19.05.18

[Reiseproviant] 4 | 18




Familienreise:


Was für eine Woche! Jeden Tag ein anderer Termin. Viel Wartezimmerlesezeit (#thinkpositive). Zuhause eine trotzende Zweijährige, ein Mann mit Magen- und Darmgrippe, eine gereizte Mama mit Zahnschmerzen. Willkommen im Familienleben.

Aber auch das geht vorbei und nun schauen wir ganz relaxt der kommenden Woche entgegen, in der viele Pfingstfrei haben und wir, der Herzensmann und ich, Geburtstag. Danach geht es für uns tatsächlich nochmal eine Woche in den Urlaub.

Eigentlich hatten wir für dieses Jahr nichts mehr geplant, denn der jährliche Urlaub im Herbst fällt diesmal in eine ungünstige Zeit. Mit einem Neugeborenen verreisen? Mmmh...schwierig zu planen. Erstmal muss das Würmchen gesund zur Welt kommen und dann muss alles so klappen, dass wir alle zufrieden und glücklich sind. Sprich stillen, schlafen und vor allem das Miteinander zwischen Räubertochter und dem Sommerbaby. 





Nach dem stressigen Beginn des neuen Jahres, ständigem krank sein des Mannes, der ja selbstständig ist (was tatsächlich selbst und ständig bedeutet), und einer großen Sehnsucht nach den geliebten Bergen Südtirols, haben wir uns nun doch entschlossen kurzfristig dorthin zu fahren. Ich kann zwar nicht mehr viel wandern, aber entspannt mit Buch und Kaffee / Apfelschorle im Garten sitzen hat schließlich auch seine Reize. 

Ich bin nach wie vor ungeduldig was die Geburt des Babys angeht und kann den Tag X kaum erwarten. Aber ein bisschen dauert es noch (11 Wochen *heul*) und so verbringe ich weiterhin meine Zeit damit unwichtige Kindersachen zu shoppen.







Gedankenreise:


Aktuell habe ich ganz viele Blogdinge im Kopf, die in den nächsten Wochen vorbereitet und umgesetzt werden wollen (das Baby kann also eigentlich auch noch gar nicht kommen). 

Einige Projekte, die mir schon länger im Kopf herumschwirren, aber auch welche, die ich auf Anfrage des entsprechenden Verlags angenommen habe. Interessante Aktionen, die ich einfach nicht abschlagen konnte.





Ein Grund für diese Umtriebigkeit ist die #MeettheBloggerDE Challenge, die von Anne Häusler organisiert, auf Instagram stattgefunden hat. Eine sehr inspirierende Aktion, durch die ich ganz viele Anregungen, aber vor allem auch positive Rückmeldungen bekommen habe, die mich darin bestätigen noch mehr ich zu sein, noch mehr über den Tellerrand zu schauen und mutiger Themen anzugehen. Klingt jetzt vielleicht nach mehr, als es letztendlich ist, aber oftmals sind es ja die kleinen Schritte, die am meisten Mut erfordern.


Foto: © Pixelkriegerin 




Literarische Reise:


Gelesen habe ich in diesem Monat bereits "Das dritte Licht" | C. Keegan - ein Roman aus dem Steidl Verlag, der ein bitteres Geheimnis birgt, von dem ich mir aber etwas mehr Emotionalität gewünscht hätte, "Die Phileasson Saga 01: Himmelssturm" | B. Hennen & R. Corvus - vor dem Lesen war ich etwas skeptisch, ob ich die Reihe wohl mag, denn Hennen ist zwar einer meiner Lieblingsautoren, aber Corvus hat mich, trotz all der Sympathie, die ich ihm als Mensch entgegenbringe, bisher mit seinen Romanen eher gelangweilt. In der Phileasson Saga merkt man aber auf keiner einzigen Seite wer denn nun gerade schreibt und der Einstieg ist schon so extrem spannend, dass ich total gefesselt wurde. Teil 2 liegt schon bereit. "Töchter" | Lucy Fricke - bereits rezensiert, Empfehlung, und "Nicht nur ein Liebesroman" | E. Mills - Rezi folgt, aber ich kann schon so viel sagen: so macht lesen Freude!! 


(hier geht's zum Beitrag, der für diesen Bücherstapel verantwortlich ist)




Kulinarische Reise:


Ich habe ein neues Avocado-Lieblingsrezept. Ganz einfach und schnell gemacht. Gefunden in der "Meine Familie & ich", die es meistens in den Supermärkten an der Kasse gibt.

Dazu werden einfach Avocado & Feta gemeinsam püriert, mit Zitrone, Salz und Pfeffer abgeschmeckt und mit Frühlingszwiebeln oder Schnittlauch herzhaft verfeinert.

Schmeckt zu Kartoffeln oder Brot und sicher auch zu anderen Lebensmitteln. 

Demnächst werde ich wohl auch noch Variationen davon ausprobieren. Mit anderen Gewürzen oder anderen Kräutern. Mit Frischkäse vielleicht auch noch.







Dir und deinen Liebsten einen wunderschönes und entspanntes Wochenende.

17.05.18

Die Geschichte der getrennten Wege | Elena Ferrante





Es sind die turbulenten siebziger Jahre und die beiden inzwischen erwachsene Frauen. Lila ist Mutter geworden und hat sich befreit und alles hingeworfen – den Wohlstand, ihre Ehe, ihren neuen Namen – und arbeitet unter entwürdigenden Bedingungen in einer Fabrik. Elena hat ihr altes neapolitanisches Viertel hinter sich gelassen, das Studium beendet und ihren ersten Roman veröffentlicht. Als sie in eine angesehene norditalienische Familie einheiratet und ihrerseits ein Kind bekommt, hält sie ihren gesellschaftlichen Aufstieg für vollendet. Doch schon bald muss sie feststellen, dass sie ständig an Grenzen gerät. 

Ganze Welten trennen die Freundinnen, doch gerade in diesen schwierigen Jahren sind sie füreinander da, die Nähe, die sie verbindet, scheint unverbrüchlich. Würde da nur nicht die langjährige Konkurrenz um einen bestimmten Mann immer deutlicher zutage treten.(Text & Cover: © Suhrkamp; Foto: © N. Eppner)


Wochenlang schiebe ich schon die Besprechung von "Die Geschichte der getrennten Wege" vor mir her. Überlege hin und her, was ich schreiben soll. Gerne etwas, was ich in den Rezensionen der beiden ersten Bände noch nicht geschrieben habe, was aber die Genialität, den fesselnden Sog der Reihe wieder gibt. Alles nicht so einfach. Könnte es eigentlich sein, denn im Endeffekt möchte ich euch nur aus vollem Herzen und ganzer Leidenschaft sagen:"Lest diese Bücher!!"

Die Reihe lebt von den beiden Protagonistinnen, die immer wieder die Balance ihrer Freundschaft aus der Bahn werfen, um dann festzustellen, dass sie genau ohne diese nicht leben können. Balance bedeutet bei diesen beiden jedoch nicht, dass sie gleichberechtigt sind. Es gibt immer eine, die Oberwasser hat. Die an der anderen zieht, während diese sich mitreißen lässt. Eine Ungleichgewicht, das nötig ist, um den Frauen ein inneres Gleichgewicht zu verschaffen. 

Macht ist dabei ein großes Thema. Macht über die jeweils andere, aber auch über andere Menschen. Ein Wettkampf um Intelligenz, Ansehen, Zuneigung. 

Ein Objekt des Wettkampfs ist Nino, der nicht hübsche, aber kluge Nino, der so anders ist, als die anderen Jungs, die sie kennen. Der wenig vom Rione in sich trägt. Der insgeheim als eine Fluchtmöglichkeit vor der eigenen Herkunft angesehen wird. Für mich eine extrem schwierig einzuschätzende Persönlichkeit voller Widersprüche und der Neigung dazu andere Menschen auszunutzen. Auf andere Art als Lila. Aber genau deswegen ist er ähnlich faszinierend wie die beiden Freundinnen und in "Die Geschichte der getrennten Wege" handelt er so, dass ich auch für den Abschluss der Tetralogie keine Ahnung habe, wie er sich letztendlich verhalten wird.

Damit ist er ja nicht allein, denn auch die beiden Freundinnen bleiben weiterhin undurchschaubar. Neben privaten Schikanen fließen in "Die Geschichte der getrennten Wege" historische bzw. politische Ereignisse, der Wandel der Zeit, Wünsche wie Gleichberechtigung, Anerkennung, weniger Diskriminierung, ein. Handlungen, die erschrecken und schockieren und die dafür sorgen, dass ich mich und mein mögliches handeln hinterfrage. 

Der Abschlussteil der Reihe "Die Geschichte des verlorenen Kindes" steht schon im Regal und wartet aufs Lesen. Ich scheue mich noch ein bisschen davor zuzugreifen, denn dann ist alles vorbei. Dort werde ich Lila und Lenu zum letzten Mal begegnen und das stimmt mich traurig. Andererseits bin ich gespannt, wie es weitergeht. Wie sich alles fügt. Wie alles enden wird. Wenn es denn ein Ende geben wird.


Buchinfo:

Suhrkamp (August 2017)
540 Seiten
Hardcover mit Schutzumschlag
24,00 €

Weitere Rezensionen:


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Rezensionen: © 2018, Nanni Eppner


15.05.18

Bulli & Lina 01: Ein Pony verliebt sich | Frauke Scheunemann & Antje Szillat | Illustration: Susanne Göhlich




Bulli heißt eigentlich Lord Royal Bullheimer und ist ein ehemaliges Turnierpony mit vornehmem Stammbaum. Von Mädchen hält er wenig - doch die elfjährige Lina soll unbedingt seine Reiterin werden. Zusammen mit Lina löst Bulli jeden Fall. Wühahawü!

Bulli ist mit Abstand das klügste Pferd im Stall – nur leider hat das bislang noch niemand kapiert. Da taucht plötzlich Lina auf dem Nachbarhof auf. Bulli ist völlig aus dem Häuschen und möchte sich unbedingt mit ihr anfreunden, denn Lina soll seine Reiterin werden – einziges Problem: Lina findet nichts blöder als Ponys! Doch als ein Dieb auf dem Hof sein Unwesen treibt, sieht Bulli seine Stunde gekommen und hilft Lina bei ihren Ermittlungen. Ob Lina nun endlich versteht, dass Bulli für sie bestimmt ist?
(Text & Cover: © Loewe Verlag; Foto: © N. Eppner)


"Mama! Bulli Lina lesen. Bulli Lina lesen." Genau diese Worte begleiteten meine Tochter und mich einige Zeit beim abendlichen Einschlafritual. Das eigensinnige Pony Bulli und die genauso sture Lina, haben es ihr angetan. Verständlicherweise. 

Sowohl Bulli und Lina sind Figuren mit - sagen wir mal ausgeprägtem - Charakter. Obwohl Bulli als Pony extra für kleine Reiter (sprich: Kinder) gezüchtet wurde, kann er diese nicht ausstehen und macht es seinen Besitzern auf dem Reiterhof damit nicht gerade leicht. Alles gute Zureden seines Boxennachbarn Wally nützt nichts. Bulli beharrt auf seine Meinung, dass er mit Kindern nichts mehr zu tun haben möchte. Er hat seine Gründe. Ein trauriges Erlebnis, an das er sich noch oft zurückerinnert.

Doch dann kommt Lina und irgendwie spürt er, dass dieses Mädchen genau das richtige ist. Seine neue Reiterin, seine zukünftige Freundin. Lina hingegen sieht Bulli eher als Gefahr. Pferde mag sie nicht und sowieso und überhaupt sollte eigentlich auch gar nicht auf dem Dorf rumlungern, sondern ihr künstlerisches Talent in einer Sommerakademie fördern. So Linas Sicht der Dinge. Doch dann kommt es zu einer Situation, in der Raffinesse und Zusammenhalt gefragt sind. Aufgaben, die nur als Team gelöst werden können.

Mit Lina, die anfangs bewusst zickig und auch ein wenig arrogant dargestellt wird, hatte ich zwar hin und wieder meine kleinen Problemchen, aber zum Ende hin wird sie eine sehr sympathische Figur. Sie schwankt recht zwischen schon erwachsen sein wollen und eigentlich doch noch kindlich sein. Da der Rest des Buches eher auf Leser ausgerichtet sind, die sich noch in dem eher kindlichen Bereich dieser Altersstufe befinden, bin ich mir nicht sicher, ob es da vielleicht zu Reibung zwischen Protagonistin und LeserInnen kommt. 

"Bulli & Lina. Ein Pony verliebt sich" ist ein ganz herziges Buch, das spannend geschrieben und mit viel Humor geschrieben ist. Die Witze wirken überhaupt nicht aufgesetzt, sondern kommen ganz natürlich rüber und haben mich manches Mal zum Schmunzeln gebracht, obwohl ich dem Zielpublikum schon seit einigen Jahren (Jahrzehnten) entwachsen bin. Dass "Bulli & Lina" auch sprachlich sehr rund, flüssig und lebendig ist, zeigte sich beim Vorlesen. Meine Tochter konnte der Geschichte gut folgen (auch wenn sie aufgrund ihres Alters noch nicht alles verstanden hat) und auch mir hat das Vorlesen richtig viel Freude bereitet.


Buchinfo:

Loewe (2018)
152 Seiten
Hardcover
ab 8 Jahren
12,95 €

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Rezensionen: © 2018, Nanni Eppner

13.05.18

Buchtipps zum Muttertag (nicht nur für Mütter / Frauen)




Heute stelle ich dir vier lesenswerte Bücher vor. Vier starke Romane, geschrieben von vier starken Frauen. Natürlich können (sollten) sie auch von Männern gelesen werden.







Ein Roman mit Charisma:

"Töchter" | Lucy Fricke

Marthas Vater beschließt zu sterben. Der Krebs wird ihn auffressen - so viel ist klar, doch er möchte ihm zuvor kommen und bittet seine Tochter ihn in die Schweiz zu begleiten, wo er in einer Klinik den Tod nach eigener Entscheidung wählen wird. Ein schwerer Weg, den Martha keinesfalls allein schaffen kann. Ihre Freundin Betty ist die Retterin in der Not. Doch statt in der Schweiz landen sie ganz woanders. In der eigenen Vergangenheit, in der eigenen Persönlichkeit, in Gegenwart und Zukunft des eigenen Handelns und der Frage warum sie denn eigentlich so sind, wie sie sind.

Lucy Frickes neuster Roman wurde in den Kritiken viel gelobt. Das zu Recht, denn das Buch hat einen ganz eigenen Charakter, eine ganz eigensinnige Ausstrahlung, bietet Unterhaltung, Drama und Geborgenheit. Wiedererkennungswert in Situationen, in denen wir selbst eine falsche Abzweigung des Lebenswegs gewählt oder zumindest nicht so richtig über Alternativen nachgedacht haben.

Ich mag sehr gerne Bücher, die sich damit auseinandersetzen was wir sind und wie wir dazu geworden sind. Wie viel Einfluss haben unsere Eltern, deren Lebensstil, wie viel wird uns seit Generationen übergeben, ohne dass wir uns dagegen können. Dagegen wehren wollen. Ab wann haben wir die Möglichkeit, ab wann sollten wir unser Leben selbst in die Hand nehmen? Selbst bestimmen, wer wir sind.

Tiefgründige Fragen über unser eigenes Ich. Mit Humor niedergeschrieben. Nicht mit dem klassischen Witz, der flach und banal Floskeln wiederkäut, sondern mit viel Raffinesse und Schläue. Ein Humor, der mich an der richtigen Stelle packt, mich nicht nur vor Fröhlichkeit lachen lässt, sondern auch vor Trauer und Verzweiflung. Vor Sehnsucht und Erkennen.

"Töchter" ist ein Roman über zwei Freundinnen, die wissen, was sie aneinander haben. Die eine Freundschaft pflegen, wie es nur beste Freundinnen können. Wie das abläuft, muss ich hoffentlich niemandem erzählen, denn solch eine Freundschaft sollte einfach jede (r) haben.

Rowohlt | 2018 | 20,00 €









Starke Frau über starke Frauen:

"Das Marillenmädchen" | Beate Teresa Hanika

Ich mag die Bücher der sympathischen Autorin Beate Teresa Hanika sehr. Ihre Schreibe gleicht einem Seelenstreicheln. Tiefgründig, kraftvoll und fein, poetisch zugleich. Völlig gleich, in welchem Genre sie sich bewegt oder für welches Zielpublikum sie schreibt - mich berührt sie immer.

Mit Elisabetta und Pola hat Hanika zwei sehr eigenwillige Protagonistinnen konzipiert. Beide tragen eine schwere Last. Die eine die des Überlebens, die andere die des anders seins.

Beide sind Opfer des Kriegs, der lange nachhallt. Schuld und Wut verbleiben über mehrere Generationen in den Familien. Alle sind auf der Suche nach Vergebung, nach der Möglichkeit der Verarbeitung, die gar nicht so einfach ist, denn zunächst einmal muss man sie erkennen und verstehen, dass sie auferlegt wurde, ohne, dass man sie verdient hat.

Der Lebensweg von Pola ist eng mit dem Elisabettas verknüpft. Ist es Schicksal oder sind es die Geister der Vergangenheit, die dafür gesorgt haben, dass sich diese beiden Frauen über den Weg laufen. In ihrem Miteinander finden sie Heilung von all den Schmerzen, die ihnen in ihrem bisherigen Leben zugefügt wurden. Sie verstehen. Einander. Sich selbst. Die Träume, die sie quälen.

"Das Marillenmädchen" ist ein wunderbares Buch, bewegend und mit diesem gewissen Unterton, der zeigt, dass eine starke Frau über starke Frauen schreibt. 


BTB | 2016 | 19,99 €







Achtsamkeit, Geborgenheit und Inspiration:

"Wildrosensommer" | Gabriella Engelmann

In Gabriella Engelmanns Erzählton in "Wildrosensommer" (man sagte mir, der Roman unterscheidet sich von ihren anderen) schwingt anfangs eine leichte Melancholie mit. Geschuldet dem harten Schicksalsschlag, dem Aurelia ausgesetzt ist und der sie nicht zur Ruhe kommen lässt. Von Anfang an wird die Schreibe von Hoffnung begleitet, die sich mehr und mehr durchsetzt und den Roman letztendlich zu einer lebensbejahenden Geschichte werden lässt, die aufzeigt, dass es in jedem Dunkel einen Lichtblick gibt. Nicht auf der Trauer sitzen bleiben, lautet die Devise, sondern für das eigene Glück einstehen, notfalls kämpfen.

Das Setting der Vierlande, einem Gebiet von Hamburg, hat mir so gut gefallen, dass ich nun gerne einmal dorthin reisen würde, obwohl mich die Gegend bisher gar nicht interessiert hat. Überhaupt ist der Roman unheimlich inspirierend. Urlaub auf dem Hausboot, Rosenlikör und Rosenmarmelade, all das geistert nach wie vor in meinem Kopf herum. Überlegungen wie man all das im Sommer umsetzen könnte, sind noch nicht abgeschlossen.

"Wildrosensommer" stand schon eine ganze Weile in meinem Regal. Ich habe es genau zum richtigen Zeitpunkt herausgezogen. Es war, als hätte mich das Buch gefunden, als wäre ich mit solch einer wundervollen Geschichte, mit Protagonisten, die Mut machen und dem Leben ein "Ja" entgegen schleudern, beschenkt worden. "Wildrosensommer" ist für mich ein Herzensbuch, für das ich sehr dankbar bin.


Knaur TB | 2016 | 9,99 €







Die liebe Familie:

"Das Nest" | Cynthia D'Aprix Sweeney

„Das Nest“ ist das Erbe des Plumb Vaters. Ein solcher Batzen Geld, dass es den vier Plumb - Geschwistern schon beim Gedanken daran die Sinne vernebelt. Das Nest bietet ihnen nicht nur materielle Sicherheit, sondern steht für sie tatsächlich für das was der Begriff „Nest“ inhaltlich bedeutet – Geborgenheit, Schutz, Rückzugsort. Grundbedürfnisse, die weder vom zu früh verstorbenen Vater, noch von der kühlen, egoistischen Mutter erfüllt wurden und mehr und mehr durch Ansehen, Wohlstand und ausufernde Lebensweise ersetzt wurden.

Dennoch bleibt das Nest eben etwas materielles, ersetzt nicht das, was die Plumbs sich tief in ihrem Herzen wünschen. Dennoch fahren sie all die Jahre auf der Schiene des Reichtums, den sie aber nur theoretisch besitzen. Ihr Leben gleicht einer Fantasiereise, jeder lebt in einer eigenen Welt, verschließt die Augen vor der Wirklichkeit und verlässt sich auf die Plumbsche Fähigkeit andere zu blenden und sich selbst zu belügen.

Mit Verlust des Geldes sackt ihnen der Boden unter den Füßen weg. Der Himmel bricht auf und sie müssen sich der Realität stellen. Ein steiniger Weg, den Autorin Cynthia D'Aprix Sweeney mit unfassbar starkem Sog darstellt. „Das Nest“ aus der Hand zu legen ist schwierig. Den Plumbs zu wiederstehen ebenfalls. Es ist ein wenig eine Mischung aus Tratsch, Voyeurismus und dem Wunsch, dass es liebgewonnenen Charakteren gut geht, die dafür sorgen, dass D'Aprix Sweeneys Debüt so mitreissend ist.

In lockerem Tonfall plaudert sie über eine Familie, wie wir sie allerorts finden. Nicht mit so viel Geld im Rücken, aber mit ähnlich vielen Geheimnissen. Wer macht sich wirklich vor seiner Familie nackig? Möchten wir nicht alle lieber im Schein des Glanzes verweilen, den wir uns mühevoll aufgebaut haben? Und sehnen wir uns gleichzeitig nicht trotzdem danach, dass uns jemand sieht, wie wir wirklich sind?

Es bedarf Vertrauen und Freiheit, um sich zu einem zufriedenen und glücklichen Menschen zu entwickeln. Eine Fähigkeit, die nur im Rahmen von funktionierenden zwischenmenschlichen Konstrukten möglich ist und die ganz sicher nicht durch materielle Stützen ersetzt werden kann. Ein faszinierender Roman, an dem keiner vorbeikommt.


Klett Cotta | 2016 | 19,95 €

11.05.18

[Meet & Greet] Mein Treffen mit Bernhard Hennen

Vor einiger Zeit hat der Fischer TOR Verlag zu einem Gewinnspiel aufgerufen. Gefordert war ein Foto von Bernhard Hennens aktuellem Roman "Die Chroniken von Azuhr" und der Begründung, warum man den Gewinn - Meet & Greet mit dem Autor - verdient hat. Toll finde ich, dass es sich dabei nicht um eine Bloggeraktion handelt, sondern um ein Dankeschön an Hennens treue Leser.


Mein Gewinnerfoto 
(© N. Eppner)


Ich konnte mein Glück kaum fassen, als ich in meinem Mail Postfach eine Nachricht vom Fischer TOR Verlag entdeckte, denn die Hoffnung das Meet & Greet mit Bernhard Hennen gewonnen zu haben, hatte ich schon längst aufgegeben. 



(Foto: © N. Eppner)

Diese Vorfreude steigerte sich noch, als ich das Programm las.
17.00 Uhr Metempfang mit Bernhard Hennen und Hannes Riffel auf der Ehrenburg in Brodenbach.
19.00 Uhr Ritteressen 
Übernachtung auf der Ehrenburg.
Am nächsten Morgen gemeinsames Frühstück.

(Foto: © N. Eppner)


Mit jedem Kilometer, den ich der Ehrenburg näher kam, stieg die Aufregung. Wie weggeblasen war sie kurz nach dem Metempfang, zu dem neben mir und den vier weiteren Gewinnern auch Bernhard Hennen, Hannes Riffel (Programmbereichsleiter Fischer TOR) und Uta Dahnke (Lektorin von Bernhard Hennen) erschienen. Die Gesprächsrunde war sehr locker und vor allem informativ. 
So erfuhren wir unter anderem, dass Bernhard Hennen seine Handlungen nicht alle im Vorfeld durchplant, sondern sich meistens vom Schreiben treiben lässt und gerne mal den Abgabetermin überschreitet bzw. neu aushandelt. Ein bisschen genervt ist er davon, dass heute alle Fantasyromane in irgendeiner Form mit den Werken von G.R.R. Martin verglichen werden oder dessen Name als Werbeslogan auf Büchern abgedruckt wird. Er hat nichts gegen Martin - ganz im Gegenteil - hat aber selbst schon immer die Neigung dazu seine Figuren sterben zu lassen. Ganz unbeeinflusst von Martins Schreibe, einfach weil ihm wichtig ist nicht vorhersehbar zu schreiben und Überraschungen einzubauen. In seinem aktuellen Roman "Die Chroniken von Azuhr" wird dies so gut umgesetzt, wie ich es auch den älteren Hennen-Büchern gewohnt bin. Die Figuren sind nicht schwarz-weiß gezeichnet und sorgen immer wieder für überraschende Twists.



(Foto: © N. Eppner)


Auch wenn Hennen im Mittelpunkt des Abends stand, sorgten Riffel und Dahnke für interessante Einblicke in die Buch- und Verlagswelt. Mich hat ganz besonders beeindruckt welch umfassende Arbeit eine Lektorin leistet. Für uns LeserInnen kaum sichtbar betreibt sie Recherchearbeit und Autorenbetreuung, leistet Überzeugungsarbeit, denkt sich in ein Werk ein, dass sie vorgesetzt bekommt und liest dieses bis so viele Unklarheiten wie möglich ausgemerzt sind. Dass Uta Dahnke ihrer Arbeit mit Leidenschaft nachgeht, ist deutlich spürbar (neben Hennen betreut sie einen weiteren meiner deutschen Lieblingsautoren. Christoph Marzi).



(Foto: © N. Eppner)



Mit Hannes Riffel und mich verbindet die Plage der Unruhe der beim Lesen. Auch ihm fällt es schwer sich auf dicke Bücher einzulassen, weil es so viele Werke gibt, die gut sind und darauf warten gelesen zu werden. Mit zunehmender Anzahl gelesener Bücher hat er das Gefühl nicht mehr so häufig überrascht zu werden. Wenn er schon auf den ersten Seiten merkt worauf der Autor / die Autorin hinaus will, legt er das Buch zur Seite. Seine Lesetipps sind "Und es schmilzt" von Lize Spit und "Alle Vögel unter dem Himmel" von Charlie Jane Anders. Er wünscht sich, dass die LeserInnen flexibler werden und auch nicht klassisch gestrickten Geschichten eine Chance geben. Gerade auch in der Phantastik. 

(Foto: © N. Eppner)


Nach diesem ersten sehr netten Gespräch begaben wir uns auf Erkundungstour durch die Burg und landeten auf einem Plateau (Lieber Bernhard, falls du das liest verzeih mir bitte, dass ich den Fachausdruck für diesen Teil der Burg nicht weiß). Dort bekamen wir von Hennen eine Einführung in den Schwertkampf, den er mehrere Jahre lang als Hobby betrieben hat. Von Kampfstellungen über Schwertarten bis hin zu (unerwünschten) Finten war alles dabei. Fragen dazu konnte er bis ins kleinste Detail beantworten und nun wissen wir auch alle, warum er seine Kampfszenen so realistisch schreiben kann. Phantastische Literatur spielt zumeist in erdachten Welten und doch ist es wichtig Figuren und Handlungen realistisch zu beschreiben, um glaubwürdig zu sein, aber auch um den Leser fesseln zu können. 



(Foto: © Pixelkriegerin)


Abschließend durften wir alle noch ein Foto mit Bernhard Hennen und natürlich den Schwertern machen.

Beim Abendessen wurde Bernhard Hennen mit so vielen Fragen bombardiert, dass er kaum zum Essen kam. Geduldig beantwortete er Unklarheiten zur Arbeit als Autor, plauderte aus dem Nähkästchen und signierte unsere Bücher. Ein Thema, das mir auch sehr am Herzen liegt, ist der Stellenwert der Phantastik in der deutschen Literatur. Hennen hat dazu eine Rede vorbereitet, die er in Kürze halten wird, in der er sehr kluge Worte untergebracht hat, die mich nachhaltig beschäftigen. Sobald diese Rede veröffentlicht wird, werde ich sie auf meinem Blog verlinken.



(Foto: © N. Eppner)


Das Highlight des Abends war ein Ausschnitt aus dem nächsten Azuhr Band. Ich darf nichts davon weitergeben, aber ich kann euch verraten, dass auch dieser wieder sehr spannend wird und dass eine Mär von Bernhard Hennen vorgetragen noch viel schöner ist, als selbst lesen. 

Ich verabschiedete mich zeitig, da ich die Zeit ohne meine Familie auch dafür nutzen wollte, um in Ruhe zu lesen. Am nächsten Morgen munkelte es zwischen den Burgmauern, dass der Autor und einige der Teilnehmer noch bis in die späten Nachtstunden auf waren, um den Mondaufgang zu betrachten und Verschwörungstheorien zu diskutieren. 



(Foto: © N. Eppner)


Mit einem gemütlichen Frühstück fand das Meet & Greet am Samstagmorgen einen runden Ausklang.

Es war ein ganz, ganz großartiges Erlebnis. Viele Fragen zur Welt der Literatur wurden beantwortet, Bernhard Hennen und sein Team waren super sympathisch und die Ehrenburg ist absolut zu empfehlen (allein dieses Frühstücksbuffet ist der Hammer!!). Obwohl bunt zusammengewürfelt, hat unsere Truppe prima zusammengepasst. Einfach toll.



(Foto: © N. Eppner)



Ich hatte ein wundervolles Wochenende, an das ich mich noch lange erinnern und von dessen inspirierender und menschlicher Atmosphäre ich noch einige Zeit zehren werde. Vielen Dank Fischer TOR, dass ihr das ermöglicht habt, vielen Dank Bernhard Hennen, Hannes Riffel und Uta Dahnke, dass ihr euch so geduldig so viel Zeit genommen habt.



Dank Lisa habe ich eins der coolsten Babybauchfotos überhaupt ;) 
(Foto: © Pixelkriegerin)


Text: © 2018, Nanni Eppner


09.05.18

[Hörbuch] Das Gutshaus: Glanzvolle Zeiten | Anne Jacobs | Sprecherin: Daniela Hoffmann





Seit Jahrhunderten in Familienhand, verloren und wiedergefunden – ein Gutshaus, eine Familie und ein dramatisches Schicksal … 
Franziska kann es nicht glauben: Endlich ist sie wieder in ihrer Heimat auf Gut Dranitz. In den Wirren des Zweiten Weltkriegs musste sie das herrschaftliche Anwesen im Osten verlassen. Lange gab es keinen Weg zurück. Trotzdem ließ sie die Sehnsucht nicht mehr los. Nie konnte sie die glanzvollen Zeiten vor dem Krieg vergessen, ihre Träume und Wünsche von einem Leben an der Seite ihrer großen Liebe Walter Iversen. Alles schien möglich. Doch der Krieg trennte die Liebenden und machte ihre Träume zunichte. Aber Franziska gab die Hoffnung nie auf ...(Text & Cover: © Randomhouse; Foto: © N. Eppner)

Nachdem ich mit großer Begeisterung die Hörbücher zu Jacobs "Die Tuchvilla" - Saga gehört habe, war für mich klar, dass ich auch "Das Gutshaus" lesen bzw. hören möchte.

Anne Jacobs nimmt mich mit auf die Reise in eine vergangene Zeit, die geprägt ist von familiärem Zusammenhalt, von Plänen für die Zukunft, sanfter erster Liebe und dann von der Dunkelheit des Zweiten Weltkriegs überrannt wird. Erzählt wird auf zwei Ebenen und eine davon spielt eben in den Jahrzehnten 1930 und 1940, in denen das Gutshaus zunächst in vollem Glanze als reicher Hof einer gut situierten Familie erstrahlt und kurze Zeit später eingenommen wird, weil man Verrat und Manipulation erwartet.

Die zweite Erzählebene findet in den 90ern statt. Franziska von Dranitz kehrt zurück auf das Gut ihrer Eltern und findet sowohl die Gebäude, als auch die Nachbarschaft in desolatem Zustand vor. Ein Anblick, den sie so nicht erträgt und deshalb das Gut Dranitz kauft, um es wieder auf Vordermann zu bringen. Unverhofft bekommt sie Hilfe von ihrer Enkelin Jenni, die auf der Flucht vor der Liebe zur bis dato Unbekannten Großmutter flüchtet. Und erst da wird so richtig bewusst wie sehr die Schatten der Vergangenheit noch auf der Familie lasten.

"Das Gutshaus" ist eine Familiensaga vom Feinsten. Durch den Sprung der Erzählebenen, die Reise durch mehrere Jahrzehnte, setzt Jacobs nicht nur Akzente, die ihr neustes Werk vom Vorgänger "Die Tuchvilla" unterscheiden, sondern bringt ein Spannung rein, die an einigen Stellen dafür sorgte, dass ich nicht aufhören konnte der Geschichte zu lauschen. 

Die Charaktere sind sehr authentisch gezeichnet und mit Franziska und Jenni haben zwei wirklich starke (und sture) Frauen das Zepter in der Hand. Figuren, mit denen ich gerne meine Zeit verbringe.

Gelesen wird der Roman von Daniela Hoffmann, der deutschen Synchronstimme von Julia Roberts. Hoffmann eine schmeichelnd, angenehme und sympathische Stimme, kann sich sehr gut auf die Gefühlslagen der ProtagonistInnen einstellen und verfeinert das Hörbuch dadurch noch ein klein wenig. 

Im Grunde könnte der Roman mit dem Ende, das er hat, abgeschlossen sein, aber andererseits fängt jetzt eine ganz neue Etappe im Leben der Frauen an und ich bin schon sehr gespannt, was noch alles passieren wird. Teil II "Das Gutshaus: Stürmische Zeiten" (allein der Untertitel ist verheißungsvoll) erscheint voraussichtlich im Dezember 2018.


HörBuchinfo:

863 Minuten
MP3 Format | 2 CDs
gekürzte Lesung
14,99 €



Rezension: © 2018, Nanni Eppner

07.05.18

Das Leuchten der Magie | Peter V. Brett




Das Leuchten der Magie ist der atemberaubende erste Teil von The Core, dem fünften Band und grandiosen Höhepunkt von Peter V. Bretts Dämonensaga. Der zweite Teil erscheint unter dem Titel Die Stimmen des Abgrunds im Frühjahr 2018. 
Seit die Menschen beschlossen haben, sich den Dämonen der Nacht entgegenzustellen und zu kämpfen, hat sich das Antlitz der Welt gewandelt. Das Volk der Krasianer ist gegen den Norden in den Krieg gezogen, und das kleine Tal der Holzfäller ist zu einer mächtigen, siegelbewehrten Stadt angewachsen. Doch Arlen, der tätowierte Mann, und Jardir, der Anführer der Krasianer, stehen sich immer noch in erbitterter Feindschaft gegenüber – bis sie eines Tages beschließen, gemeinsam den Kampf zu den Dämonen hinunter ins Reich der Tiefe zu tragen. Die letzte Schlacht gegen die Wesen der Finsternis entscheidet über das Schicksal aller Völker …(Text & Cover: © Heyne; Foto: © N. Eppner)


Arlen und Jardir sind tot. Oder verschwunden. Oder doch nicht? Nachdem wir alle (LeserInnen, sowie Figuren des Romans) so lange gezittert haben, was mit den beiden passiert ist, wie es mit ihnen weitergeht und wie der Kampf gegen die Dämonen ohne sie weitergehen könnte (kann er das überhaupt?) verschafft uns Peter V. Brett nun Aufklärung. Erlösung? Nein. Denn die beiden befinden sich dort, wo die Gefahr geboren wird. Im Nest der Horklinge.

Unterdessen lauern über der Erde ganz andere Schattenwesen, die denjenigen, die einfach ohne Angst in Frieden leben wollen, das Leben schwer machen. Menschen, die unerwartet zu Macht gekommen sind und ihre Positionen ausnutzen. Die wie berauscht von neuen Fähigkeiten, neuen Positionen, immer gieriger werdend den eigentlichen Sinn des Kampfes vergessen. Ich frage mich wieder einmal, ob es überhaupt möglich mit Gewalt für Frieden zu kämpfen oder ob an dieser Denkweise nicht irgendetwas grundlegend falsch läuft. Aus einem Übel wird ein anderes geboren. Es ist nie zu Ende, solange Macht so ein Verlangen, so ein unrealistisches Maß an Gefühlen hervorruft. Peter V. Brett macht in diesem Band besonders deutlich, dass Dämonen nicht immer als solche auftreten und tief in jenen stecken, die sich von ihnen verführen lassen. 

Wie in den vorangegangenen Bänden auch, hatte ich Schwierigkeiten in Jardirs Reich bzw. Familienkonstrukten den Überblick zu behalten. Gefühlt ist jeder mit jedem verwandt und die Namen klingen alle gleich, weil sie mir unvertraut sind. Das ist nicht Bretts Schuld, vielleicht meine eigene, wäre aber einfacher zu beheben, wenn es im Anhang ein Namensverzeichnis geben würde. Oder man liest einfach alle Bände ohne Unterbrechung hintereinander weg.

Wie Brett seine Figuren aufbaut mag ich gern. Einige hasse ich, viele von ihnen mag ich und andere sind meine absoluten Lieblinge der Phantastik. Ganz besonders großartig finde ich die Darstellung der weiblichen Charaktere. Allesamt starke Frauen, jede auf ihre eigene Art. Nicht immer ist ihre Kraft und Energie auf den ersten Blick ersichtlich. Hier und da scheinen sie hinter ihren Männern zurückzustehen, ihnen fast unterwürfig zu dienen, aber letztendlich sind sie es, die die Fäden in der Hand halten. Für mich als weibliche Leserin eine besondere Freude. Nun fiebere ich dem Lesen des letzten Teils entgegen, auch wenn ich sehr traurig darüber bin, dass dann eine meiner allerliebsten Reihen abgeschlossen ist.



Buchinfo:

Heyne (Dezember 2017)
656 Seiten
Paperback, Klappenbroschur
16,99 €
ÜBERSETZUNG: Ingrid Herrmann-Nytko

Reiheninfo:

5. Das Leuchten der Magie

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