ein Weihnachtsbuch vor??! Ja richtig, denn zum einen war das wundervolle Kinderbuch schon kurz nach erscheinen vor Weihnachten vergriffen, weshalb man es sich am besten sofort anschafft, wenn es erhältlich ist, und zum anderen ist es so toll gestaltet und beinhaltet eine so schöne Botschaft, dass man es mehrmals im Jahr aus dem Regal nehmen und seinen Kindern vorlesen sollte.

Die kleine Hummel Bommel ist sehr enttäuscht. Keiner hat Zeit, um Weihnachten vernünftig vorzubereiten. So wie es aussieht wird es weder Plätzchen, noch Weihnachtslieder und einen Weihnachtsbaum geben. Was für ein Weihnachten soll das denn sein? Zum guten Schluss verbringt Bommel Weihnachten gemeinsam mit all denen, die ihr am Herzen liegen und das ist das Wichtigste.

Jedes Jahr hat man das Gefühl, dass der Konsumrausch vor der Weihnachtszeit größer wird, dass nur noch Geschenke und Wünsche im Vordergrund stehen und die Besinnlichkeit verloren geht. Uns zu besinnen ist etwas, dass wir nicht nur zur Weihnachtszeit tun sollten. Immer wieder verlieren wir die wichtigen Dinge aus den Augen. Gesundheit und die Menschen, die wir lieben, sollten wir im Fokus haben, denn dies sind unsere höchsten Güter.

Auf liebevolle Art und Weise bringen die beiden Autorinnen, deren Geschichten so wunderschön von Joelle Tourlonias illustriert werden, diese Werte näher. Nicht nur den kleinen Lesern, sondern auch denjenigen, die das Buch vorlesen. Mich selbst hat die Geschichte nachdenklich gestimmt und ich hoffe sehr, dass ich mir dies so zu Herzen nehme, dass ich meinem Kind ebendiese Werte auch näher bringen kann. Weg vom Konsum, hin zu mehr Menschlichkeit.

ars Edition | Hardcover | ab 4 Jahre | 12,99 €


Alles, was ich sehe - Marci Lyn Curtis



***Hinreißendes Debüt aus den USA***
Maggie hasst ihr neues Leben als Blinde. Sie will keine tapfere Kranke sein, und auf Unterricht von anderen Blinden kann sie gut verzichten. Nach einem missglückten Streich passiert es: Sie kann wieder sehen! Nur einen Ausschnitt der Welt, genauer: einen zehnjährigen Jungen namens Ben. Mit Hilfe des altklugen und hinreißenden Jungen scheint sie einen Teil ihres alten Lebens zurückzubekommen. Und Bens großer Bruder Mason ist Sänger in Maggies Lieblingsband. Und ziemlich attraktiv. Doch er lässt sie abblitzen, weil er denkt, dass Maggie ihre Blindheit vortäuscht – was ja irgendwie stimmt.
Dann kommt heraus, warum sie ausgerechnet Ben sehen kann.

(Text & Cover: Carlsen, Foto: N. Eppner)

Protagonistin Maggie ist mir sehr sympathisch. Ich mag ihre direkte Art, mit der sie in ihrem privaten Umfeld manches Mal aneckt. 

Die durch eine Hirnhautentzündung hervorgerufene Blindheit macht sie sehr wütend. Diese Wut richtet sie gegen sich selbst und sorgt damit dafür, dass sie sich von ihren bisherigen Freundschaften abgrenzt. Sie hat das Gefühl nutzlos zu sein und versagt zu haben. Den Traum ein Fußballstar zu werden, den sie und ihre Mutter gemeinsam geträumt haben, muss sie nun endgültig loslassen. Plötzlich ist ihr Leben komplett auf den Kopf gestellt und dass, wo es gerade so gut lief.

Dass sie dann den 10-jährigen Ben sehen kann, ist solch ein Glück, dass sie lieber nicht hinterfragt, warum das so ist. Es ist wie ein Strohhalm in einer Flutwelle, die sie so sehr von ihrem Umfeld abschirmt, dass sie nicht bemerkt, wie egoistisch sie sich benimmt. Dass es ausgerechnet Mason, Bens Bruder und Sänger ihrer Lieblingsband auffällt, vereinfacht die Sache nicht.

"Alles, was ich sehe" lebt von seinen Protagonisten. Ob Maggie mit all ihrer Wut und Verzweiflung, der stille Mason oder die extrem optimistische Clarissa - sie alle tragen dazu bei, dass dieser Roman eine wundervolle Erzählung wird. 

Ein ganz besonderer Protagonist ist Ben. Er ist Autorin Marci Lyn Curtis wirklich gut gelungen. Ein Mensch, den ich gerne einmal treffen würde. Er hat eine extrem lässige Art und meistert sein Leben auf Krücken und ohne Vater ohne ein Wort der Klage. Er bereichert nicht nur Maggies Leben, sondern dass aller Leser von "Alles, was ich sehe".

Obwohl die Schreibe der Autorin locker leicht ist, schafft sie es, einen tiefgründigen Roman zu erzählen. Empathie und Selbstlosigkeit, Mitgefühl und Füreinander einstehen, das sind die Worte, die mir als erstes einfallen, wenn ich an Maggies Geschichte denke. Stimmig umgesetzt mit dem gewissen Go, das man sich für ein Jugendbuch wünscht. Kein bisschen kitschig, aber knallhart ehrlich. Leseempfehlung!


BUCHINFO:

432 Seiten
Hardcover mit Schutzumschlag
ab 14 Jahren
18,99 €
Übersetzung: Nadine Püschel
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AKTIONEN:


[Monatsrückblick] Leseliebe im Februar





Der Februar war ein ziemlich durchwachsener Monat mit vielen Aufs- und Abs, Stress und wenig Lesezeit

Das schönste sollte man ja immer zuerst nennen. (Wer es noch nicht gesehen hat) ich habe ein ganz tolles neues Bloglogo. Die liebe Sandra hat all meine (verworrenen) Ideen, meine Gefühle zum Thema lesen und Büchern, perfekt umgesetzt. Ich bin immer noch ganz verliebt in mein neues Logo und könnte es wieder und wieder anschauen. Nun hätte ich gerne noch ein anderes Theme. Eins, das besser passt und meinen Vorstellungen entspricht. Wie ich das mit meinem sehr wenig vorhandenen technischen Know How umsetze weiß ich noch nicht. Für Tipps und Tricks bin ich immer dankbar.

Meinen Vorsatz im Februar ohne industriell hergestellten Zucker zu leben, konnte ich sehr gut umsetzen. Das Ergebnis ist wenig überraschend und doch sehr verblüffend. Die ersten Tage ohne meine heißgeliebte Schokolade abends auf dem Sofa oder morgens zum vormittags Kaffee waren echt schwierig. Der Twist kam ganz plötzlich. Mein Heißhunger auf Süßes war wie weggeflogen. Und nicht nur das. Weitere positive Nebeneffekte stellten sich ein. Ich habe nun ein Sättigungsgefühl. Total krass! Ich bin wirklich satt, wenn ich meine Mahlzeit eingenommen habe und habe nicht mehr das Gefühl noch ein Marmeladenbrot, einen Löffel Nutella oder ähnliches hinterher schieben zu müssen. Ich trinke mehr und das allerbeste - ich verfüge über eine mir völlig unbekannte Energie. Ganz nebenbei haben mein Mann und ich einige Kilos verloren und mein Mann hat nun so einen schönen Teint, dass ich ihn immerzu anschauen muss :D 

Für mich steht fest, ich werde auch weiterhin auf industriell hergestellten Zucker verzichten. Nicht auf meine tägliche Portion frisches Obst, nicht auf mein Butterbrot und auch nicht auf ein Stück Kuchen auf Omas Geburtstag, aber auf Süßigkeiten, auf die tägliche Dosis Kuchen, Donuts etc. und auf Lebensmittel, die mehr Zucker verstecken, als wir ahnen. Erstens gibt es sehr viele viel gesündere Lebensmittel, die extrem lecker schmecken, so dass ich nicht die Empfindung eines Verzichts habe und zweitens ersetzt kein Schokoladengeschmack der Welt dieses Gefühl Energie zu haben, nicht mehr ständig müde zu sein und den Tagesablauf problemlos zu meistern.

Damit kommen wir auch schon zum nächsten Thema. Erkältungswelle. Mehrmals habe ich damit geprahlt, dass wir den Winter gut überstanden haben, ohne dass wir uns bei Freunden, Nachbarn, Verwandten angesteckt haben. Dann waren wir bei der U6, das Wartezimmer saß voll mit schniefenden und hustenden Kindern und zack hatte es erst die kleine Maus und dann ich. Volltreffer. Kopf- und Halsschmerz geplagt haben wir die meiste Zeit im Bett und auf dem Sofa verbracht. An lesen war nicht zu denken. Dafür haben wir einige Folgen "Bibi und Tina", "Der Tatortreiniger", "Mord mit Aussicht", "Gossip Girl" und "Shopping Queen" geschafft (ja ich weiß - sehr anspruchsvolle Serien). Für mich, die sonst kaum Fernsehen schaut, ein echtes Erlebnis.

Im Februar ist meine Tochter schon ein Jahr alt geworden, was rein Gefühlsmäßig gar nicht sein kann. Ihre Geburt war doch gerade erst gestern ... Ich glaube der erste Geburtstag ist vor allem für die Eltern aufregend, denn alles passiert zum ersten Mal. Soll ja auch für alle Beteiligten und ganz besonders das Geburtstagskind ein toller Tag werden. Bei uns wurden direkt mal 5 daraus, denn dann konnte der nicht, dann jener nicht, Oma wurde operiert, Onkel musste länger arbeiten usw. Ehrlich gesagt war es ein bisschen nervig, denn jeden Tag Geburtstagsgastgeberin sein ist nicht so meins. Und Zeit zum Lesen bleibt da auch nicht.

Für den März wünsche ich mir in erster Linie wieder so richtig gesund zu sein und auch die letzten Reste des Hustens loszuwerden, um auch mal wieder Sport machen zu können, und wieder mehr Struktur in den Alltag zu bekommen, so dass ich mir auch mal Lese- und Blogzeit abzwacken kann. Im Januar hat das richtig gut funktioniert. Für den März ist das mein persönliches Ziel.





12) "Die Allee der verbotenen Fragen" / A. Michaelis / Droemer Knaur (Rezi)
13) "Das gläserne Meer" / J. Weil / DuMont
14) "Ein bisschen wie Unendlichkeit" / H. Reuter-Hapgood / Fischer FJB (Rezi)
15) "Alles, was ich sehe" / M.L. Curtis / Königskinder
16) "Cavaliersreise" / M. Lee / Königskinder
17) "Penelop" / V. Zinck / Fischer KJB (Rezi)
18) "Das dunkle Herz des Waldes" / N. Novik / cbj

[Hörbuch]

"Das Lächeln der Fortuna" / R. Gablé / Lübbe Audio

7 Bücher ist ja nun wirklich kein schlechter Schnitt, aber ich bin mit meiner persönlichen Lesezeit einfach nicht zufrieden. Ich möchte, dass sie wieder einen größeren Raum in meinem Leben einnimmt. Nicht, weil ich mich mit anderen messen möchte oder einen möglichst hohen Leseschnitt haben möchte, sondern weil mich lesen einfach sehr glücklich macht.

In diesem Monat ist mein Highlight ein Buch, das erst im März erscheinen wird, weshalb ich noch nicht viel dazu sagen kann, außer: streicht euch den 24.03. rot im Kalender an, denn dann könnt ihr zur Buchhandlung gehen und euch "Cavaliersreise" kaufen. Es lohnt sich!! 

Bis dahin lest am besten "Ein bisschen wie Unendlichkeit" oder "Alles, was ich sehe", ebenfalls zwei tolle Jugendbücher mit bewegenden Storys und sehr sympathischen und Charakterstarken Protagonisten.

Den größten Überraschungseffekt hatte "Das gläserne Meer" von Josh Weil. Nach den ersten Seiten dachte ich, dass ich das Buch niemals bis zum Ende lesen werde. Stattliche 672 Seiten voller Metaphern, ausufernder Beschreibungen von Land und Leuten und sprachlich eher poetisch, als spannend. Doch nach wenigen Seiten war ich so begeistert, dass ich das Buch am liebsten inhaliert hätte. Josh Weil hat mich mit seiner Schreibe abgeholt, es war wie ein wärmendes, wohltuendes Bad in schönen Worten. Leider fehlen mir Hintergrundkenntnisse zu Russland, seiner Politik und Mentalität und so stand ich doch manches Mal auf dem Schlauch. Weils Novellen "Herdentiere" und "Das neue Tal" möchte ich aber unbedingt noch lesen. Das Setting ist hier nicht Russland, sondern Amerika und ich glaube, dass es mich inhaltlich einfach mehr ansprechen wird, als die Geschichte über die beiden Zwillingsbrüder in Russland.




In der Kinder Traumstube könnt ihr Penelop, das Mädchen mit den Funkenroten Haaren kennenlernen und sie auf eine abenteuerliche Suche begleiten.

Außerdem die drei wilden Räuber Piff, Paff, Puff, die erfrischend und völlig unpädagogisch ihrem Räuberleben nachgehen.




Ich hatte im Monatsrückblick Januar bereits angekündigt, dass ich gerne mehr zum Thema gesunde Ernährung schreiben würde und habe dazu wirklich positive Rückmeldung bekommen, was mich sehr gefreut hat. 


Da die Rubrik [Bewusst genießen, gesund leben] sowohl euch, als auch mir Freude bereitet, wird es auch im März wieder Artikel dazu geben.

Seit langem habe ich mal wieder einen Tag bearbeitet. Lest hier meine Antworten zu The Blogger Tag - 15 Fragen an mich.






Lies ein Jugendbuch ("Ein bisschen wie Unendlichkeit")

Lies ein Buch mit einem roten Cover ("Penelop und der funkenrote Zauber")
Im Februar startete die Pixi Challenge von Geschichtenwolke. Wir haben "Entdecke Pferde und Ponys" und "Wenn der Tag zu Ende geht" / J. Krüss gelesen.

Ersteres war natürlich ein Highlight für mein kleines Pferdemädchen. Immer wieder blättert sie darin und freut sich über die Pferdebilder. Das darin sehr gut erklärte Wissen über Pferde, kann sie noch nicht verarbeiten, für Kinder ab 4 Jahren ist es aber ein guter erster Ratgeber für den beginnenden Umgang mit Pferden.
"Wenn der Tag zu Ende geht" ist eine sehr feine, ruhige Geschichte. Wie von James Krüss gewöhnt, fast spielerisch poetisch und perfekt geeignet, um die kleinen Lieblinge am Ende des Tages herunterzufahren und sie auf eine ruhige und erholsame Nacht vorzubereiten.


Die Königskinder Aktion ist keine Challenge. Trotzdem werde ich sie im Monatsrückblick in dieser Sparte erwähnen.
Im Februar haben wir den Titel "Alles, was ich sehe" gelesen. Ein sehr unterhaltsamer Titel, der mit Witz und Emotionen, sowie einer tollen Protagonistin zu begeistern weiß.

Der März Titel ist Kontrastprogramm. "Das Schloss in den Wolken" ist ein wiederentdeckter Klassiker aus den 20er Jahren. Autorin Lucy Maud Montgomery ist sicher einigen von euch durch ihre "Anne" Romane bekannt, die ich sehr gemocht habe. Ich bin mir sicher, dass es ein sehr anderes, aber sehr gutes Leseerlebnis wird. Wie immer seid ihr herzlich eingeladen mitzulesen und eure Social Media Beiträge mit dem #JdKöKi zu kennzeichnen. 

Was den April Titel betrifft, sitze ich schon jetzt auf glühenden Kohlen. Welche Titel werden meine Königskinderfreunde nominieren? Für welchen Titel werdet ihr euch entscheiden?





Diese Bücher vom Februar Lesestapel habe ich gelesen. Welche Bücher habt ihr gelesen?

Im März möchte ich gemeinsam mit drei anderen Lesebegeisterten Mädels (u.a. Julia von Literameer, mehr Infos unter dem entsprechenden Instagram Foto) nochmal in die "Dolly" Bücher eintauchen. Ganz unverbindlich lesen wir so viele Bände wie wir wollen. Ich habe mir dafür meinen tollen "Dolly" Sammelband rausgesucht, der 18 Bände umfasst. Kennt ihr die Reihe? Habt ihr sie auch so gern gelesen wie ich?

Diese Bücher möchte ich im März lesen. Wie immer ist es eine größere Auswahl, als ich vermutlich lesen werde, aber ich mag es einfach Spielraum zu haben und Bücherstapel zusammenzustellen macht viel Spaß. Kennt ihr eins der Bücher?







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Ich wünsche euch einen spannenden, seitenreichen März mit viel Frühlingssonne.




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