20.07.18

Die Biene: vom Aussterben bedroht. Literatur für Groß und Klein

Gedankenlos und genervt verjagen wir Insekten, die im Sommer, wenn wir auf der Terrasse, dem Balkon oder im Garen sitzen, um uns herum fliegen. Vielleicht schlagen wir sogar drauf. Vielleicht aus Angst, vielleicht aus Unwissenheit, vielleicht aus Überlegenheit.

Wer ein bisschen aufpasst wird feststellen, dass es gar nicht mehr so viele Insekten gibt. Ja, ein paar wenige Insektengruppen (die besonders nervigen) machen sich weiterhin breit, aber sehr viele sind vom Aussterben bedroht. Wir sprechen aktuell sogar vom Artensterben der Insekten. Eine Tiergruppe, die für unsere Ökosysteme wichtiger ist, als wir denken.

Ganz besonders stark betroffen ist die Biene. Nicht nur eine, sondern sehr viele Bienenarten. Welche genau und warum kannst du hier nachlesen.

Ohne die Biene kann keine für uns lebensnotwendige Landwirtschaft stattfinden. Bäume können sich nicht weitervermehren und Früchte tragen und auch der Anblick von Blumen ist dann Geschichte.

Wer nun sagt, dass er / sie damit ja nichts zu tun hat, der hat es nicht kapiert (sorry, für die harte Ausdrucksweise). Denn Essen und Atmen muss schließlich jeder, oder? (Falls du jetzt immer noch nicht verstanden hast, warum es auch dich betrifft, kannst du sehr gerne bei mir nachfragen.)

Im folgenden Beitrag stelle ich 3 Bücher vor, die sich mit dem Thema Bienen beschäftigen.

"Die Geschichte der Bienen" | Maja Lunde | btb



England im Jahr 1852: Der Biologe und Samenhändler William kann seit Wochen das Bett nicht verlassen. Als Forscher sieht er sich gescheitert, sein Mentor Rahm hat sich abgewendet, und das Geschäft liegt brach. Doch dann kommt er auf eine Idee, die alles verändern könnte – die Idee für einen völlig neuartigen Bienenstock.
Ohio, USA im Jahr 2007: Der Imker George arbeitet hart für seinen Traum. Der Hof soll größer werden, sein Sohn Tom eines Tages übernehmen. Tom aber träumt vom Journalismus. Bis eines Tages das Unglaubliche geschieht: Die Bienen verschwinden.
China, im Jahr 2098: Die Arbeiterin Tao bestäubt von Hand Bäume, denn Bienen gibt es längst nicht mehr. Mehr als alles andere wünscht sie sich ein besseres Leben für ihren Sohn Wei-Wen. Als der jedoch einen mysteriösen Unfall hat, steht plötzlich alles auf dem Spiel: das Leben ihres Kindes und die Zukunft der Menschheit.(Text & Cover: btb)

"Die Geschichte der Bienen" ist ein sehr eindringliches Buch, das uns aufzeigt was Wirklichkeit werden wird, wenn die Bienen aussterben. Wie sehr unser eigenes Leben am Überleben der fleißigen Insekten hängt. Dramatisch, kein bisschen überspitzt und zudem fesselnd und unterhaltsam geschrieben.

Verknüpft wird das Schicksal der Bienen mit dem einzelner Familien. So gibt es gewisse Generationenkonflikte, die zu Missverständnissen führen und einen ganzen Schweif an (Fehl-) Entscheidungen mit sich ziehen. 




1852 ist es die Leidenschaft zu den Bienen, die William zurück ins Leben zieht, die seinen Sohn aber gleichzeitig demotiviert. Eine seiner Töchter interessiert sich sehr für das Imkern, für die fast schon politischen Strukturen, in denen Bienen leben. Doch was ist ein Mädchen in dieser Zeit schon wert? Ihre Interessen, ihr Wunsch nach Lernen und Sturdium. Nicht nur Williams Tochter wird zum Opfer der Politik, sondern auch die Bienen, denn genau so eine Kämpferin hätte ihnen gefehlt, um einen anderen Stellenwert im Leben der Menschen zu bekommen.

2007 ist es die neue Generation, die sich von den Bienen abwendet. George ist leidenschaftlicher Imker, sein Sohn Tom hegt eher Leidenschaften für das geschriebene Wort. Er möchte den elterlichen Betrieb nicht übernehmen. Möchte seinen eigenen Weg gehen. Er mag Bienen, aber er möchte keine Zeit in sie investieren. Und auf einmal verschwinden sie auf mysteriöse Art und Weise.

Im Jahr 2098 gibt es keine Bienen mehr. Ihre Arbeit wird von Menschenhand übernommen. Ist aufwendig und anstrengend. Bäume bestäuben ist ja noch irgendwie machbar, aber mit den Bienen ist so viel mehr verschwunden, als nur eine ertragreiche Ernte. Es gibt keinen Pollenflug mehr, Menschen sind nur noch künstlichen und keinen natürlichen Stoffen mehr ausgesetzt, werden empfindlicher, sind nicht mehr so resistent und werden schneller krank. Frische Luft wird zum Luxusgut und zur Gefahr. Was klingt wie ein dystopisches Setting ist die böse Realität, auf die wir zusteuern.




Bienen, egal ob kultiviert oder wildlebend, sind schon immer unserer Willkür ausgesetzt. Sei es auf politischer  - Einsatz von Spritzmitteln wie Glyphosat und ähnlichem -, oder auf ganz persönlicher Ebene. Schicke Gärten nehmen ihnen Lebensraum, bieten zu wenig Nahrung und sind meist sogar tödlich. Gefühlt verliert der Mensch das Interesse an "ehrlicher" Natur und ihren Bewohnern. Maja Lunde versucht aufzurütteln und ich wünsche mir sehr, dass es ihr mit diesem Buch und den folgenden Romanen des Klimaquartetts (aktuell erschienen "Die Geschichte des Wassers") gelingt.





"Do. Imkern - Das Geheimnis glücklicher Bienen" | Orren Fox | Tempo Sachbuch




Orren Fox war 2012 ins Weiße Haus eingeladen. Er war gerade mal 15 Jahre alt, aber hatte fast sein Leben lang Bienenstöcke. Daraus resultierte unglaubliches Wissen über diese Tiere, Landwirtschaft und Zusammenhänge in der Natur. Die Leidenschaft und Begeisterung für Honigbienen, die Orren ins Weiße Haus gebracht hat, findet man in seinem ersten Buch »Imkern« wieder und es zeigt, dass der Weg zum eigenen Honig leichter ist als man denkt. Hier erfährt man, wie und wo man Bienenstöcke aufstellt, welche Werkzeuge man anfangs braucht, wie häufig man nach seinen Bienen schauen muss und wie man Honig erntet. Einige der besten Köche haben ihre besten Honigrezepte beigesteuert, u.a. Honigsenf, Blumenkohl mit Honig und Trauben, Honigkäsekuchen.(Text & Cover: © Hoffmann und Campe Tempo)

Wer Interesse am Imkern oder einfach am Leben und der Arbeit von Bienen hat, der ist mit diesem Buch bestens bedient. Es ist das perfekte Einsteiger Buch.

Orren Fox begleitet ein erstes Kennenlernen der Struktur vom sehr systematischen Leben der Bienen über den Aufbau des Bienenstocks bis hin zu Gefahren, die den Bienen lauern.




Wer in die Arbeit des Hobbyimkers einsteigen möchte, lernt welche Ausrüstung dafür benötigt wird und wie ein erstes rangehen an diese Arbeit ablaufen kann. Mit welchen Rückschlägen der Imker konfrontiert werden kann und welche Freude es ist, den ersten eigenen Honig zu haben.

Die Kapitel sind kurz und präzise erläutert. Es ist sicher kein umfassendes Werk für jemanden, der sich intensiv mit dem Thema beschäftigen möchte, bietet aber einen soliden und ansprechenden Einblick in die Arbeit mit Bienen, so dass ich mir ein Urteil bilden kann, inwieweit die Imkerei etwas für mich ist bzw. ob ich ihr gerecht werden kann. Es ist aber auch für diejenigen spannend, die zwar nicht imkern, aber sich intensiver mit dem Thema auseinandersetzen wollen.




Das Buch ist handlich, passt in jede Tasche, ist ausreichend und ansprechend illustriert und bietet mit einem Anhang aus Honigrezepten ein tolles Extra.





"Bienen" | Piotr Socha | Gerstenberg




Willkommen im Reich der Bienen! Hier können wir die fleißigen Insekten aus der Nähe betrachten, in einen Bienenstock schauen und alles über das Imkern erfahren. Wer bei Bienen nur an den leckeren Honig denkt, wird staunen! Denn wer hätte gewusst, dass es Bienen schon seit den Dinosauriern gibt? Was es mit dem Bienentanz auf sich hat? Oder warum es ohne die Bienen weniger Äpfel gäbe? Ein wunderbar witziges Buch für große und kleine Bienenfreunde, das mit seinen fröhlich bunten, großformatigen Bildtafeln und vielen erstaunlichen Informationen die Geschichte von Mensch und Honigbiene erzählt.(Text & Cover: © Gerstenberg)

"Bienen" hat 2017 den Deutschen Jugendlitertaurpreis der Kategorie Sachbuch gewonnen und das völlig zurecht. Es ist so wundervoll gestaltet, so witzig illustriert und gleichzeitig so lehrreich. Eine Bereicherung für jedes Kinderzimmer oder eigentlich für jedes Bücherregal. Ich habe es nicht nur für meine Tochter gekauft, sondern auch für mich.

Socha beginnt mit der Geschichte der Bienen. Seit wann gibt es Bienen? Wie haben sie früher gelebt? Wann und wie wurden sie kultiviert und vom Menschen als das erkannt, was sie heute sind: Lieferanten eines hochwertigen Lebensmittels und wertvolle Gehilfen, die unsere Natur in Schwung halten. 




Mit Bildern auf denen es viel zu entdecken gibt, bringt Comiczeichner Socha das Leben der fleißigen Insekten perfekt aufs Blatt. Er hat seinen eigenen Stil, der sowohl Kinder als auch Erwachsene anspricht und der klar erkennbar und doch nicht zu kühl ist. 

Lehrreich sind auch die Passagen über den Aufbau des Bienenstocks, über die Arbeit der Bienen und warum sie für uns so wichtig sind. 




Socha führt mit seinem Bilderbuch "Bienen" schon die Jüngsten mit einer sehr liebevollen Art an das Thema heran und sorgt damit für spielerische Aufklärung. Ein absolutes Herzensbuch.
 

 

Fotos & Rezensionen: © 2018, Nanni Eppner
 

15.07.18

"Ich bin mutig. Ich bin stark. Ich kann alles schaffen."

Worte, die wir uns laut Lars Amend immer wieder vorsagen sollten, um unser Selbstbewusstsein zu stärken.
Im Podcast Die Glücksritter stellen er und Daniel Aminati die Frage, wie es wohl wäre, einem Kind jeden Tag diese Sätze vorzusagen.





Eine Frage, die mich sehr beschäftigt hat. Ich weiß aus eigener Erfahrung wie es ist Eltern zu haben, die stolz auf ihre Kinder sind, die ihnen zutrauen Hürden zu meistern und sie mit so viel unerschütterlichem Vertrauen lieben, dass mangelnde Selbstliebe, mangelndes Selbstvertrauen kein Thema war.

Aber ich kenne auch das Gegenstück. Kinder, die gedemütigt wurden, die Mittel zum Zweck sind und die ihren Eltern nicht so wichtig sind wie Alkohol, Drogen, Nikotin etc.




Es sind nicht nur die materiellen Dinge, eine gute Grundversorgung, Lebensmittel und Kleidung, die für das Leben unserer Kinder von Wert sind. Es ist unser Umgang mit ihnen. Unsere Wertschätzung. Unser Vertrauen. All das benötigen sie, um ein Mensch zu werden, der/die sich selbst liebt, der/die Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen entwickelt. Nicht nur im geheimen, sondern laut ausgesprochen.

Ich freue mich jeden Abend über das Leuchten in den Augen der Räubertochter, wenn sie sich diese drei Sätze vorsagt. Sie weiß noch nicht was Mut ist, aber sie versteht, dass es etwas großartiges ist. Und vor allem ist sie es. Ein mutiges Mädchen, das sich darüber freut, dass wir auch noch den Satz "wir haben uns alle ganz doll lieb" angehängt haben. Denn zu wissen, dass wir geliebt werden, das hören wir doch alle gern.



Das Foto zeigt die Räubertochter beim Erklimmen der Burgmauer der Ehrenburg in Brodenbach


Text & Fotos: © 2018, Nanni Eppner

13.07.18

Rabenschatten 02: Der Herr des Turmes | Anthony Ryan




Vaelin al Sorna kehrt aus den Schlachten zurück und die schwere Bürde der Erinnerung lastet auf ihm. Nie wieder will er töten. Zu viele haben in König Janus’ Krieg ihr Leben gelassen. Nicht nur, dass er für viele, die überlebt haben, das Ziel ihrer Rachegelüste ist. Zum Turmherrn der Nordlande ernannt, möchte er fern aller Intrigen Ruhe finden. Doch der neue König ist schwach und die Feinde des Reiches schmieden ein Bündnis, das mehr und mehr an Macht gewinnt. Wird Vaelin al Sorna, der das Töten hasst und in seiner Loyalität hin und her gerissen ist, doch wieder zum Schwert greifen?
(Text & Cover: © Hobbit Presse; Foto: © N. Eppner)


"Grausamkeit steckt in jedem von uns." (S. 773)

Zweite Teile einer Trilogie müssen immer für einen Twist sorgen. Entweder was die Handlung betrifft oder aber auf die Protagonisten ausgelegt. So wie hier in "Der Herr des Turmes", dem zweiten Band der Rabenschatten Trilogie.

Frentis, einstiger Straßenjunge und Kamerad von Vaelin al Sorna, wird zu einer Art Robin Hood, Lyrna von der Prinzessin, die für Gerechtigkeit steht, zu einer Art Piratenprinzessin, und Vaelin und viele andere Figuren erfüllen auch nicht das, was man nach Band 1 "Das Lied des Blutes" von ihnen erwartet hätte. Überraschungen und Spannung lauern an jeder Ecke.

Grundlage für diese Charakterentwicklungen, dafür den Fokus vermehrt auf die Figuren zu legen, ist die Frage nach Gut und Böse. Gibt es Gut und Böse oder ist das einfach eine Frage der Perspektive? Der Stationen des eigenen Lebensweges? Jeder trägt seine Schatten mit sich herum, seine eigene Dunkelheit. Wer zuvor ehrenvoll kämpfte, ist nun geschüttelt von Rachegelüsten und vergisst darüber hinaus so manch ehrenvollen Grundsatz.

Eine Frage mit der sich auch Gesetze und Glaubensformen beschäftigen. Ryan greift hier die altbekannten Kriegsgründe wie Religion und Fanatismus auf. Lässt uns darüber nachdenken, ob überhaupt die Möglichkeit besteht, eine Form von Gesetzen und Glauben zu entwickeln, die auf all die individuellen Persönlichkeiten abstimmbar ist und all die individuellen Wünsche und Ansprüche abdeckt.

"'Ich habe Dinge getan. Um diese Stadt zu verteidigen, habe ich Dinge getan, weil ich sie zu jenem Zeitpunkt für richtig und gerechtfertigt hielt, aber jetzt bin ich mir nicht mehr sicher. Jetzt frage ich mich, ob ich meinen Zorn mit Recht und Mord mit Gerechtigkeit verwechselt habe.'" (S.844)

Nach diesem - wie ich finde - sehr tiefgründigen zweiten Band, der viele Fragen aufgeworfen und mich sehr gefesselt hat, habe ich einige Erwartungen an den Abschluss der Trilogie und freue mich aufs Lesen.


Buchinfo:

859 Seiten
Hardcover mit Schutzumschlag
24,95 €
ÜBERSETZUNG: Sara Riffel und Birgit Pfaffinger

Reiheninfo:

2. Rabenschatten: Der Herr des Turmes
3. Rabenschatten: Die Königin der Flammen



Rezension: © 2018, Nanni Eppner

05.07.18

Bücherstapelei | Von Leselisten und dem #dickebüchercamp

Trotz der bevorstehenden Veränderung in unserem Leben, gebe ich die Hoffnung nicht auf, auch weiterhin - also mit zwei Kindern - viel Zeit mit lesen zu verbringen. Bisher hat es ganz gut geklappt und ich kenne so viele Mütter, die trotz Nachwuchs fleißig lesen und bloggen, dass ich ganz positiv daran gehe. Falls es wen interessiert wie ich es schaffe trotz Kind, Haus und Garten so viel zu lesen, kann ich demnächst mal einen Beitrag dazu schreiben.

Von Hölzchen auf Stöckchen - was ich eigentlich sagen wollte: diese positive Einstellung (und ein mega toller Buchgewinn im letzten Jahr) hat mich dazu motiviert, mich auch in diesem Jahr wieder zur S.Fischer Challenge anzumelden, die von Favola organisiert wird. 




Da es (vor allem auf Instagram) aber immer wieder kurz oder langfristig angelegte andere tolle Aktionen rund um unser liebstes Hobby gibt, lasse ich mich immer wieder gerne dazu verleiten auch an daran teilzunehmen. So z.B. das #dickebüchercamp von Nordbreze

Das #dickebüchercamp läuft in den Monaten Juli und August und impliziert das Lesen von Büchern mit über 500 Seiten. Wie viele Bücher das sind, wie lange man daran teilnimmt und wie ausgiebig man es betreibt, bleibt jedem selbst überlassen. Alles ganz zwanglos. Wer auf Instagram vertreten ist, der kann den Häschtägg #dickebüchercamp benutzen, so dass ein Austausch stattfinden kann.

Ich habe mich für die Bücher "Die Dämonenkriege" | Michael Hammant (752 Seiten), "Das Lied der Krähen" | Leigh Bardugo (592 Seiten) und "Das achte Leben (für Brilka)" | Nino Haratischwili (1280 Seiten) entschieden. Vermutlich werde ich nicht alle schaffen, aber ich habe mir gedacht, dass jetzt, bevor das Baby kommt, die beste Zeit ist, um den über 1000 Seiten dicken Schinken "Das achte Leben" zu beginnen. So weit ich es mitbekommen habe, lässt es sich auch ganz gut in Etappen lesen.




Liest du gerne dicke Bücher oder doch lieber dünne, die sich schnell weglesen lassen?


Ich muss gestehen, dass ich, bevor ich angefangen habe zu bloggen, fast ausschließlich dicke Bücher gelesen habe. Das hat zum Einen damit zu tun, dass ich sie mir bis dato hart von der Nase absparen musste und je mehr Seiten, desto länger hat man was vom Buch. Zum anderen aber auch damit, dass ich nun vielmehr in dem sehr schnelllebigen Geschehen der Verlagswelt involviert bin. Der Frühling ist noch nicht vorbei und schwupps erscheint schon wieder das Herbstprogramm (früher hätte ich nicht mal gewusst, wie ich Zugriff zu diesen bekomme. Sind aber für jeden auf den entsprechenden Verlagsseiten frei zugänglich). Das setzt mich manchmal unbewusst unter Druck. Nicht weil ich denke, dass ich all die Bücher lesen muss, um als Bloggerin up to Date zu sein, sondern weil ich gerne all diese tollen Geschichten kennen möchte.

Auf meiner Leseliste für die nächsten - sind wir mal großzügig - nächsten zwei Monate stehen neben diesen drei dicken Schätzen drei weitere Bücher. "Schiffbruch mit Tiger" | Yann Martel und "Nur einen Horizont entfernt" | Lori Nelson Spielman lese ich zuerst, da sie die Juli Aufgaben für die Fischer Challenge erfüllen (diese findest du hier) und "Ein Sommer in Sommerby" | Kirsten Boie wird in die Kliniktasche wandern, da es so schön und leichtlesig sein soll, dass es sicher sehr gut passt, wenn ich mich gedanklich sortieren muss. Aber ohne Buch ins Krankenhaus geht ja auch nicht.




Hast du eine Leseliste für den Sommer? Machst du dir prinzipiell Leselisten oder magst du es mehr einfach drauflos zu lesen?


Wie immer freue ich mich sehr, wenn du im Kommentarfeld deine Meinung zum Beitrag schreibst und mit mir über deine und meine Bücher plauderst.

03.07.18

[Rezension] Über den Dächern wir zwei | Angela Kirchner




Erste Liebe. Zart und real.
Die 17-jährige Mina ist perfekt darin, sich gegenüber Gleichaltrigen unsichtbar zu machen. Ein Unfall stellt ihre geordnete Welt auf den Kopf und lässt sie einen vorsichtigen ersten Schritt auf ihren Nachbarn Theo zu machen. Auf Theo, der es liebt, über den Dingen zu schweben. Dessen Rückzugsort das Garagendach zwischen den beiden Häusern ist. Und der schon ewig heimlich in Mina verschossen ist. Finden die beiden so unterschiedlichen Außenseiter zusammen?(Text & Cover: © Oetinger; Foto: © N. Eppner)


Ich folge Autorin Angela Kirchner schon seit längerem über die Soziale Plattform Instagram. Dort wirkt sie sehr sympathisch. Aber ist Sympathie gleichzustellen mit der Fähigkeit schreiben zu können? Ich denke nicht. Und doch bin ich sehr froh, dass es im Fall von Angela Kirchner zutrifft.

Die Tonlage ihres Schreibstils ist zart und fein, gefühlvoll, aber ehrlich. Es ist, als ob mir jemand mit sanfter Stimme eine Geschichte erzählt, die mich wie ein warmer Mantel umgibt, berührt und fesselt. Trotz einiger Szenen, die nicht nur schön sind, sondern die Protagonisten und damit auch mich, ganz schön leiden lassen.

Die Atmosphäre des Romans ist genau so, wie ich sie mir in Jugendbüchern wünsche. Eine Mischung aus Erinnerung an eigene Gefühle und Emotionen und der Fähigkeit eine gewisse Sehnsucht in mir zu wecken.

In "Über den Dächern wir zwei" geht es nicht nur um erste Liebe, wie es ein erster Eindruck vielleicht vermitteln mag. Hier geht es um Vertrauen, Familie, Freundschaft. Um den Mut Beziehungen einzugehen. Diese realistisch zu betrachten. Mit all ihren Höhen und Tiefen. Aber es geht eben auch um erste Liebe und dieser Teil ist so zart und unter die Haut gehend geschrieben, dass ich am Ende richtig gerührt war.

Was mir sehr gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass die Figuren nicht von der Geschichte überlagert werden. Sie haben ihre eigenen Probleme, ihre eigenen kleinen Kämpfe auszutragen, die sich nicht aus der Lovestory, sondern ihrem eigenen Lebensweg und ihren eigenen Charaktereigenschaften ergeben.

Ich hätte gerne weitere 50, 100, 200 Seiten mit Theo und Mina verbracht. Würde sie auch weiterhin durch ihr Leben begleiten, weil sie mir so ans Herz gewachsen sind. Sympathisch, echt, kantig. Und mit ganz viel Herz.


Buchinfo:

Oetinger (Februar 2018)
208 Seiten
Taschenbuch
6,00 €



01.07.18

[Monatsrückblick] Leseliebe im Juni '18




Geplauder:


Schwangerschaftswoche 35. Wenn alles so läuft, wie ich es mir wünsche, dann liest du heute das letzte Mal mein Gejammer über die Schwangerschaft. Entbindungstermin ist zwar erst Anfang August, aber ich hoffe sehr, dass das Baby ein bis zwei Wochen früher kommt. Das Baby ist dann groß genug und weit genug entwickelt, um problemlos das Licht der Welt erblicken zu können. 






Schwangerschaft bedeutet für mich diesmal starke Schmerzen im Rücken und in den Beinen, Übelkeit, Kreislaufprobleme, Wasser in den Beinen, Füßen, Armen und Händen, Erschöpfung und eine unbestimmbare innere Unruhe. Das macht wirklich keinen Spaß, zumal ich mich nicht immer dann ausruhen kann, wenn es notwendig ist, weil die Räubertochter auch bespaßt werden will und führt oft dazu, dass ich gereizt bin. Nicht so schön für meine Familie. Ich bin wirklich dankbar dafür, dass wir die Möglichkeit haben auch ein zweites Kind zu bekommen, denn wir haben im Bekanntenkreis wirklich viele Paare, denen das nicht so einfach möglich ist, und ich bin auch eigentlich kein Typ, der schnell und viel jammert, aber so macht schwanger sein wirklich keinen Spaß. Und ganz ehrlich - wenn man gefragt wird wie es einem geht und man antwortet dann "nicht gut!", dann möchte das kaum jemand hören, denn in der Schwangerschaft muss man sich immer nur freuen und glücklich sein. Falls du also auch gerade schwanger bist und dich gerne mal so richtig ausk***en möchtest, dann tu dir keinen Zwang an und nutze dafür gerne das Kommentarfeld unter diesem Beitrag.






Ansonsten war der Juni eher ruhig und sehr heiß. Anfang des Monats waren wir im Urlaub in Südtirol. Wie schön es dort war, kannst du im letzten Reiseproviant nachlesen. 

Zwei Wochenenden habe ich auf dem Turnierplatz verbracht. Nicht mehr als Teilnehmerin, denn dafür fehlt mir aktuell die Zeit (auch die körperliche Kompetenz) und ehrlich gesagt auch die Lust, sondern als Trainerin, denn so ganz ohne Pferdeduft und Turnierluft kann ich dann ja auch nicht. An einem Wochenende habe ich einen ehemaligen Reitschüler aus der Schweiz unterstützt, der in Hagen auf dem Future Champion in mehreren internationalen Dressurprüfungen gestartet ist und am vergangenen Wochenende war ich auf einem Turnier, auf dem Choci, ein Pferd, das wir gezüchtet haben (siehe auch hier) gestartet ist. 






Leseliste:


JUNI:
45) "Rabenschatten 02: Der Herr des Turms" | Anthony Ryan | Hobbit Presse
46) " Wir hier draussen. Eine Familie zieht in den Wald" | Andrea Hejlskov | Mairisch
47) "Lady Moonshine" | Rainer M. Schröder | Droemer Knaur
48) "Rabenschatten 03: Die Königin der Flammen" | Anthony Ryan | Hobbit Presse
49) "Vier Farben der Magie" | V.E. Schwab | Fischer Tor
50) "Die Geschichte der Bienen" | Maja Lunde | btb
51) "Professor Plumbums Bleistift 01: Mumien Alarm!" | Nina Hundertschnee & Iris Hardt | Carlsen
52) "Ein Seehund für Herrn Albert" | Judith Kerr | Fischer Sauerländer

[Hörbücher]

  • "Der Tod sonnt sich im Campingstuhl" | Susanne Hanika | Sprecherin: Yara Blümel | Lübbe Audio
  • "Die Tote am Watt" | Gisa Pauly | Sprecherin: Ricci Hohlt | Audio Media
  • "Gestrandet" | Gisa Pauly | Sprecherin: Ricci Hohlt | Audio Media





Der Lesemonat Juni war durchweg hervorragend. Ich habe wirklich tolle Bücher gelesen und bin trotzdem in eine kleine Leseflaute geraten. 

Es ist nicht ganz einfach in diesem Monat ein Highlight zu bestimmen. Ich entscheide mich für zwei Bücher. 

"Wir hier draussen. Eine Familie zieht in den Wald" ist der Erfahrungsbericht einer Familie, die in den schwedischen Wald zieht. Dort scheinbar keine Seltenheit, denn es gibt einige Einsiedler, aber auch ganz Gruppen, die sich gemeinsam dem Leben in der Natur verschrieben haben. Ich wüsste nicht, dass es das hier in Deutschland gibt, habe mich aber auch noch nicht näher informiert. Für mich ist ein Leben im Wald ebenfalls reizvoll. Ich liebe den Wald, die Natur, das Miteinander. Allerdings fordert dies auch jede Menge Entbehrungen. Angefangen bei fließendem Wasser über Kanalisation für den Toilettengang bis hin zu unangenehmen Temperaturen im Winter. Autorin Andrea Hejlskov schreibt ganz offen und ehrlich darüber, wie sie das Leben im Wald empfindet. Wie sehr es emotional an ihr zehrt, wie sehr sie sich dadurch aber auch verändert hat. Ich habe ganz viele Stellen im Buch notiert, habe über vieles nachgedacht, tue es immer noch und glaube, dass ein Leben im Wald zwar ganz viele wundervolle Seiten hat, dass ich aber aktuell nicht dazu bereit wäre.




Ein schockierendes Thema beinhaltet "Die Geschichte der Bienen". Was ist, wenn es keine Bienen mehr gibt? Ein Roman erzählt auf drei Zeitebenen (Vergangenheit, (ungefähr) Gegenwart und Zukunft) und von spektakulärer Dramatik. Denn dieses Thema ist nur allzu real. Bienen stehen auf der Liste der bedrohten Tierarten. Eine große Gefahr, denn ohne Bienen gibt es keine Landwirtschaft, ergo kein Obst, kein Gemüse, keine Blumen, keine Bäume. Autorin Maja Lunde zeigt diese Bedrohung ganz deutlich auf, bettet sie ein in einen spannenden Roman, der sich zudem mit dem verzwickten System Familie bzw. Generation beschäftigt und hat damit ein Buch geschrieben, dass jeder lesen sollte.




In diesem Monat habe ich außerdem einige Hörbücher gehört. Schuld daran ist Mareike vom Blog Herzpotenzial, denn die hat die Streaming App Bookbeat vorgestellt. Dort kann man für 14,95 € / Monat so viele Hörbücher hören, wie man möchte. Aktuell bekommst du über den Artikel von Mareike einen Gutscheincode, mit dem du die App einen Monat lang kostenlos testen kannst. Das Angebot an Hörbüchern ist noch ausbaufähig, aber ansonsten ist die App echt toll. Du kannst die Bücher entweder streamen (spart Speicherplatz) oder runterladen (spart Datenvolumen) und - das ist ganz wichtig für mich, weil ich gerne zum Einschlafen hören - du kannst eine Zeitschaltuhr einstellen.


Weitere Beiträge:


Neues Quartal, neues Glück. Hier stelle ich dir interessante Fantasy Neuerscheinungen der Monate Juli - September vor.

Der aktuelle Reiseproviant erzählt u.a. von Urlaub, Lesetief und Löwenzahngelee.




Gemeinsam mit Damaris vom Blog Damaris liest, habe ich mir die Jugendbücher von Tamara Bach genauer angeschaut. Bach begeistert mich vor allem durch ihren komplexen Schreibstil. Hier findest du einen Artikel über ihre Bücher plus ein kurzes Interview.


Wie war dein Juni?
Welches Buch war dein Highlight?

29.06.18

[Fantasy Neuerscheinungen 2018] Juli - September




Der Sommer ist dafür da, um erst einmal die Bücher mit an den Strand oder in die Berge zu nehmen, die schon im Regal stehen. Die Neuerscheinungen halten sich im Vergleich zu den anderen Monaten des Jahres im Rahmen, aber ich kann euch versprechen, dass der Bücherherbst dafür wieder sehr üppig ausfällt.

Auch der September will Gutes für unseren SuB. Fortsetzungen von Reihen, die so spannend sind, dass sie dazu verführen sofort weginhaliert zu werden.

Im folgenden Beitrag stelle ich dir die Fantasy Neuerscheinungen der nächsten drei Monate vor, die mich persönlich am meisten interessieren (die Liste ist damit subjektiv und beinhaltet natürlich nicht alle Neuerscheinungen dieses Zeitraums).






"Das Labyrinth von London" | Benedict Jacka | BLANVALET


"Ein Magier mit dunkler Vergangenheit, der die Zukunft sehen kann." (Blanvalet)

Welche Stadt eignet sich besser für dunkle Magie als London? Das dachte ich sich auch Autor Benedict Jacka, der halb Australier, halb Armenier ist, aber in London aufwuchs. Schon mit 18 machte er sich erste Notizen für einen Roman und nun veröffentlicht er sein Debüt, das mit seinem urbanen Setting ein wenig an die Bücher von Ben Aaronovitch erinnern soll. 


Da London und Magie auch für mich gut zusammenpassen, landet "Das Labyrinth von London" auf meiner Wunschliste.



"Mondstaub und Sonnenstürme" | Maja Köllinger | DRACHENMOND


"Stella ist eine Sternenseele. Sie verfügt über die Gabe, den Kosmos in unseren Köpfen zu ergründen.
Denn wir alle bestehen aus Sternenglanz, Mondstaub und Sonnenstürmen.
Wir alle tragen die kleinsten Teile des Universums in uns.
Wir haben nur verlernt, hinzusehen." (Drachenmond)

"Mondstaub und Sonnenstürme" klingt für mich nach einer fast poetischen Betrachtung der darin erschaffenen Welt. Oder wird die Autorin eher wissenschaftlich vorgehen, aber zusätzlich den poetischen Erzählton, der schon in der Inhaltsangabe angestimmt wird, beibehalten? Es gibt einiges, dass an diesem Buch reizvoll wirkt.



"Phoenicrus. Die Trilogie" | Mirjam H. Hüberli | DRACHENMOND


Die Protagonistin des Romans ist sich sicher. Sie hat eine Schwester. Yosephine. Irgendwo. Das Problem ist, sie kann sich an nichts mehr erinnern. Weder daran, wie Yosephine aussieht, noch wohin sie verschwunden sein kann. Doch seit neustem gibt es ein Indiz, das dafür spricht, dass es Yosephine tatsächlich gibt, auch wenn sie aus den Erinnerungen ihrer Schwester verschwunden ist. Denn auch der Großvater hat immer von ihr gesprochen, aber man hat es als wirres Gerede abgetan. Trotz all der widrigen Umstände macht sie sich auf die Suche nach ihrer Schwester.


Wie die Protagonistin heißt, weiß ich leider nicht, daher diese vage Erklärung. Aber der Gedanke, dass man ihre Erinnerungen gelöscht haben muss, klingt sehr interessant. Warum hat man das getan? Und wo ist ihre Schwester? Es gibt einige Fragen, die dank des Klappentextes schon im Vorfeld entstehen und eine spannende Geschichte versprechen.







"Das Erbe der Weitseher 01: Diener der alten Macht" | Robin Hobb | PENHALIGON


Dieser Roman ist nicht wirklich eine Neuerscheinung und eigentlich auch eine Fortsetzung, aber irgendwie auch ein neuer Einzelband und da es von der großartigen Robin Hobb geschrieben ist, verdient es ein paar Worte mehr.

Protagonist des Romans ist nach wie vor Fitz der Bastard, der auch in "Die Chronik der Weitseher" im Mittelpunkt steht. Die Handlung ist 15 Jahre nach dem Abschluss der vorangegangenen Trilogie angesiedelt und erschien im Verlag Bastei Lübbe schon vor einigen Jahren unter dem Titel "Der lohfarbene Mann". 

Da Robin Hobb zu den ganz Großen der phantastischen Literatur gehört, möchte ich auch diese Trilogie unbedingt lesen.



"Im Turm" | Josiah Bancroft | HEYNE


Der Turm von Babel, der laut biblischer Geschichte das größte Bauwerk der Welt werden sollte, ist im Roman so hoch, dass er in die Wolken reicht. Doch anders als in der Bibel, in der dieser Versuch scheitert, wird der Turm im Fantasy Debüt des amerikanischen Autors von magischen Wesen und geheimnisvollen Kreaturen bevölkert. Er ist ein Ort der Gefahren.

Als Thomas Senlin und seine Frau kurz dieses Weltwunder besuchen wollen, verschwindet Marya spurlos und Thomas bleibt nichts anderes übrig, als in die Spitze des Turms zu reisen, in der Hoffnung, Marya auf dem Weg dorthin wieder zu finden.

Ich finde dieser Roman klingt ein wenig nach einer Abenteuerreise und wenn diese gut gemacht ist, hat er uns LeserInnen einiges zu bieten. Ich erwarte eine Geschichte, die mit Fantasie spielt, vielleicht an einigen Stellen so aufregend ist, dass ich auf den Fingernägeln kauen muss und hier und da mit fantastischen, bisher unbekannten Wesen für ein großes Lesevergnügen sorgt.



"The Hunger: Die letzte Reise" | Alma Katsu | HEYNE


Ich bin mir gar nicht ganz sicher, ob es sich bei "The Hunger" um einen historischen oder einen fantastischen Roman handelt, aber ich vermute mal, dass er sich letztendlich unter letzteres Genre einordnen lässt.

Setting ist Amerika im 19. Jahrhundert. Grundlage der Treck, der nach historischen Angaben "Donner Party" genannt wird und auf dessen Reise viele Menschen starben, weil sie vom Winter überrascht wurden.

Katsu greift dieses historische Ereignis auf. Doch statt vom Winter wird der Treck von "Etwas" verfolgt. "Etwas", das großen Hunger hat. Was das nun ist - ich weiß es nicht. Ich hoffe, dass der Roman sehr spannend ist, ohne zu viel in die Horrorschiene abzurutschen (dafür bin ich ja zu weich). Gerne darf er auch im historischen Bereich bleiben, denn in erster Linie ist es die Atmosphäre, die mich hier reizt.



"Zerrissene Erde" | N.K. Jemisin | KNAUR FANTASY


Vor einigen Jahren habe ich die "Das Erbe der Götter" Reihe von N.K. Jemisin gelesen und war ziemlich begeistert. Eine starke Protagonistin, spannende Handlung, gute Ideen. Daher freue ich mich, dass nun wieder ein Roman der New Yorker Autorin übersetzt und veröffentlicht wird.

"Zerrissene Erde" ist eine Endzeit Saga, die in einem düsteren Weltenentwurf spielt. Ein Lavastrom, der durchs Land fließt sorgt scheinbar dafür, dass die dort lebenden Menschen dem Irrsinn einherfallen. Einer von ihnen ist Essuns Mann, der den eigenen Sohn erschlagen und die Tochter entführt hat. Essun sieht keine andere Möglichkeit als dem Mörder ihres Kindes durch eine Welt voller Gefahren zu folgen, um ihre Tochter zu retten.

Da ich weiß, dass die Autorin solch ein Setting gut aufbauen und darin eine spannende Geschichte entwerfen kann, landet das Buch auf meiner Wunschliste.










"Erdsee" | Ursula K. LeGuin | FISCHER TOR


Dieses Buch ist nun wirklich keine Neuerscheinung, sondern ein Klassiker, ein Meilenstein der phantastischen Literatur.

Zum Tod der Autorin Ursula K. Le Guin hat sich der Verlag Fischer TOR die Mühe gemacht ein ganz besonderes Schmuckstück herauszubringen. Eine illustrierte Gesamtausgabe der Erdsee Reihe im Hardcover Format. Mit 58,00 € nicht ganz günstig, aber sicher ein Schmankerl für alle Fans der Autorin. Ab dem 26. September 2018 im Handel.





FORTSETZUNGEN:



"Die Phileasson Saga 06: Totenmeer" | Bernhard Hennen & Robert Corvus | HEYNE
"Splitterwelten 03: Flammenmeer" | Michael Peinkofer & Christoph Dittert | PIPER





"Das Gold der Krähen" | Leigh Bardugo | KNAUR FANTASY
"Draconis Memoria 02: Der Herr des weißen Drachen" | Anthony Ryan | Hobbit Presse Klett-Cotta




"Die Chroniken von Azuhr 02: Die weisse Königin" | Bernhard Hennen | FISCHER TOR
"Ich und der Weihnachtsmann" | Matt Haig | DTV





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