30.11.18

Die Dämonenkriege | Michael Hammant




Als der Dämonenjäger Ryk bei einem Einsatz seine beiden Gefährten an einen Dämon verliert, den es seit Hunderten von Jahren eigentlich gar nicht mehr geben dürfte, schwört er Rache. Währenddessen gelingt es der Gestaltwandlerin Catara, den wegen Mordes an seinem Vater angeklagten Thronprinzen Ishan aus dem Kerker zu befreien. Doch damit beginnen die Probleme für die beiden erst, denn all die dunklen Vorkommnisse sind nur die Vorboten eines drohenden Kriegs, der die Welt der Schwebenden Reiche in ihren Grundfesten erschüttern wird ...
(Text & Cover: © Randomhouse; Foto: © N. Eppner)


Mit gemischten Gefühlen klappe ich "Die Dämonenkriege" zu. Der Grundriss des Inhalts ist recht klassisch. Krieg zwischen verschiedenen Völkern, die alle nach Macht streben. In der Phantastik schon vielmals erzählt, doch immer wieder individuell. Bei Michael Hammants Roman habe ich nicht das Gefühl etwas zu lesen, was schon da war, obwohl ein Vergleich mit einem anderen bekannten Fantasyroman über Dämonen nahe liegen würde. Aber nein, Hammant hat mehr Neues erschaffen, als ich es erwartet hätte.

Punkten kann er definitiv auch mit seinen Protagonisten. Starke Figuren mit gut ausgearbeiteten Charaktereigenschaften, die sie sehr echt wirken lassen. Besonders Catara, die Gestaltwandlerin, ist eine spannende Figur, die immer wieder in schwierige Situationen gerät und mich damit ganz schön in Atem gehalten hat.

Grundsätzlich ist die Spannung leider ein Problem des Romans. Es ist wie eine Berg- und Talfahrt. Hammant kann mich immer mal fesseln und kurz drauf habe ich wieder das Gefühl dahin zu trudeln. Es fühlt sich an, als müssten Lücken mit belanglosem Geplänkel gefüllt werden. Den Dialogen fehlt es teilweise an Schwung und ich wünscht man hätte das Buch an diesen Stellen gekürzt. Ob das in der Realität wirklich machbar ist, weiß ich natürlich nicht.

"Die Dämonenkriege" ist ganz nette Unterhaltung mit ausdrucksstarken Charakteren, aber es fehlt mir ein wenig Rasanz, um mich wirklich restlos zu fesseln.


Buchinfo:

Heyne (2018)
752 Seiten
Klappenbroschur
14,99 €



Rezensionen: © 2018, Nanni Eppner

Kommentare:

  1. Oh, okay. Das Buch ist bisher auch noch auf meiner Wunschliste, aber dann muss es in der Priorität vielleicht nicht nach ganz oben.

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  2. Das klingt tatsächlich sehr klassisch und episch und eigentlich ganz vielversprechend. Der Kritikpunkt ist einer, den ich aus Schreibersicht sehr gut nachvollziehen kann. *gg* Zu schwafelige Dialoge, die nicht auf den Punkt kommen, sind definitiv eins meiner Probleme und immer die Szenen, die dann auch in der Überarbeitung stark gekürzt werden müssen. Ich kann aber gut verstehen, dass dich das beim Lesen genervt hat, zumal der Roman ja auch ein ganz schöner Wälzer ist.

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