21.07.11

Wer schön sein will muss sterben - Michele Jaffe



u1_978-3-8414-2120-3.432746KLAPPENTEXT:
»In der einen Minute gehörst du zu den beliebtesten Mädchen deiner Schule, bist mit dem heißesten Typen der Stadt zusammen und tanzt auf der coolsten Party des Jahres – in der anderen liegst du halbtot in einem dornigen Rosenstrauch. Du wachst auf und kannst dich an nichts erinnern.«
So geht es der 16-jährigen Jane, die nach einem Unfall mit Fahrerflucht im Krankenhaus wach wird. Doch während der zahlreichen Besuche von Familie und Freunden kommt die grausame Erinnerung wieder – Stück für Stück. Jemand wollte sie töten – aber wer?

ZUR AUTORIN:
(Quelle: Fischerverlage)
Michele Jaffe ist in Los Angeles, Kalifornien, aufgewachsen. Sie hat in Harvard studiert und im Fach Vergleichende Literaturwissenschaft promoviert. Danach wollte sie eigentlich FBI-Agentin werden, ist dann aber doch beim Schreiben gelandet. Heute lebt sie mit ihrem Mann in Las Vegas.
EIGENE MEINUNG:
Da ich ja so ein kleines Weichei bin, lese ich normalerweise eher keine Thriller. Ich dachte mir, probier es mal mit einem für Jugendliche, das kann ja nicht so schlimm sein. Falsch gedacht! Denn für mich macht einen Thriller nicht aus, dass er blutrünstig ist, sondern dass er meine Nerven zum zerreißen spannt. Ganz so arg schlimm war es bei „Wer schön sein will muss sterben“ nicht, denn an manchen Stellen gab es einfach zu viel Lipgloss, zu viele Highheels, zu viel Tam Tam und Chi Chi, die den Nerven-zerreiß- Faktor etwas abgemildert haben, aber die Tatsache, dass niemand Janes Geschichte glauben will, hat nicht nur sie, sondern auch mich fast verrückt gemacht.
Ständig hatte ich das Gefühl wissen zu müssen, wer der Täter ist. Das hat mich teilweise so kirre gemacht, dass ich voll in Janes Gefühl, das Gedächtnis verloren zu haben, hinein schlüpfen konnte. Ich hatte zwar die ein oder andere Vermutung, welche dann jedoch immer wieder zerstreut wurde. Aber genau wie Jane habe ich vermutlich einfach zu wenig auf die Details geachtet...
Sehr gut hat mir der Aufbau der Geschichte gefallen. Beginnend mit einem Prolog, der uns gleich am Anfang das Schlimmste schildert, führt uns die Autorin danach vorsichtig zum Tathergang. Während sie das Pferd so zu sagen von hinten aufzäumt, treibt sie die Spannung ihrer Leser immer höher und verwirrt sie immer wieder mit neuen Details und Geschichten aus der Vergangenheit.
Das Buch liest sich sehr schnell, denn die Autorin hat eine angenehme Schreibe. Ein paar Küsse, einige kleine Details zum Liebesleben der Charaktere, Freundschaft und Feindschaft, die Auswahl der richtigen Klamotten, und einige andere Teenager Probleme machen die Geschichte zu einem Buch, das bei Jugendlichen sicher sehr schnell Anklang finden wird.
Ich mag nicht nur die Dialoge der Darsteller, die teilweise recht bissig sind und damit gegen evtl. aufkommende Langeweile angehen, sondern auch die Charaktere an sich sehr gern. Sie sind jeder für sich genau durchdacht. Nichts überraschend neues, aber ihren Eigenschaften entsprechend sehr glaubwürdig. Auf den ersten Blick sehr oberflächlich stehen sie in starkem Kontrast zu dem, was in der Geschichte von Bedeutung ist. Unter die Oberfläche sehen. Nicht nur das wahrnehmen was wir möchten und das darstellen, von dem wir glauben, das andere dies von uns erwarten, sondern tief ins Innere blicken. Schnell wird man feststellen wie viele graue Ruinen hinter so manch schillernder Fassade stecken...
Meine Lieblingsfigur ist Janes kleine Schwester Annie. Sie ist die gute Seele des Buches. Ist immer gut gelaunt ohne dabei künstlich oder aufgesetzt zu wirken. Mit ihren Kinderaugen sieht sie oft mehr als manch einer der Erwachsenen auf den ersten Blick wahrnimmt. Mit ihrer weisen Art wirkt sie manchmal so unwirklich, so als würde sie gar nicht in Janes „reale“ Welt gehören. Wie ein guter Geist schleicht sie sich durch die Geschichte hinein in die Herzen der Leser.
FAZIT:
Michele Jaffe hat mit „Wer schön sein will muss sterben“ ein Jugendbuch geschrieben, das mit Hilfe eines Thrillercharakters Themen behandelt, die Jugendlichen durch den Kopf gehen. Allen voran die Frage „Wer bin ich wirklich?“ , aber auch „Wie viel davon kann ich zeigen?“, denn jeder in dem Buch hütet so sein eigenes kleines Geheimnis....
BEWERTUNG:
Kuh 4(3)
BUCHDETAILS:
Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
  • Verlag: Fischer Fjb; Auflage: 1 (14. Juli 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • 16,95 €
  • ISBN-10: 3841421202
  • ISBN-13: 978-3841421203
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
EXTRAS:
Bis zum 5. August findet ihr auf Bravo.de noch eine Verlosung, bei der ihr das Buch inklusive einer persönlichen Widmung der Autorin gewinnen könnt.

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